CD-Review: Cannibal Corpse - A Skeletal Domain

Besetzung

George "Corpsegrinder" Fisher – Gesang
Pat O'Brien – Gitarre
Rob Barrett – Gitarre
Alex Webster – Bass
Paul Mazurkiewicz – Schlagzeug

Tracklist

01. High Velocity Impact Spatter
02. Sadistic Embodiment
03. Kill Or Become
04. A Skeletal Domain
05. Headlong Into Carnage
06. The Murderer's Pact
07. Funeral Cremation
08. Icepick Lobotomy
09. Vector Of Cruelty
10. Bloodstained Cement
11. Asphyxiate To Resuscitate
12. Hollowed Bodies


Wenn man von Death Metal spricht, gibt es ein paar Gruppen, an denen man nicht vorbeikommt. Morbid Angel kommen einem in den Sinn, ebenso wie Obituary oder Suffocation. Als Allererstes jedoch gehen die Gedanken unweigerlich zu CANNIBAL CORPSE, denn kaum eine Band steht so synonym für Death Metal wie die Truppe aus Buffalo. Nun steht mit „A Skeletal Domain“ das 13. Studioalbum der Genre-Veteranen ins Haus.

Was direkt zu Anfang auffällt, ist der modernere Sound der Scheibe, für die Mark Lewis verantwortlich zeichnet, der bereits bei Bands wie The Black Dahlia Murder und Devildriver die Produktion besorgte. Allerdings klingt „A Skeletal Domain“ keineswegs glatt und sauber, sondern genauso bissig und brutal wie die von Erik Rutan produzierten Vorgängeralben. Eine weitere Neuerung ist der Umstand, dass diesmal Pat O’Brian den Hauptteil der Songs komponierte, was eine gewisse Frischzellenkur darstellt und dafür sorgt, dass CANNIBAL CORPSE auch anno 2014 noch zeitgemäß klingen.

Dabei haben die Herren erwartungsgemäß auf übermäßige musikalische Experimente verzichtet und liefern astreinen Death Metal im ureigenen Stil ab. Dazu zählen die irren Bassläufe von Alex Webster, die Hochgeschwindigkeitsgitarrenarbeit des Duos O’Brian/ Barrett sowie wilde Soli und präzises Schlagzeugspiel. Über allem thronen jedoch die brutalen Growls von Gerorge „Corpsegrinder“ Fisher.
Dieser setzt auf „A Skeletal Domain“ zudem immer wieder hohe Screams ein, wie etwa im Opener „High Velocity Impact Splatter“, was für angenehme Abwechslung und gesteigerte Dynamik sorgt. Das bereits vorab veröffentlichte „Sadistic Embodiment“ sowie „Kill Or Become“ sind typische CANNIBAL-CORPSE-High-Speed-Nackenbrecher mit livetauglichen Refrains, wohingegen der Titeltrack eher auf Midtempo-Grooves setzt. „The Murderer’s Impact“ begeistert mit einem total abgefahrenen Solo und „Headlong Into Carnage“ bringt es fertig, komplett ohne Blasts auszukommen und trotzdem ein absoluter Knüppel zu sein.

Unterm Strich kann man CANNIBAL CORPSE nur zu ihrem neuen Opus gratulieren, denn „A Skeletal Domain“ vereint alle Trademarks der Band, ohne dabei nach einer Wiederholung alter Songs oder Elemente zu klingen. Vielmehr gelingt es der Death-Metal-Legende erneut ein Album zu veröffentlichen, das zwar absolut old school, aber trotzdem zeitgemäß ist. Respekt.

Bewertung: 9 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: