CD-Review: Helloween - Keeper Of The Seven Keys – The Legacy World Tour 2005/2006 Live In Sao Paulo

Besetzung

Andi Deris – Gesang
Michael Weikath – Gitarre
Sascha Gerstner – Gitarre
Markus Grosskopf – Bass
Dani Löble – Schlagzeug

Tracklist

CD 1:
01. Intro
02. The King For A 1000 Years
03. Eagle Fly Free
04. Hell Was Made In Heaven
05. Keeper Of The Seven Keys
06. A Tale That Wasn't Right
07. Mr. Torture
08. If I Could Fly
09. Power

CD 2:
01. Future World
02. The Invisible Man
03. Mrs. God
04. I Want Out
05. Dr. Stein
06. Occasion Avenue
07. Halloween


Eine der größten deutschen Metal-Institutionen setzt sich anno 2007 selbst ein Denkmal und veröffentlicht ein Livealbum, welches die Meilensteine der zwei erfolgreichsten Jahre der Bandgeschichte umspannt. So oder ähnlich lässt sich das monumentale Werk mit dem unaussprechlich langen Namen „Keeper Of The Seven Keys – The Legacy World Tour 2005/2006 Live In Sau Paulo“ von HELLOWEEN beschreiben.

Nach dem ausgesprochen schweren Erbe der ersten beiden „Keeper“-Scheiben gelang 2005 der vielgefeierte dritte Streich, der das Erbe dieser Meilensteine antreten sollte. Dass die Songs der „Keeper III“ natürlich auf die Bühne mussten, war keine Frage. So gelingt es HELLOWEEN bei dem hier vorliegenden Konzert in Sao Paulo nicht nur einen tollen Spagat aus Bandklassikern wie „Eagle Fly Free“ oder „Future World“ und modernen Meisterwerken wie „Hell Was Made In Heaven“ oder „The Invisible Man“ zu finden, sondern auch alle drei Überlängetracks der Bandgeschichte auf einem Silberling zu vereinen. Dabei merkt man im direkten Vergleich, wie gut sich der monderne Ableger in die alten Scheiben einreiht.

Über die Professionalität und Spielfreude der Kürbisse muss eigentlich kein Wort verloren werden, auch die Publikumsinteraktion kommt nicht zu kurz, so stellt Deris bei „Future World“ mal eben die ganze Band vor und schäkert mit den Fans. Erfreulicherweise wird „Keeper Of The Seven Keys“ diesmal nicht wie auf den vorigen Konzerten auf die gleiche Weise angekündigt („Ein ganz kurzer Song…“), die vorhandenen Ansagen ersparen sich auch peinliches Weiki-Gequieke wie Wacken ’04.
Muss man noch etwas zum technischen Können der Jungs sagen? Im Grunde nicht, aber um es noch mal erwähnt zu haben: Die gesamte Band spielt durchweg makellos, wenngleich mit Charlie Bauerfeind natürlich wieder der deutsche Haus-und-Hof-Power Metal-Produzent an der Veredelung der Scheibe beteiligt war und somit etwaige Fehler gnadenlos eliminiert worden sind.

Das brasilianische Publikum zeigt sich wie erwartet enthusiastisch und nimmt Deris ein ums andere Mal die Wörter aus dem Mund, ja singt sogar Weiki die Gitarrenriffs weg. Ich kann meine Lobeshymnen auch abkürzen und füge nur noch hinzu, dass auch die beiden Bonustracks („Occasion Avenue“ in Tokio und „Halloween“ in Vicovice, CZ) von der Qualität her dem Rest in nichts nachstehen. Wenn man unbedingt etwas zu meckern sucht, dann vielleicht, dass durch die drei Überlängelieder einige andere schöne Songs verloren gegangen sind, aber um aller Fans Geschmack zu treffen, hätte HELLOWEEN fünf Konzerte spielen und sechs CDs füllen müssen. Bleibt also nur noch zu sagen, dass „Keeper Of The Seven Keys – The Legacy World Tour 2005/2006 Live In Sau Paulo“ eine wie erwartet großartige Bestandsaufnahme geworden ist und im Gegenteil zu der „High Live“ auch wie aus einem Guss wirkt. Für Fans natürlich Pflicht, ist die Scheibe aber auch für Einsteiger ein toller Überblick über die bisherigen Perlen der Band.

Keine Wertung

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