CD-Review: Cannibal Corpse - Torture

Besetzung

George Fisher – Gesang
Pat O' Brien – Gitarre
Rob Barrett – Gitarre
Alex Webster - Bass
Paul Mazurkiewicz - Schlagzeug

Tracklist

01. Demented Aggression
02. Sarcophagic Frenzy
03. Scourge Of Iron
04. Encased In Concrete
05. As Deep As The Knife Will Go
06. Intestinal Crank
07. Followed Home Then Killed
08. The Strangulation Chair
09. Caged...Contorted
10. Crucifier Avenged
11. Rabid
12. Torn Through


„America’s reigning kings of brutality“, mit anderen Worten, CANNIBAL CORPSE, sind zurück. Drei Jahre nach dem letzten Album „Evisceration Plague“, das es mal wieder auf Liste B der von der BPjM indizierten Alben schaffte, meldet sich das Abrisskommando um Frontgrunzer George Fisher wieder zu Wort.

Dass man nach fast 25 Jahren nichts so schnell ändert, sollte auch klar sein: Wer Melodien oder variable Vocals sucht, wird hier standesgemäß enttäuscht, denn das gab es bei CANNIBAL CORPSE schließlich noch nie. Wie gehabt röchelt George Fisher seine Growls ins Mikro, ab und zu keift er auch mal ein wenig rum. Nichts Besonderes. Dafür gibts aber eine Menge gewaltiger Riff-Attacken, die nicht mal überaus primitiv sind: Der Opener „Demented Aggression“ glänzt beispielsweise mit coolen Gitarrenlicks, „Encased In Concrete“ legt derweil mit richtig fetzigen Soli los. Derweil mag Basser Alex Webster natürlich nicht auf eine Dicke-Eier-Einlage verzichten – dafür hat er sich den Song „The Strangulation Chair“ ausgesucht. Während er sich auf dem Rest des Albums eher zurückhält, liefert er dort ein Solo vom Allerfeinsten ab, das zu allem Überdruss auch noch gut in das Lied passt.
Anders als man es von CANNIBAL CORPSE gewohnt ist, werden auf „Torture“ eher in den Downtempo-Passagen die Highlights verpackt: Das liegt ganz einfach daran, dass Songs wie „Sarcophagic Frenzy“, „Scourge Of Iron“, „Crucifier Avenged“ und „Torn Through“ fette Groovemonster sind. Punkt, aus. Seien es bombige Palm-Mute-Riffs oder triolenlastiges Geballer: Da bleibt kein Auge trocken.

„Followed Home Then Killed“ setzt mit seinen düsteren Melodien und einigen Tempowechseln nochmal eine Duftmarke – ansonsten gilt das, was für CANNIBAL CORPSE schon immer galt: Wer mit der Band noch nie etwas anfangen konnte, wird auch mit „Torture“ nicht warm werden, wer CANNIBAL CORPSE nicht kennt, ignoriert sie wohl einfach und wer sie schon immer geil fand, kriegt auch bei „Torture“ sicher wieder feuchte Augen. Mir persönlich gefiel das letzte Dying Fetus-Release jedoch besser.

Bewertung: 7.5 / 10

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