CD-Review: Urfaust - Compilation Of Intoxications

Besetzung

IX – Gesang, Gitarre
VRDRBR – Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Die Erste Levitation
03. Zelfkastijder
04. Hypnotisch Bevel - De Daimonische Mensch
05. Zelfbestraffingstendenz En Occulte Raadsels
06. Vom Freien Tode
07. Scrabreusheden Uit Het Tuchtarsenaal


Neben den sechs Alben und drei EPs haben URFAUST unzählige Splits veröffentlicht, die nur in streng limitierter Auflage auf Vinyl erschienen waren. Wer alle Songs des niederländischen Duos physisch besitzen will, brauchte bislang also einen Plattenspieler sowie einen gut gefüllten Geldbeutel. Um dem entgegenzuwirken, sammelten Ván Records bereits 2012 auf dem ersten „Sammelalbum“ „Ritual Music For The True Clochard“ alle URFAUST-Split-Beiträge bis 2011 (ausgenommen den Track „Zur Winter-Wanderschaft verflucht“ von der Circle-Of-Ouroborus-Split) . Mit „Compilation Of Intoxications“ legt das Label nun eine zweite Rare-Tracks-Sammlung nach.

Los geht es nach einem bislang unveröffentlichten Intro mit „Die erste Levitation“ von der gleichnamigen 7″-Vinyl-Single (2013), gefolgt von „Zelfkastijder“ (Lugubrum-Split „Het Aalschuim Der Natie“, 2015), den beiden Tracks der 2017er-Split mit Wederganger, „Vom freien Tode“ von der Ghoul-Cult-Split „Ghoulfaust“ (2016) und als Abschluss dem Track „Scabreusheden Uit Het Tuchtarsenaal“ von der zweiten Lugubrum-Split „Bradobroeders“ (2019). An dieser Stelle sticht es den Komplettisten in der Brust: Tatsächlich fehlen sowohl „Spiritus Nihilismus“ von der Split mit King Dude (2013) als auch „Kalabhairava“ (und das entsprechende Cover von The Devil’s Blood) von der „Voodoo Dust“-Single (2016). Dabei wäre gerade ersterer Track nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern auch musikalisch eine sinnvolle Ergänzung gewesen.

Sieht man von diesem kleinen Manko ab, ist „Compilation Of Intoxications“ ein absolut stimmiges Werk, das fast als vollwertiges Album durchgehen könnte – zugleich aber das musikalische Spektrum von URFUAST in ganzer Breite abbildet: Während der erste, zweite und letzte Track die „typische“ URFAUST-Schiene fahren, gehen „Hypnotisch Bevel – De Daimonische Mensch“ und „Zelfbestraffingstendenz En Occulte Raadsels“ (mit Punk-Beat!) eher in die Ambient-Noise-Richtung. „Vom freien Tode“ wiederum bietet herrlich rohen, unverwässerten Black Metal.

Dem Anspruch auf Vollständigkeit der URFAUST-Sammlung kommt man mit „Compilation Of Intoxications“ zwar nur (sehr) nahe, dennoch ist diese CD ohne jeden Zweifel die Anschaffung wert: Im schönen Digipak mit Prägedruck in rot-metallic und mit handnummerierten 999 Stück nicht ganz so streng limitiert wie so manche Single, enthält „Compilation Of Intoxications“ sechs Songs, die einigen URFAUST-Fans unbekannt sein dürften – aber nicht unbekannt sein sollten.

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