Der Weg einer Freiheit /w Negator

  • Würzburg
  • 05. Juli 2013

1131_482701491808071_34197315_nAuf der Durchreise nach Passau mache ich am 5. Juli, einem sonnigen Freitagabend, Halt in Würzburg, um das Konzert der heimischen DER WEG EINER FREIHEIT und der aus Hamburg angereisten NEGATOR zu betrachten.

Im B-Hof in Würzburg ist freilich vom sommerlichen Wetter nichts zu spüren, kühl und düster ist es in dem kleinen Kellergewölbe in der Altstadt.

Den Auftakt machen A SECRET REVEALED, die ebenfalls aus Würzburg kommen, von denen ich aber nur noch zwei Lieder mitbekomme – zu wenig, um sich einen bleibenden Eindruck machen zu können.

IMG_2651Als Nächstes sind die Nordlichter von NEGATOR an der Reihe, die dieses Jahr mit „Gates To The Pantheon“ ein sehr überzeugendes Album veröffentlicht haben und die auch in den Zuschauerreihen in Form zahlreicher „Panzer-Metal“-Shirts sehr präsent sind. Mit ihrem extremen und stets äußerst rasanten Black Metal können sie vom ersten Riff weg beim Publikum gute Stimmung hervorrufen. Zwar sind die Reaktionen zunächst recht verhalten, und das trotz der Tatsache, dass es sehr voll ist – jedoch tut Sänger Nachtgarm mit apokalyptischen, extrem langgezogenen Schreien, bösen Blicken und einigen längeren Ansagen sein Bestes, um das zu ändern. Die Hamburger spielen sowohl aus ihrem aktuellen Album als auch aus dem 2010er Werk „Panzer Metal“ eine Menge Songs, was von den mit zunehmender Begeisterung headbangenden ersten Reihen mit viel Jubel und „Negator“-Schlachtrufen gefeiert wird. Nach einer Dreiviertelstunde tritt die Band dann unter viel Beifall ab und macht Platz für die Platzhirsche des Abends…

DER WEG EINER FREIHEIT, die mit dem vermutlich einprägsamsten Song ihres ebenfalls 2010 veröffentlichten Debüt-Albums starten, dem Highspeed-Kracher „Ewigkeit“. Schnell kann man feststellen, dass der Abgang von Sänger Tobias Jaschinsky der Band nicht über die Maßen geschadet hat, denn Nikita Kamprad, der nun einfach Gitarre und Gesang zugleich übernimmt, macht seine Sache mindestens genauso gut wie sein Vorgänger, obgleich man ihm manchmal fehlende Routine anzumerken scheint. Das tut dem hervorragenden Gesamteindruck des Quartetts jedoch keinen Abbruch, das gerade in den zweistimmigen Gitarrenparts („Der stille Fluss“) präzise wie ein Uhrwerk funktioniert. IMG_2683Die ruhigen, flächigen oder akustischen Parts im Blastbeat-dominierten DER-WEG-EINER-FREIHEIT-Sound sorgen für den nötigen Funken Abwechslung – die Tatsache, dass Nikita bis auf die Titel der einzelnen Tracks praktisch keine Ansagen macht, tut der Stimmung auch keinen Abbruch, sondern trägt vielmehr zur tollen Gesamt-Atmosphäre der Show bei. Der Sound ist derweil perfekt abgestimmt, sodass gerade Kenner der Band voll auf ihre Kosten kommen. Eine gute Stunde lang holzt man sich so durch die noch kurze Bandgeschichte, um nach einem kurzen Abgang noch den letzten Track des Debüt-Albums, „Ruhe“, als Zugabe zum Besten gibt.

Setlist Der Weg einer Freiheit:
01. Ewigkeit
02. Lichtmensch
03. Nachtsam
04. Der stille Fluss
05. Verhängnis
06. Zerfall
07. Neubeginn
08. Zeichen
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09. Ruhe

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