CD-Review: Paradise Lost - Symbol Of Life

Besetzung

Nick Holmes - Gesang
Gregor Mackintosh - Gitarre, Keyboard
Aaron Aedy - Gitarre
Stephen Edmondson - Bass
Lee Morris - Schlagzeug
Gastmusiker:
Joanna Stevens - Gesang
Lee Dorrian - Gesang
Rhys Fulber - Keyboard
Jamie Muhoberac - Keyboard
Chris Elliott - Piano, Streicher

Tracklist

01. Isolate
02. Erased
03. Two Worlds
04. Pray Nightfall
05. Primal
06. Perfect Mask
07. Mystify
08. No Celebration
09. Self Obsessed
10. Symbol Of Life
11. Channel For The Pain


Auch 2002 dauerte die erneute Umbruchphase der britischen Gothic Metaller PARADISE LOST noch an. Hatte man sich mit dem Elektroalbum „Host“ freigeschwommen und auf dem Nachfolger „Believe In Nothing“ die Kehrtwende eingeleitet, verfolgte man mit „Symbol Of Life“ diesen Weg weiter.

Heißt im Klartext: düstere Songs im Midtempo, unaufgeregte Atmosphäre, teilweise seichte Melodien und ein wenig Kommerz. Gut, machen wir an dieser Stelle mal einen Punkt, bevor es sich negativer anhört, als es ist. Prinzipiell ist „Symbol Of Life“ nämlich ein wirklich rundes Album geworden, welches sich für den einen oder anderen Easy-Listening-Moment bestens eignet. Die Lieder lassen zwar die rauen Ecken und Kanten der Mittneunziger vermissen, trotzdem wird amtlich gerockt und das auf gutem Niveau.
Natürlich kehrt man auch nicht ansatzweise zu den Wurzeln zurück, die Vocals sind durchgängig clean, maximal leicht angekratzt und ausgesprochen songdienlich. Das kann man aber gut und gerne von allen Beteiligten behaupten, kein Instrument spielt sich in den Vordergrund, es regiert alleine das Lied als solches. Damit kann man sicherlich schnell begeistern und es funktioniert auch: Songs wie „Isolate“, „Erased“, „Perfect Mask“ und vor allem „Pray Nightfall“ gehen zügig ins Ohr und bleiben auch dort. Somit stehen PARADISE LOST ganz gut da, einerseits präsentieren sie auf „Symbol of Life“ Lieder, die rasch für wiederholten Konsum sorgen, andererseits fällt der Rest aber nicht zu deutlich ab, wie es derselben Band auf anderen Alben hier und da schon mal passiert ist.
Generell sind es aber eben diese Ecken und Kanten, die der Platte insgesamt etwas fehlen, Punkte, an denen man sich stößt, um beim nächsten Riff wieder in der Spur zu sein. Glattgebügelt ist ein Begriff, der „Symbol Of Life“ vielleicht am besten kennzeichnet. Dies gilt im Übrigen auch für den Sound, rockig ist es schon, aber man ist fast geneigt, den Status „Metal“ abzusprechen, was sicherlich auch kein Problem ist, so lange die Erwartungshaltung entsprechend ist.

„Symbol Of Life“ war weder die ersehnte Rückkehr zu den besten Jahren von PARADISE LOST, noch eine Enttäuschung in qualitativer Hinsicht. An sich ist es egal, welchen Stil eine Band spielt, so lange die Musik gut ist, Und das ist sie hier im Großen und Ganzen, auch wenn die angesprochenen Punkte das Gesamtbild etwas stören. Trotzdem die beste Platte der Briten seit „One Second“ und man musste schon bis „Tragic Idol“ warten, bis es noch einen Tacken besser wurde.

Bewertung: 8 / 10

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