CD-Review: Urfaust - Ritual Music For The True Clochard

Besetzung

IX – Gesang, Gitarre
VRDRBR – Schlagzeug

Tracklist

01. Ragnarök Mystiker
02. Gespinnst des Verderbens
03. Verflucht das Blenden der Erscheinung
04. Der Gottesverächter
05. Verächtung wird einen messertragenden Schatten
06. Der halbtoten Dichters Schein-Existenz
07. Dämmert, gelähmt und mit scheinbar erloschenem Geist
08. Unter Töchtern der Wüste
09. Vom Geist der Schwere
10. Der König in Thule


Wenn man die Eigenbrötler unter den Black-Metal-Bands benennen sollte, dürfte recht bald der Name URFAUST fallen – gibt es doch kaum eine Band, die so konsequent und unbeirrbar ihr zweifelsohne verdammt schräges Ding durchzieht.

Mit „Ritual Music For The True Clochard“ legen die Holländer nun über Ván Records eine Art Best-Of-Rerelease vor, welcher für Fans der Band nicht zuletzt insofern interessant sein dürfte, als diverse ältere Veröffentlichungen heutzutage kaum noch zu erwerben sind.
Den Kern der Veröffentlichung bilden dabei neu gemasterte Versionen von vier Songs, die im Original auf dem längst vergriffenen Album „Verräterischer, nichtswürdiger Geist“ zu finden sind. Angenehm ist hier, dass der neue Master nicht nach einem ebensolchen klingt, URFAUST hier also nicht auf Teufel komm raus versuchen, modern zu klingen… aber wer hätte das auch erwartet. Dazu gibt es im Folgenden drei weitere rare Songs, welche den drei Split-CDs mit Joyless, The Ruins Of Beverast und Celestial Bloodshed entstammen. Soundtechnisch wissen diese ebenfalls genauso zu überzeugen wie musikalisch – präsentieren sich URFAUST hier doch genau so, wie man es von der Band gewohnt ist.
Wer den Stil der Niederländer nicht gewohnt ist, dürfte höchstens vom doch recht individuellen Gesang überrascht werden, der hier, da auf den frühen Alben deutlich ausgeprägter als auf den jüngsten Veröffentlichungen, sehr markant hervorsticht. Und ja, auch für mich als „erfahrenen“ URFAUST-Hörer wird die Mischung aus Gejammer, Genöle und Gesang mit der Zeit verdammt anstrengend.

Das ist dann aber auch das Einzige, was man an „Ritual Music For The True Clochard“ kritisieren könnte – und eingefleischte URFAUST-Fans dürfte das wohl wirklich nicht stören.Wer das besagte zweite Album der Band nicht sein Eigen nennt oder die Gelegenheit beim Schopfe greifen möchte, die raren Split-Beiträge der Band gesammelt auf CD zu haben, sollte hier definitiv zugreifen.

Keine Wertung

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: