CD-Review: Cavalera Conspiracy - Pandemonium

Besetzung

Max Cavalera – Gesang, Gitarre
Marc Rizzo – Gitarre
Nate Newton – Bass
Igor Cavalera – Schlagzeug, Percussions

Tracklist

01. Babylonian Pandemonium
02. Banzai Kamakazi
03. Scum
04. I, Barbarian
05. Carmunhao
06. Apex Predator
07. Insurrection
08. Not Losing The Edge
09. Father Of Hate
10. The Crucible
11. Deus Ex Machina
12. Porra


Ein Jahr ist es her, dass Max Cavalera mit „Savages“ das mittlerweile neunte Soulfly-Album in die Läden brachte. Ein Jahr nach „Enslaved“, zwei Jahre nach „Blunt Force Trauma“ und drei Jahre nach „Omen“ – das System dahinter ist schnell durchschaut. Zumal Soulfly sich über die Jahre immer weiter von ihrem Weltmusik-trifft-Metal-Konzept entfernt und dem harten Stil der CAVALERA CONSPIRACY angeglichen haben, besteht dabei durchaus die Gefahr einer Übersättigung.

Am Albumtitel des neuen Cavalera-Opus lässt bereits der Opener keinen Zweifel: „Pandemonium“ schallt einem gefühlte 100 Mal entgegen – ähnlich verhält es sich mit dem dazugehörigen Riff. Und doch klingt das, was Max diesmal auf CD gebannt hat, frischer und energiegeladener als noch der Vorgänger, „Blut Force Trauma“. Auf Groove oder Schnörkel verzichten CAVALERA CONSPIRACY dieses Mal zwar erneut, allerdings geht das Konzept dieses Mal auf: Hart und schnell sollte es werden, das neue Album. Vor allem hart. Und schnell.
Zumindest das ist dem brasilianischen Bruderpaar gelungen: Während die Riffs von Max wie gewohnt so simpel wie griffig daherkommen, prügelt Iggor erbarmungslos auf die Felle ein. Eine klare Ansage – es geht diesmal weniger um Groove denn um rohe Gewalt. So kann „Pandemonium“ mit einem merklichen Oldschool-Touch punkten, der sich auch im Sound des Albums bemerkbar macht.
Trotzdem kann das Album gerade in der zweiten Hälfte mit abwechslungsreicheren Songs punkten als noch der Vorgänger: Sei es „Not Losing The Edge“, „Father Of Hate“ oder der Ohrwurm „Deus Ex Machina“, der vor allem seiner so Cavalera-typischen wie eingängigen Gesangsphrasierung wegen im Ohr hängen bleibt – die individuelle Qualität der Songs liegt hier merklich höher als auf „Blunt Force Trauma“. Dass das finale „Porra“ nichts anderes als eine verkappte Fortsetzung der bei Soulfly etablierten Reihe von Instrumental-Outros darstellt, bekräftigt schlussendlich einmal mehr: Ob nun Soulfly oder CAVALERA CONSPIRACY – der Name auf dem Cover macht mittlerweile keinen Unterschied mehr – am Ende ist es immer ein echter Cavalera.

An das bärenstarke Debüt „Inflicted“ kann die CAVALERA CONSPIRACY auch mit ihrem dritten Album nicht mehr anknüpfen. Zumindest den Vorgänger „Blunt Force Trauma“ steckt „Pandemonium“ aber locker weg. Wer die letzten Alben des Brasilianers mag, kann auch diesmal beruhigt zugreifen – echte Überraschungen, das sollte jedem klar sein, hält „Pandemonium“ jedoch keine bereit.

Bewertung: 7.5 / 10

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