CD-Review: James LaBrie - I Will Not Break (EP)

Besetzung

James LaBrie – Gesang
Marco Sfogli – Gitarre
Ray Riendeau – Bass
Peter Wildoer – Schlagzeug, Gesang
Matt Guillory – Keyboards, Gesang

Tracklist

01. I Will Not Break
02. Unraveling
03. Why
04. Coming Home (Alternate Mix)
05. Jekyll Or Hyde (Demo)
06. Just Watch Me (Demo)
07. I Tried (Jason Miller Remix)
08. Over The Edge (Mutrix Remix)
09. Euphoric (NeonGenesis Remix)


(Modern Metal / Dubstep / Prog) Nur sechs Monate nach seinem letzten Soloalbum überrascht Dream-Theater-Sänger James LaBrie mit einer ausschließlich digital erhältlichen EP. Der Veröffentlichungstermin ist dabei ziemlich gut mit der Tour seiner Hauptband abgestimmt, die zwei Wochen später startet — bestimmt nur Zufall! Ein Blick auf die Tracklist von „I Will Not Break“ bestätigt aber leider schnell die Vermutung, dass diese EP nur ein paar zusätzliche Dollar einspielen soll — denn wirklich viel Neues enthält sie nicht:

Der erste Song „I Will Not Break“ stammt von LaBries letzter Platte „Impermanent Resonance“ und entspricht 1:1 der Version des Albums. „Unraveling“ und „Why“ waren als Digipak-Bonustracks ebenfalls auf „Impermanent Resonance“ enthalten. Auch der alternative Mix von „Coming Home“ sowie die Demoversionen von „Jekyll Or Hyde“ und „Just Watch Me“ sind eingefleischten LaBrie-Fans bestens bekannt: Sie finden sich als Bonusmaterial auf der Digipak-Ausgabe seiner 2010er Soloarbeit „Static Impulse“. Am interessantesten hieran ist, dass die Demos nicht von LaBrie selbst eingesungen wurden. Wer der Mann hinter dem Mikro ist, lässt sich leider nicht in Erfahrung bringen – mein Tipp ist Songwriting-Kollege und Keyboarder Matt Guillory.

Spannend wird es eigentlich erst im letzten Drittel der EP, das gänzliche neue Dubstep-/Electro-Remixe der Songs „I Tried“, „Over The Edge“ und „Euphoric“ bietet. LaBries Musik funktioniert in diesen Versionen erstaunlich gut. Der ohnehin schon moderne Sound seiner Produktionen wird mit den synthetischen Beats noch auf die Spitze getrieben. Das macht — entsprechende Begeisterung für solche Musik vorausgesetzt — durchaus Spaß. Immerhin beweist LaBrie damit mehr stilistische Offenheit und Kreativität als seine Hauptband.

Die Spielzeit von „I Will Not Break“ ist mit 38 Minuten recht ordentlich. Wer die Bonustracks und Demoversionen noch nicht kennt oder sich für die Remixe interessiert, kann ruhig in diese EP investieren. Alle anderen finden hier nichts, was einen Kauf rechtfertigt.

Keine Wertung

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