Re-Machined-Brain-Dead-Cover

Review Re-Machined – Brain Dead

  • Label: Pride & Joy
  • Veröffentlicht: 2022
  • Spielart: Heavy Metal

Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Wheels Of Time“ im Jahr 2020 melden sich RE-MACHINED zwei Jahre später mit dem Nachfolger „Brain Dead“ zurück. Dabei sind die Mainzer ihrer Devise treu geblieben und liefern auch weiterhin feinsten und geradlinigen Heavy Metal mit markanten Vocals und aggressiven Gitarrenriffs. RE-MACHINED wollen nach eigener Aussage das Rad nicht neu erfinden, sondern das besser machen, was bereits gut ist. Und das frei nach ihrem Motto:

„Eben re-machined und nicht bloß vintage“.

Bereits die ersten Töne von „Raise Some Hell“ und „Brain Dead“ offenbaren, wohin die musikalische Reise geht. RE-MACHINED setzen hier klar den Fokus auf starke Twin-Gitarren und die eindrucksvollen, mächtigen Screams von Sänger Thomas Ritter. Und dieser hat gesanglich einiges zu bieten, denn es finden sich immer wieder Spuren von Biff Byford (Saxon) und Udo Dirkschneider (U.D.O.) in seiner Stimme. So erinnert vor allem der Gesang in „Brain Dead“ und „Black King“ stark an die britische Größe, während „Because I Hate You“ und „Fist In Your Face“ aus dem Stimmorgan des German Tank persönlich stammen könnten.

RE-MACHINED nähern sich gesanglich an U.D.O. an, aber vor allem auch musikalisch. Gerade Songs wie „Brain Dead“, „Fist In Your Face“ und „Demons“ triefen nur so von dem ikonischen Schwermetall-Sound des deutschen Urgesteins, während letzteres sich besonders durch den Rhythmus von Accepts „Princess Of The Dawn“ hervorhebt. Die Mainzer stehen hier klar zu ihrem Wort, da sie einen bereits bekannten Heavy-Metal-Sound aufgreifen und ihn mit neuer, hochwertig produzierter Musik mischen. Im Vergleich zu dem im Oktober 2021 erschienenen, äußerst schwachen U.D.O.-Album „Game Over“ kann man die Mission der Band nur als gelungen bezeichnen. Was Udo Dirkschneider auf seiner Platte fehlt, machen RE-MACHINED mit kräftigem Gesang und erstklassigen Twin-Gitarren mehr als wett und es scheint, als hauchen sie dem Sound des allmählich schwächelnden German Tank neues Leben ein. Da ist es nur passend, dass die Mainzer für ihr Vorhaben Markus Teske, den Produzenten von U.D.O., mit an Bord nahmen.

„Brain Dead“ läuft fortwährend im gehobenen Midtempo und verzichtet dabei gänzlich auf Balladen. Die Band wird lediglich mit „Standing On The Edge“ melodischer und setzt auf eingängige Hooklines und hymnischen Refrain. „Road To No Man’s Land“ hebt sich wiederum mit seinem Intro, bestehend aus orientalischen Klängen, hervor. Neben der bereits erwähnten Twin-Gitarren-Power vollenden erstklassige Gitarrensolos den Heavy-Metal-Sound. Hierbei sind „Raise Some Hell“, „Brain Dead“, „Road To No Man’s Land“ und „The Sleeper“ zu nennen. Von den insgesamt elf Tracks des Albums schlägt das abschließende „Fist In Your Face“ einen gänzlich neuen Weg ein, da RE-MACHINED hier den ikonischen Rhythmus von Megadeths „Symphony Of Destruction“ einbauen.

Letztendlich machen die Mainzer genau das, was sie mit der Wahl ihres Bandnamens bereits ankündigten. Sie greifen den klassischen Heavy Metal in seinen vielen Facetten auf und hauchen ihm auf äußerst überzeugende Weise neues Leben ein. Das gelingt ihnen durch langjährige Musikerfahrung, aber vor allem dank ihres Top-Produzenten. Wie viele andere Bands auch machen RE-MACHINED nichts großartig Neues, schaffen es im Gegensatz aber, das Alte noch etwas besser zu machen. Und damit erfüllen sie doch tatsächlich ihr Motto.

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Wertung: 7 / 10

Publiziert am von Selina Ordner

Ein Kommentar zu “Re-Machined – Brain Dead

  1. Habe das Album ehrlich gesagt bei Rock Hard gewonnen. War erst skeptisch, als ich das Cover gesehen habe. Trotzdem rein in den CD Player und einfach nur feil. Jedem der auf traditionellen Metal steht, sollte dieses Album antesten.

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