CD-Review: Power Theory - Driven By Fear

Besetzung

Jeff Rose – Gesang
Rob Ballinger – Gitarre
Nygil Hoch – Gitarre
Alan D'Angelo – Bass
Nick Bunzck– Schlagzeug

Tracklist

01. Spinstress
02. Long Hard Road
03. Driven By Fear
04. Truth Shall Set You Free
05. Dark Eagle
06. Break The Glass
07. Don't Think Twice
08. Cut & Run
09. Beyond Tomorrow (After The Fall)


Manchmal dauert es eben etwas länger. Hatten die US-amerikanischen Old-School-Metaller POWER THEORY ihr zweites Album noch ein Jahr nach dem Debüt veröffentlicht, ließ der dritte Streich ungewöhnlich lange auf sich warten. In der Zwischenzeit drehte sich das Besetzungskarussel der Band und nur Bandkopf Robert Ballinger konnte seinen Posten an der Gitarre behaupten. Mit einer runderneuerten Mannschaft lässt er nun das viel verschobene „Driven By Fear“ auf uns los – hat sich das Warten gelohnt? Immerhin hatte die Band mit dem überzeugenden Vorgänger „An Axe To Grind“ die Latte hoch gehängt.

Vielleicht minimal zu hoch, doch der Start gelingt dem Album spielend. „Driven By Fear“ eröffnet mit „Spinstress“, einem Song, der alle Trademarks der Amerikaner vereint: treibende Drums, harte Riffs, typisch hoher US-Metal-Gesang und ein eingängiger Refrain. Das folgende „Long Hard Road“ legt zünftig nach und stampft sich seinen Weg in die Gehörgänge. Leider aber erreicht die Scheibe mit dem Titeltrack „Driven By Fear“ gleich danach schon ihren Höhepunkt – allerdings einen zünftigen! Der Song ist eine Wucht, daran besteht kein Zweifel.

Doch der Rest von „Driven By Fear“ kann nicht mehr ganz mithalten, wenn es auch über die gesamte Laufzeit eine starke Scheibe bleibt. Zwar bringen POWER THEORY ihrem Stil entsprechend Einflüsse anderer Bands ein, sodass hier mal etwas vage an Manowar erinnert („Dark Eagle“), dort mal eine volle Breitseite Vicious Rumors aus den Boxen drückt („Don’t Think Twice“) und auch vor britischen Twin-Gitarren-Passagen nicht halt gemacht wird („Beyond Tomorrow (After The Fall)“). Aber trotz aller Mühen ist es der Band nicht ganz gelungen, die Hitdichte so hoch zu halten wie auf dem Vorgänger. Vielleicht liegt es daran, dass der Vorgänger noch etwas stärker die Grundstimmungen der Songs variiert hat, wohingegen „Driven By Fear“ vor allem nach vorne geht. Möglicherweise wird das dem einen oder anderen aber sogar besser gefallen.

Trotz dieser Detailkritik ist POWER THEORY mit „Driven By Fear“ ein modernes NWOBHM-Album gelungen, das Genrefans gefallen wird. Die Neuzugänge haben sich ganz hervorragend in die Band eingefügt und besonders Sänger Jeff Rose liefert eine überzeugende Performance ab. Dazu kommt eine handfeste und warme Produktion. Weiter so, und wenn ein Wunsch erlaubt ist: Bitte nicht wieder drei Jahre brauchen!

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Bewertung: 7.5 / 10

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