Review Iced Earth – Iced Earth

Anfang der 90er lernte eine große Karriere das Laufen. ICED EARTH nennen sich die fünf aus Flodria, ebenso wie ihr Debütalbum. Einige Songs wurden noch vom legendären „Enter The Realm“-Demo übernommen und neu eingespielt, ein paar Songs wurden auch komplett neu aufgenommen. Die große Schwachstelle dieser Platte ist meiner Meinung nach der Sänger. Schon schrecklich, wenn man sich Gene Adam’s erste Laute beim Titeltrack anhört: „What do i seeeeeeeeaaaaaaaaaaaaah on the ice plains. The desolate oneeeeeeaaaaaaaaaahhhh…….“ Zu Recht wurde er auch nach den Aufnahmen zum Album von Jon Shaffer gefeuert, da er auch nach seinem Ermessen schlicht zu schlecht war. Mike McGill ging übrigens freiwillig, da er mit seinem Ruhm anscheinend nicht klar kam. Wie auch immer, „Written On The Walls“ und „Colors“ gefallen besser als der Opener, die schon jetzt genialen und galoppierenden Riffs – die das Markenzeichen der Band sind – können den Hörer wirklich umhauen, so kraftvoll schallt es aus den Boxen. „Curse The Sky“ bringt den ersten überzeugenden Refrain mit sich, „Life And Death“ erfreut mit mystisch-melancholischen Klängen, bei denen sich beruhigt und geborgen fühlt, bis Jon Shaffer den Knüppel auspackt und seine Saiten kräftig schrubbt. Mit „Solitude“ und „The Funeral“ befinden sich zwei sehr gelungene Instrumentalstücke, wenn ersteres auch quasi nur akustisch ist und als Vorbereitung auf das bombastische „The Funeral“ dient. Den krönenden Abschluss bildet „When The Night Falls“, der stärkste Track des Langeisens. Wirklich ein klasse Riffbrett, wie auch schon in den Titeln davor, aber hier wird es noch mal deutlich welches enorme Potential in der Band steckt. Auch der Refrain kommt hier verdammt geil rüber und ist sogar ohrwurmtauglich.

Iced Earth in ihren Kinderschuhen – sie werden mit jedem weiterem Album wachsen und besser werden. Ein wirklich gelungener Auftakt einer großartigen Karriere, wobei hier auch noch „Iced Earth“ und „When The Night Falls“ zum heutigen Liveproramm der Band zählen.

Wertung: 7.5 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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