CD-Review: Status Quo - Bula Quo!

  • Veröffentlichung: 2013
  • Label: earMUSIC
  • Spielart: Rock
Besetzung

Francis Rossi – Gesang, Gitarre
Rick Parfitt – Gesang, Gitarre
Andy Bown – Gesang, Keyboard, Gitarre
John Edwards – Gesang, Bass, Gitarre
Leon Cave – Schlagzeug

Tracklist

CD1:
01. Looking Out For Caroline
02. GoGoGo
03. Run And Hide (The Gun Song)
04. Running Inside My Head
05. Mystery Island
06. All That Money
07. Never Leave A Friend Behind
08. Fiji Time
09. Bula Bula Quo (Kua Ni Lega)

CD2:
01. Living On An Island (Fiji Style)
02. Frozen Hero
03. Reality Cheque
04. Rockin' All Over The World (Bula Edit)
05. Caroline (live)
06. Beginning Of The End (live)
07. Don't Drive My Car (live)
08. Pictures Of Matchstick Men (live)
09. Whatever You Want (live)
10. Down Down (live)


Unglaublich, aber wahr: Mehr als ein halbes Jahrhundert treiben die ewig-jungen Boogie-Helden STATUS QUO schon ihr Unwesen im Musikbusiness. Sie haben jede nur erdenkliche Hitliste erklommen und sind fester Bestandteil jeder guten Party. Doch auch nach über 50 Jahren Karriere sind sie noch nicht satt und haben sich für 2013 etwas ganz Besonderes vorgenommen: Einen eigenen Kinofilm. Auf den Fidschi-Inseln gedreht, soll „Bula Quo!“ eine Action-Komödie mit jeder Menge Spannung und Slapstick werden, bei der die Herren Parfitt und Rossi die Hauptrollen übernehmen. Das gleichnamige Doppel-Album enthält die Musik zum Film und ist folgerichtig der erste Soundtrack der Band.

CD1 bietet insgesamt neun neue Songs, CD2 hingegen ist eine Art Best-Of, zusammengesetzt aus vier Neueinspielungen und sechs Live-Versionen bekannter Hits. Und eins muss man Parfitt, Rossi & Co. einfach lassen: Auch Anno 2013 rocken die Herren noch locker und unverkrampft drauflos, als wären sie gerade erst damit angefangen. Das Album ist hervorragend produziert und – wie man es von STATUS QUO erwartet – überaus eingängig.

Auf der Haben-Seite stehen vor allem der starke Opener „Looking For Caroline“, das erstaunlich treibende „Run And Hide (The Gun Song)“ und das ohrwurmige „All That Money“. Neben einigen weiteren guten Nummern, mit denen die Band scheinbar mühelos ihrem Ruf als Hit-Lieferant nachkommt, gibt es leider auch zwei bis drei schwächere Tracks: Vor allem „Mystery Time“ macht mit seinem extrem relaxten und süßlichen Tropensound wohl nur im Kontext des Films wirklich Sinn und Spaß. Gleiches gilt zumindest für Teile von „Fiji Time“ und den Abschlusstrack „Bula Bula Quo (Kua Ni Lega)“.

Der größte Kritikpunkt an der Scheibe dürfte allerdings die Spielzeit sein: Das neue Material unterhält den Hörer für lächerliche 33 Minuten. Wohl auch deshalb haben STATUS QUO die zweite CD beigelegt. So kann man zumindest ein Stück weit über die doch arg kurze Laufzeit des Albums hinwegsehen. 42 Minuten Hits am Stück – teils in neuem Gewand – sind sicher eine nette Zugabe für Fans und solche, die es werden wollen. Wirklich essentiell ist die zweite CD allerdings nicht – trotz oder gerade wegen Dauerbrennern wie „Rocking All Over The World“ oder „Whatever You Want“.

Dennoch klingen STATUS QUO nach wie vor jünger als sie sind. Und da die vier alten Herren sich gerade erst einer Verjüngungskur unterzogen, indem sie den 34-jährigen Leon Cave als Schlagzeuger ins Boot holten, wird das wohl (hoffentlich) auch noch ein wenig so bleiben. Lässt man die kurze Spielzeit außen vor, ist „Bula Quo!“ ein ordentliches, unterhaltsames Album, das QUO-Fans aufs Beste bedient.

Bewertung: 7 / 10

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