CD-Review: Bolt Thrower - The IVth Crusade

Besetzung

Karl Willetts - Gesang
Gavin Ward - Gitarre
Barry Thompson - Gitarre
Joe Bench - Bass
Andy Whale - Schlagzeug

Tracklist

01. The IVth Crusade
02. Icon
03. Embers
04. Where next to Conquer
05. As the World burns
06. This time it´s War
07. Ritual
08. Spearhead
09. Celestial Sanctuary
10. Dying Creed
11. Through the Ages


Unglaublich aber wahr: Vom Tempo, in dem BOLT THROWER in frühen Jahren ihre Alben veröffentlichten, kann sich so manche Band eine ordentliche Knifte abschneiden. Zumal man bei diesem Werk ganze 11 Songs und in der US-Version noch 2 Bonus-Tracks bekommt. Wundern sollte man sich allerdings nicht wirklich, konnte ja der Vorgänger „War Master“ den Briten den Weg zu einer großen Karriere ebnen.BOLT THROWER befinden sich hier im vierten Kreuzzug, also im Kreuzzug nach Richard Löwenherz gegen das Christentum als solches. Das besitzt allerdings keinerlei Relevanz, passt die Musik des britischen Panzers doch in jedes Schlachtengetümmel, egal zu welcher Zeit an welchem Ort.

Als Opener präsentiert man auch gleich den Titelsong des Albums „The IVth Crusade“, welcher im melodiösen Gewand daherkommt und mich irgendwie an epische Songs der heutzutage recht bekannten Nile erinnern. Kombiniert mit entsprechender Härte fährt man hier schweres obgleich auch langsames Geschütz auf. Ganz anders verhält es sich mit dem nachfolgenden Song „Icon“, der durch prasselndes Drumspiel und groovende Riffs in vollem Glanz erstrahlt, wie es sich für eine Ikone gehört. Ohne auch nur den Gedanken an eine Änderung zu verschwenden, setzten BOLT THROWER diesen Stil z.B. bei „Where next to Conquer“ konsequent fort. Kein Zweifel, wenn es darum geht, brachiale Musik gekonnt mit Melodien zu verknüpfen, gibt es nur wenige Bands, die BOLT THROWER das Wasser reichen können. Wer Songs wie „The Killchain“ kennt, wird sich auch bei „Spearhead“ zurecht finden. Beide Songs beginnen im nicht hörbaren Bereich, um sich langsam zu steigern. Auch wenn „Spearhead“ im weiteren Verlauf des Songs ein wenig abbaut, bzw. den angesprochenen Groove vermissen lässt, passt er immer noch gut ins Gesamtwerk „IVth Crusade“. Einen coolen Rausschmeisser bekommen alle, die nicht die US-Version besitzen, in Form von „Through the Ages“, bei dem Karl Willets zur Abwechselung ohne Growls auskommt.

So stellt sich abschließend die Frage, wo dieses Machwerk einzuordnen ist. Konnten BOLT THROWER an den Erfolg des War Masters anknüpfen und ist es ihnen wirklich gelungen, 11 starke Songs nur 1 Jahr nach eben diesem Album einzuspielen? Die Antwort fällt in diesem Fall leicht. BOLT THROWER konnten für mich nicht nur an den Erfolg anknüpfen, nein – sie haben sich, auch wenn es nur schwer möglich war, beim vierten Kreuzzug gesteigert. Alles klingt noch ein wenig eingängiger und verleitet den Hörer dazu, das Album wieder und immer wieder zu hören. Es mag schon sein, dass nicht alle 11 Songs auf höchstem Niveau anzusiedeln sind, aber wenn man bedenkt, wie viele Künstler Alben auf den Markt werfen bei denen 3 Hits und der Rest absoluter Schund sind, gibt es bei „The IVth Crusade“ keinen, wirklich keinen Grund zur Klage. Eine Kaufempfehlung für dieses Album ist nicht notwendig. Jeder sollte die BOLT THROWER Discografie sein eigen nennen.

Bewertung: 9.5 / 10

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