CD-Review: Suffocation - Effigy Of The Forgotten

Besetzung

Frank Mullen - Gesang
Doug Cerrito - Gitarre
Terrance Hobbs – Gitarre
Josh Barohn – Bass
Mike Smith – Schlagzeug

Tracklist

01. Liege Of Inveracity
02. Effigy Of The Forgotten
03. Infecting The Crypts
04. Seeds Of The Suffering
05. Habitual Infamy
06. Reincremation
07. Mass Obliteration
08. Involuntary Slaughter
09. Jesus Wept


1991: Im selben Jahr, in dem auch die mittlerweile legendären Cannibal Corpse ihr „Butchered At Birth“ veröffentlichen, schmeißen die Landsleute von SUFFOCATION mit „Effigy Of The Forgotten“ ihr zweites Output nach der EP „Human Waste“ auf den Markt.

Und – meine Güte – das ist ein Schlachtwerk sondergleichen. Suffocation legen direkt in bester US-Death Manier los. 37 Minuten lang wird der Hörer hier im absoluten Uptempo zerfleischt, dass es eine helle Freude ist. Vielleicht sollte man sich vor dem Einlegen der Scheibe schon mal eine professionelle Reinigungsfirma für den Teppichboden bestellen ?!
Dabei stecken sie das oben erwähnte Album der Kannibalen locker in die Fleischwolf. Aber genug jetzt der schlechten Metzgereimetaphern, kommen wir zum Punkt: Das Album ist unglaublich! Das „Ding“ am Mikrofon hört angeblich auf den Namen Frank Mullen, dabei kann es sich aber nur um irgend ein Tier aus dem tiefsten Dschungel handeln. So etwas hat man bis dahin noch nicht gehört. Der Mann grunzt so tief, dass jede Dolbyanlage die Gesangsspur direkt über den Tieftöner rausschickt. Scheiß auf die Boxen, wir brauchen mehr Bass.
Nichts zu meckern gibt aus auch am untermalenden Klangteppich. Wie bereits erwähnt wird hier ausnahmslos im Uptempo geprescht. Erfreulicherweise ist das aber kein Stück weit eintönig. Die Songs sind vollgestopft mit interessanten Breaks und Aufhängern, der Wiedererkennungswert ist enorm. Auch hier sind „Suffocation“ ihren Kollegen ein Stück weit vorraus, „Butchered At Birth“ wurde doch bisweilen etwas ermüdend. Auch die Produktion weiß zu gefallen. Sie ist weder zu klar noch zu undifferenziert oder dumpf. Genau richtig für eine Walze wie die hier.

Das Album rasiert sowohl Pudel als auch Frauchen von nebenan. Jeder gepflegte Death Metal Fan sollte einmal hereinhören, mit diesem Teil kann man nichts falsch machen. Ein Album, das nur ein unverschämt euphorisches Review wie dieses hier verdient hat.
(Sebastian Klein)

Bewertung: 9 / 10

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