Arcturus

  • Lørenskog, Lørenskog Hus (Stream-Show)
  • 21. Mai 2020

Der Pandemie zum Trotz haben einige Bands schon die eine oder andere Möglichkeit gefunden, dennoch ein Publikum mit ihren Live-Qualitäten überzeugen zu können. Live-Streams von Konzerten wie bei Oranssi Pazuzu, zeitlich begrenzte Veröffentlichungen von älteren Mitschnitten (siehe Gojira) und selbst ein Online-Festival flimmerten zuletzt schon über die heimischen Bildschirme.

Die norwegische Supergroup ARCTURUS schließt sich dem Trend des Streams nun an, lässt ihr Konzert im Lørenskog Hus allerdings ausschließlich als Live-Stream über die Facebook-Seiten der Band und des Veranstaltungsortes laufen.

Screenshot der Live-Stream-Show

Für Smart-TV-Besitzer mit Soundbar ist eine Übertragung auf den TV-Bildschirm kein Problem, alle anderen Zuschauer müssen sich hingegen mit dem kleineren Bildschirm eines Tablets oder dem des Smartphones und dem entsprechenden Sound zufrieden geben.

Kann man über diese mögliche Einschränkung hinwegsehen und -hören, belohnen einen ARCTURUS mit einem ICS Vortex in absoluter Höchstform, einer fabelhaften Soundmischung und einem Hellhammer, den man hinter seinem Drumkit zwar nur erahnen, aber dafür umso deutlicher hören kann.

Screenshot der Live-Stream-Show

Während ihres einstündigen Auftritts erlebt man ARCTURUS in ausgezeichneter Form. Nicht nur, dass alle Beteiligten eine enorme Spielfreude an den Tag legen, allen voran Bassist Skoll, auch ist die Setlist des Abends der Traum eines jeden Fans: Neben „Du Nordavind“ vom Debüt „Aspera Hiems Symfonia“ spielen die Norweger außerdem „Shipwrecked Frontier Pioneer“ und „Evacuation Code Deciphered“ vom mittlerweile 15 Jahre alten Viertwerk „Sideshow Symphonies“.

Screenshot der Live-Stream-Show

Dazwischen finden sich mit „The Chaos Path“, „Alone“ und „Master Of Disguise“ Songs ihres zweiten Albums „La Masquerade Infernale“ in der Setlist. Diese wird mit Songs vom aktuellen, allerdings mittlerweile schon fünf Jahre altem Album „Arcturian“ abgerundet; neben „Crashland“ spielen ARCTURUS außerdem „The Arcturian Sign“. Selbst ein Song vom 2002 veröffentlichten Album „The Sham Mirrors“ („Collapse Generation“) findet noch in den 60 Minuten Spielzeit Platz.

Unglaublich, was ARCTURUS für diesen Auftritt in ihre Setlist genommen haben: Jedes ihrer fünf Alben findet mal mehr, mal weniger, aber grundsätzlich überhaupt Beachtung in ihrem Auftritt. Somit spannen die Norweger den großen Bogen von 1996 bis 2015, vom Debüt bis zum fünften Album, von „Aspera Hiems Symfonia“ bis „Arcturian“. Großartig!

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1 Kommentar zu “Arcturus”

  1. Plotinus

    Hätte echt noch gerne Kinetic, Wintry Grey und Ad Absurdum gehört bei so einer guten Performance.

    Wäre auch echt wieder Zeit für ein neues Album.

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