CD-Review: Subway To Sally - Foppt den Dämon

Besetzung

Erik „Fish“ Hecht – Gesang, Dudelsack, Schalmei, Pfeife
Ingo Hampf – E-Gitarre, Dreyfuß
Bodenski – Gitarre, Gesang
Simon – Gitarre, Gesang
Sugar Ray Runge – Bass
T.W. – Schlagzeug
Frau Schmitt – Violine

Tracklist

01. Kyrie
02. Der Sturm
03. Kain
04. Sag dem Teufel
05. Der Hofnarr
06. Die Ratten
07. Abgesang
08. Herbstzeit
09. Julia und die Räuber
10. Auf der Reise
11. Traum vom Tod II
12. Der Vagabund
13. Maria


Nach den beiden noch etwas undifferenzierten ersten Alben haben die legendären Mittelalterfans aus Potsdam mit „Foppt den Dämon“ endgültig ihren Selbstfindungsprozess abgeschlossen.

Nach einem kurzen Intro folgt genau die Musik, mit der SUBWAY TO SALLY der Durchbruch gelungen ist und für die sie von ihre fanatischen Anhänger bis heute geliebt werden: Ein quicklebendiger Mix aus modernem Rock und einer Vielzahl mittelalterlicher Instrumente, Melodien und Verse. Das legendäre „Traum vom Tod II“ und die Livehymne „Julia und die Räuber“ bilden dabei nur die Spitze des Eisberges, denn hier werden dem Hörer ausnahmslos Klassiker ohne Aussetzer geboten. Das Angebot reicht vom harten und düsterem Sound bei „Der Sturm“ über die fröhlichen und tanzbaren Melodien von „Der Hofnarr“ bis hin zur Ballade „Maria“ oder dem leidenden „Abgesang“.

Während Erik auf den beiden Vorgängern teilweise noch auf Englisch sang, wird „Foppt dem Dämon“ komplett auf Deutsch dargeboten. Das muss man eindeutig als die richtige Entscheidung bewerten, da die Atmosphäre der Songs grade durch die metaphorischen und fantasievollen Texte nochmals an Aussagekraft gewinnt. Bei englischen Lyrics bestünde immer die Gefahr, dass die Songs erheblich unter dem mangelnden Textverständnis des Hörers leiden würden, was grade bei diesem Genre den Unterschied zwischen „ganz nett“ und „phantastisch“ ausmachen kann.

Wirkliche Kritikpunkte an dem Album gibt es also keine. Einzig im Hinblick auf die folgenden Glanztaten der Kapelle könnte etwas an der Produktion gemeckert werden, aber andersherum ist es vielleicht grade dieser noch etwas rohe Sound, welcher den Charme das Albums ausmacht.

Was soll ich noch lange drum herum reden? „Foppt den Dämon“ läutete die bisherige Hochphase des kreativen Schaffens von Subway to Sally ein und gilt verdientermaßen als Must-have des Genres. Wer sich nun über die abschließende Benotung von „nur“ 8.5 Punkten wundert, dem sei gesagt, dass die Punktzahl so gewählt wurde, dass noch einen gerechter Bewertungsspielraum für die nachfolgenden Platten vorhanden ist.
(Sebastian Klein)

Bewertung: 8.5 / 10

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