CD-Review: Immortal - Damned In Black

Besetzung

Abbath - Gesang, Gitarre
Iscariah - Bass
Horgh - Schlagzeug

Tracklist

01. Triumph
02. Wrath From Above
03. Against The Tide (In The Arctic World)
04. My Dimension
05. The Darkness That Embrace Me
06. In Our Mystic Visions Blest
07. Damned In Black


Mit dem ’99er Vorgänger „At The Heart Of Winter“ konnte man einen großen Erfolg landen und heimste Höchstnoten aus allen möglichen Magazinen ein – auch von solchen, die vorher mit IMMORTAL nichts zu tun hatten oder nichts zu tun haben wollten. Ein Großteil der Kritiker wagte nun gar nicht an eine weitere Steigerung zu denken, doch auch „Damned In Black“ ist ein wahres Kunstwerk der nordischen Schwarzmalerei. Dem Vorgänger steht man hier in nichts nach, doch gibt es eine leichte Änderung des Stils zu vermelden. Wurde auf „At The Heart Of Winter“ noch vorwiegend episch im Midtempo agiert, drücken Abbath und seine Gefolgschaft bei „Damned In Black“ das Gaspedal wieder voll durch und knüppeln damit heftige Risse in jeden noch so tiefgefrorenen Eisberg.

Das atmosphärisch-düstere Werk läutet schon der Opener „Triumph“ mit dem kurzen Intro ein, dem ein üblich kranker Schrei folgt, der von einem knallendem Riff unterlegt wird. Wie in diesem Song soll auch bei den restlichen Stationen ohne Kompromisse gewütet werden. Aufdringliche Keyboards oder akustische Gitarren darf man hier sowieso nicht erwarten. „Wrath From Above“ rast ebenso zu Beginn umher wie vom Teufel verfolgt und lässt die ersten Midtempo-Passagen des Albums hören, die selbst den nicht so schwingfreudigen Banger zum Mähnenschütteln animieren dürften. 18 Sekunden dauert das Intro von „Against The Tide (In The Arctic World)“, bis die mystische Atmosphäre schlagartig durch einen knackigen Riff abgelöst wird, der sich von Anfang an festgesetzt.

Der Titeltrack „Damned In Black“ stellt ein Highlight des Albums dar. Ein absolut killender Riff setzt nach dem langen Intro ein und mäht ohne die ständige Präsenz von stumpfen Blastbeat-Attacken alles nieder. Bei näherem Hinhören lassen sich sogar sehr ausgefeilte Drum-Passagen zwischen den krachenden Gitarren und dem typischen Abbath-Gekreische entdecken. Streckenweise wird’s sogar ungewohnt ruhig. Neben dem Titeltrack kann man „The Darkness That Embrace Me“ zu einem Höhepunkt deklarieren, der vergleichsweise abwechslungsreich ausgefallen ist und mit seinen sägenden Riffs nichts für kleine Kinder ist.

„Damned In Black“ ist mit einer wirklich vorzüglich Produktion ausgestattet, wie es bei Osmose Productions und den Abyss Studios inklusive Peter Tätgren üblich ist. Manche truen Black Metaller werden sich da dran sicherlich stören, aber die konnten dann auch schon mit „At The Heart Of Winter“ nichts anfangen. Viele Riffs sind sehr thrashig ausgefallen, auch sind hier und da Heavy-Metal-Einflüsse nicht ganz von der Hand zu weisen. Einen Totalausfall gibt’s bei den größtenteils überlangen Songs (37 Minuten auf 7 Tracks verteilt) nicht, wenn sich das auch nicht unbedingt auf dauerhafte Langzeitwirkung auswirken mag, denn manches Mal wirkt die oft recht häufige Wiederholung der Riffs nicht sonderlich prickelnd. Doch trotz alledem haben IMMORTAL mit „Damned In Black“ ein überzeugendes Stück Black Metal kreiert, dass durch und durch überzeugen kann.

Bewertung: 8 / 10

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