Seit über eineinhalb Dekaden treiben ARROGANZ ihr Unwesen im Untergrund des Death Metal. Nachdem ihr Zweitwerk „Kaos. Kult. Kreation.“ 2013 für einiges Aufsehen sorgte, blieb den Cottbusern mit ihren Folgealben der Vorstoß in die Spitze des Genres verwehrt. Nun liegt bereits Album Nummero sieben vor, dessen Namen auch eine Art mission statement sein dürfte – „Death Doom Punks“.
Der Titel strahlt eine unverschämt coole Lässigkeit aus, sodass sich amtlich Vorfreude auf die Scheibe einstellt. Leider verfliegt diese relativ schnell, denn bereits der Opener „Die For Nothing“ ist alles andere als lässig oder cool. Vielmehr kloppen ARROGANZ hier recht lose Songparts aneinander, die sich öfter in vertrackten Arrangements verlieren, als ein homogenes Ganzes zu bilden.
Durch das schlampig wirkende Songwriting (oder ist das der „Punk“-Part des Albumtitels?) zünden weder die Doom-Grooves noch die Death-Metal-Parts richtig. So atmet die Platte zwar einen sehr angenehmen Old-School-Charme, viel mehr als dieser bleibt aber auch nach mehreren Durchläufen nicht im Gedächtnis haften.
Dabei haben die Brandenburger durchaus Elemente im Repertoire, die zu gefallen wissen. So erinnert der Gesang nach wie vor stark an die Szenelegende ASPHYX, und wenn die Truppe einfach mal ein Riff satt grooven lässt, dann lässt sich das Mitnicken nicht unterdrücken. Leider bekommen ARROGANZ es zu selten auf die Kette, diese überzeugenden Elemente zu kohärenten Songs zu stricken, sodass „Death Doom Punks“ letztlich eine klare Identität fehlt.
Das siebte Album von ARROGANZ ist viel Stückwerk, mit tollen Momenten, aber wenig Erinnernswertem. Sicher, „Death Doom Punks“ ist keine Massenware, folgt keinem Schema F, doch hätte ein wenig mehr stringentes Songwriting ARROGANZ für ihr neues Werk gutgetan. So ist die Platte zu zahm für Punk, zu selten groovig für Doom und zu wenig zerstörerisch für Death (Metal). Schade.
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Wertung: 6 / 10



Moin Christoph!
Du unterschlägst die beiden Alben Morsus (2020) und Quintessenz (2024). Beim neuen Album handelt es sich um Longplayer Nummer 7.
Beste Grüße!
Da der Kollege grade verhindert ist, übernehme ich: Du hast natürlich recht, Wikipedia war wohl nicht so ganz aktuell ;) Der Text wurde entsprechend angepasst.