CD-Review: Ereb Altor - Blot - Ilt - Taut

Besetzung

Mats - Gesang, Gitarre, Keyboards
Ragnar - Gitarre, Gesang
Mikael - Bass, Gesang
Tord - Schlagzeug, Keyboards

Tracklist

01. A Fine Day To Die
02. Song To Hall Up High
03. Home Of Once Brave
04. The Return Of Darkness And Evil
05. Woman Of Dark Desires
06. Twilight Of The Gods
07. Blood Fire Death


Quorthon respektive Bathory zählen ohne Frage nicht nur zu den größten Einflüssen für den Bereich des epischen Pagan beziehungsweise Viking Metal sondern auch Künstler aus vielen anderen Bereichen geben Quorthon immer wieder als Inspiration an. Vielerorts werden die Songs des Schweden als Cover dargeboten und sogar ganze Bands, wie Twilight Of The Gods, sind als Tribut entstanden. Mit „Blot – Ilt – Taut“ schicken sich nun auch die Viking-/Pagan-Metaller EREB ALTOR an, um dem Großmeister zu huldigen.

Bereits auf den letzten beiden Alben „Nattramn“ und „Fire Meets Ice“ waren die Querverweise zu Bathory kaum zu überhören und so erscheint der Schritt, ein ganzes Album mit Stücken dieser ehrwürdigen Band zu veröffentlichen, nicht wirklich überraschend. Außerdem gelten EREB ALTOR für viele sowieso als die legitimen Erben dieses großen Vermächtnisses. Insgesamt gibt es auf „Blot – Ilt – Taut“ sieben Songs zu hören, wobei mit „The Return Of Darkness And Evil“ und „Woman Of Dark Desires“ vor allem zwei Stücke aus den frühen Jahren von Bathory überraschen. Beide Nummern vertragen die modernere und vor allem sattere Produktion hörbar gut. Während bei „The Return Of Darkness And Evil“ lediglich ein kleiner Hauch an Epik, in Form von dezenten Keyboards, hinzugefügt wurde, entfernen sich EREB ALTOR bei „Woman Of Dark Desires“ deutlich weiter vom Original. Das Tempo ist merklich gedrosselt worden, es werden verstärkt Keyboardteppiche eingeflochten und auch epische Chöre finden ihren Platz in dieser Version.
Die restlichen Stücke stammen allesamt von Alben, die man eher auf der Rechnung hatte, nämlich „Blood Fire Death”, „Hammerheart” und „Twilight of the Gods”. Genau hier beweisen EREB ALTOR auch, dass sie zurecht als die Erben Bathorys bezeichnet werden. Die vier Musiker gehen mit einer Akribie ans Werk, die ihresgleichen sucht. Die Art wie der Gesang intoniert wird und die einzelnen Textzeilen angesungen werden, lässt die Vermutung aufkommen, dass Quorthon selbst noch einmal ans Mikro getreten ist. Musikalisch hält man sich recht nah an den Originalstücken, jedoch lassen es sich EREB ALTOR nicht nehmen, die Epik nochmals zu steigern und einen letzten Feinschliff vorzunehmen.

Kurz zusammengefasst: EREB ALTOR zeigen auf „Blot – Ilt – Taut“ ganz genau, wie Bathory heute klingen würden.

Keine Wertung

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