CD-Review: Paradise Lost - Tragic Illusion 25

Besetzung

Nick Holmes - Gesang
Greg Mackintosh - Gitarre
Aaron Aedy - Gitarre
Steve Edmondson - Bass
Adrian Erlandsson - Schlagzeug

Tracklist

01. Loneliness Remains
02. Never Take Me Alive (Spear Of Destiny cover version)
03. Ending Through Changes
04. The Last Fallen Saviour
05. Last Regret (Lost in Prague Orchestra Mix)
06. Faith Divides Us - Death Unites Us (Lost in Prague Orchestra Mix)
07. Cardinal Zero
08. Back On Disaster
09. Sons Of Perdition
10. Godless
11. Missing (Everything But The Girl Cover)
12. Silent In Heart
13. Gothic 2013
14. Our Saviour 2013


Prinzipiell bin ich ja gar kein Freund von irgendwelchen Compilations, die zu jedem x-beliebigen Jubiläum oder sonstigem Anlass auf den Markt geworden werden. Im Fallen von „Tragic Illusion 25“, dem neuesten Lebenszeichen der britischen Gothic Metaller PARADISE LOST kann man mal ein Auge zudrücken. Warum? Nun, nähern wir uns der Sache doch mal analytisch.

Vor allem ein Umstand kommt Nick Holmes und Co zugute, denn auf der Zusammenstellung finden sich in erster Linie Songs, die der breiten Masse nicht so ganz bekannt sein dürften. Man verwendete nämlich Raritäten und B-Seiten-Songs, die sich auf den regulären CDs nicht finden lassen. Dazu kommen mit „Loneliness Remains“ ein gänzlich neuer Song und mit „Gothic 2013“ und „Our Saviour 2013“ zwei neu aufgenommene Stücke aus grauster Vorzeit.
Somit können sich die Briten dieses Mal recht leicht des Vorwurfes eines kommerziellen Outputs entledigen. Denn mal ehrlich, welcher Fan hat denn immer jede limitierte Edition gekauft? Interessanterweise sind die Songs aus den Sessions dieses Jahrtausends unter dem Strich gefühlt härter als diejenigen, die es auf die regulären Ausgaben geschafft haben. Vielleicht ist „Tragic Illusion 25“ damit (auch) eine Hommage an die Freunde der frühen Stunde sein, die sich möglicherweise enttäuscht von der Entwicklung spätestens nach den stilwechselnden Alben „Icon“ und vor allem „Draconian Times“ von der Band abgewendet haben.
„Ending Through Changes“ (aus der jüngsten Ära „Tragic Idol“) fällt mir gleich mal positiv auf, sicher ist es kein Death-Brett, aber immerhin geht man doch zügig und gar nicht mal soft zur Sache. Ebenso ist „Missing“, die Cover-Version von Everything But The Girl hörenswert, dazu die beiden „Lost In Prague Orchestra Mix“-Versionen von „Last Regret“ und „Faith Divides Us – Death Unites Us“.

Das ergibt unter dem Strich schon eine Menge Songs, die eine Anschaffung von „Tragic Illusion“ rechtfertigen. Da außerdem das letzte Album noch recht frisch ist und neuer Stoff von PARADISE LOST möglicherweise noch eine Weile auf sich warten lässt, kann man diese Zeit mit dieser Compilation recht bequem überbrücken. Fazit: Es wurden dem Fan schon mit wesentlich minderwertigeren Best-Ofs das Geld aus der Tasche gezogen.

Keine Wertung

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