CD-Review: Paradise Lost - At The Mill

Besetzung

Nick Holmes – Gesang
Greg Mackintosh – Gitarre
Aaron Aedy – Gitarre
Steve Edmondson – Bass
Waltteri Väryrynen – Schlagzeug

Tracklist

01.Widow
02.Fall From Grace
03.Blood And Chaos
04.Faith Divides Us - Death Unites Us
05.Gothic
06.Shadowkings
07.One Second
08.Ghosts
09.The Enemy
10.As I Die
11.Requiem
12.No Hope In Sight
13.Embers Fire
14.Beneath Broken Earth
15.So Much Is Lost
16.Darker Thoughts


In Zeiten von Corona bleibt Fans oftmals nur das Konzertvergnügen als Stream. Viele Bands nutzen die technischen Möglichkeiten, um so ihre aktuellen Releases zumindest online live zu präsentieren und zu bewerben. Mitunter entstehen hierbei aufwendige Produktionen, die in einer normalen Live-Show vermutlich schwer umzusetzen wären und im Nachgang als Live-Mitschnitt veröffentlicht werden. Auch die britischen Gothic-Metal-Veteranen von PARADISE LOST nutzen eben diese Möglichkeit und legen mit „At The Mill“ das Live-Album zum Online-Gig vom 5. November 2020 im Nachtclub The Mill nahe der Heimatstadt des Quintetts in der englischen Grafschaft Yorkshire vor.

Wer in der Prä-Corona-Zeit bereits in den Genuss einer Show von PARADISE LOST kam, der weiß, dass es sich um eine fesselnde Liveband handelt, die über ein schier unerschöpfliches Arsenal an emotionalen Songs verfügt. Mit „Obsidian“ wurde zudem im Mai 2020 ein gelungenes aktuelles Studioalbum veröffentlicht, das bislang noch nicht auf die Bühne gebracht werden konnte. Daher war es ein logischer Schritt, ebenfalls ein Konzert zu streamen und so mit den Fans virtuell in Kontakt zu treten.

Da es sich um das erste Livealbum der Briten handelt, wurde viel Mühe in die Setlist investiert und diese sollte sowohl Fans der ersten Stunde als auch neue Hörer zufriedenstellen. Neben aktuellen Liedern wie „Ghosts“ und „Fall From Grace“ präsentieren PARADISE LOST dabei natürlich auch Klassiker ihrer Diskographie wie „Faith Divides Us – Death Unites Us“ oder auch den Fanliebling „Embers Fire“. Mit „Darker Thoughts“ befindet sich das Highlight des Albums ganz am Ende und vereint mit mitreißendem Gesang und treibendem Rhythmus alles, wofür man Sänger Nick Holmes und seine Mitstreiter liebt.
Insgesamt könnte die Setlist auch die Songauswahl eines Best-Of-Albums darstellen und lässt keine Wünsche offen.

Einzig der Sound der Platte wird nicht jedem Hörer gefallen. Der Klang ist sehr trocken und roh und verzichtet auf übertriebene Nachbearbeitung. Dies führt zu einer ganz eigenen Atmosphäre, auf die man sich jedoch einlassen muss.
Insgesamt stellt „At The Mill“ ein mehr als würdiges erstes Livealbum dar, das mit einer durchdachten und schlüssigen Songauswahl punktet und PARADISE LOST in ihrer vollen Spielfreude zeigt.

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Bewertung: 8 / 10

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