Der Jahresrückblick 2020 von Markus Frey

Meine Top-5 der Metal-Alben 2020

  1. Anaal Nathrakh – Endarkenment
  2. Entorx – Faceless Insanity
  3. Napalm Death – Throes Of Joy In The Jaws Of Defeatism
  4. Necrophobic – Dawn Of The Damned
  5. Testament – Titans Of Creation

Schlechtestes Metal-Album des Jahres

Weiß ich nicht, aber dieser Metal-Song von David Hasselhoff ist so schlimm, das reicht für ein ganzes Album.

Bestes Entmetallisiert-Album des Jahres

Die Ärzte – Hell

Mein bestes Festival des Jahres

Party.San Metal Open Air. Fand zwar nicht statt, aber es ist trotzdem das beste. Super geworden wäre mit Sicherheit auch das Heidelberg Deathfest.

Mein bestes Konzert des Jahres

Tatsächlich habe ich es vor Corona dieses Jahr – abgesehen von einer Metallica-Cover-Band von Bekannten – zu keinem einzigen Konzert geschafft.

Mein schlechtestes Konzert des Jahres

Alle, auf denen ich nicht war … weil sie nicht stattgefunden haben.

Bestes Coverartwork des Jahres

Atramentus – Stygian (das Werk stammt von Mariusz Lewandowski)

Schlechtestes Coverartwork des Jahres

Holy Mother – Face This Burn. Die Platte kommt zwar erst im Januar 2021 auf den Markt, aber das Artwork wurde bereits veröffentlicht. Wohl eher „Face This Self-Burn“ …

Mein Newcomer des Jahres

Helestios – multinationale Band mit Sitz und England und solidem Debütalbum „Your Pain Tastes Good“

Meine Entdeckung des Jahres

Viel alter Punk, unter anderem hab‘ ich mal so richtig zu Cock Sparrer gefunden. Darüber hinaus meine Freude am Laufsport, die zu acht gelaufenen Halbmarathons und über 1600 Kilometern geführt hat.

Meine Enttäuschung des Jahres

Neben der alles übertönenden Pandemie und allem, was damit einhergeht (Tote, Depression, Existenzangst, Jobverlust, Corona-Leugner, Querdenker etc.) sollte man hier nicht unerwähnt lassen, dass es rassistische und antisemitische Anschläge in Hanau und Halle gab, dass sich ein rückgratloser, opportunistischer Politikerdarsteller in Thüringen mit Stimmen von Neonazis zum Ministerpräsidenten hat wählen lassen, dass die EU hinsichtlich der Situation von Geflüchteten gar nicht nachkommt mit moralischen Bankrotterklärungen und, und, und. Angesichts dessen bin ich reichlich unenttäuscht, dass mir dieses oder jenes Album nicht so sehr gefallen hat wie erwartet.

Überraschung des Jahres

Abgesehen von Corona hat mich tatsächlich am allermeisten überrascht, wie viele US-Amerikaner auch nach den letzten vier Jahren immer noch Mango Unchained gewählt haben. Über 74 Millionen!

Mein Song des Jahres

Danke, Venomous Concept, für den unvergesslichen Ohrwurm:

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Mein bestes gelesenes Buch

Hannah Brinkmann – Gegen mein Gewissen
Reinhard Kleist – Der Boxer: Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft
Olivia Wenzel – 1000 Serpentinen Angst

Mein bester gesehener Film

Von den in diesem Jahr in Deutschland erschienenen Filmen: 1917
Ansonsten: The Mule, Green Book

Mein Wunsch / Hoffnung für das kommende Jahr

Eine effektive Bekämpfung und möglichst rasche Überwindung der Corona-Situation, ohne die Lektionen zu vergessen, die wir daraus gelernt haben (z. B. Home Office, Geschwindigkeit der Digitalisierung usw.) und dass sich alle Pappnasen, denen man mit Fakten und gesundem Menschenverstand ohnehin nicht mehr beikommen kann, wieder in die Löcher verkriechen, aus denen sie gekommen sind (ansonsten auch gerne in andere Löcher). Wenn asoziale Dumpfbacken nicht nur ideologisch verblendeten Unsinn, sondern auch eine tödliche Krankheit verbreiten, hört der Spaß auf.

Oh, und – apropos Spaß – dass sich alle rechten, antidemokratischen Vollpfosten so blöd anstellen wie Rudy Giuliani und der vegane Koch aus Berlin. Vor allem in Verbindung mit der Tatsache, dass die Mehrheit der Leute vernunftbegabte Menschen sind, gibt das durchaus Hoffnung.