CD-Review: Korn - The Paradigm Shift

Besetzung

Jonathan Davis - Gesang
James 'Munky' Shaffer - Gitarre
Brian 'Head' Welsh - Gitarre
Reginald 'Fieldy' Arvizu - Bass
Ray Luzier - Schlagzeug

Tracklist

01. Prey For Me
02. Love And Meth
03. What We Do
04. Spike In My Veins
05. Mass Hysteria
06. Paranoid And Aroused
07. Never Never
08. Punishment Time
09. Lullaby For A Sadist
10. Victimized
11. It's All Wrong
12. Wish I Wasn't Born Today
13. Tell Me What You Want


Nach dem langen, kreativen Einbruch in ihrer Karriere veröffentlichten KORN 2011 mit „The Path Of Totality“ vielleicht kein Meisterwerk, zumindest jedoch ein Lebenszeichen: Mit der Öffnung in Richtung des Trend-Genres Dubstep feierten die Vorreiter des New Metal eine Art Comeback im Mainstream und bewiesen mit Songs wie „Narcissistic Cannibal“ (feat. Skrillex), dass sie das Schreiben von echten Hits nicht verlernt haben.

Nun liegt mit „The Paradigm Shift“ der Nachfolger vor und wieder hat sich – personell wie musikalisch – einiges geändert. Zunächst ist da die Rückkehr von Gitarrist Brian „Head“ Welch zu verzeichnen, dernach mehrjährigem Jesus-Trip nun seinen Weg zurück zum Metal gefunden zu haben scheint. Ein Indiz für eine Rückkehr zum alten Stil? Mitnichten. Der Dubstep ist zwar aus dem Sound von KORN so abrupt und spurlos verschwunden wie diese Musikrichtung nach so kurzem wie intensivem Hype ganz allgemein. Was jedoch im Fall von „The Paradigm Shift“ geblieben ist, hat mit den energiegeladenen und dynamischen KORN in ihrer Hochphase leider nur wenig gemein. Viel mehr klingen KORN ohne den zuletzt revitalisierend wirkenden Dubstep so ausgezehrt, ernüchtert und geschwächt wie ein Junky nach dem Exzess.

Zwar versucht der Opener „Pray For Me“ mit aggressivem Drumming, die Stimmung gleich zu Beginn zu pushen – der schlappe Refrain klingt jedoch eher nach Katerstimmung denn nach Kampfansage. Aus diesem Muster wissen KORN auch in den folgenden 40 Minuten nicht auszubrechen: Jedweder Versuch, Dynamik in die Songs zu bringen, wird durch flache Riffs oder glattgebügelte Refrains ausgebremst. Selbst auf dem simplen Ohrwurm-Level, auf dem die Hits von „The Path Of Totality“ bei aller Mainstream-Attitüde punkten konnten, funktionieren die neuen Nummern nicht wirklich – zu belanglos, zu austauschbar klingt das Material.

Die Bemühungen, sich wieder am Stil der goldenen Zeiten zu orientieren, ist auf „The Paradigm Shift“ durchaus heraushörbar – allein, über ein „Im Genre des New Metal bemühten sie sich redlich“ kommen KORN damit am Ende nicht hinaus: „The Paradigm Shift“ fehlt es an Biss, Witz und Esprit. Damit kann es das Album leider mit keinem seiner Vorgänger aufnehmen. Schade – vom Reunion-Album mit Brian „Head“ Welch war definitiv mehr zu erwarten.

Bewertung: 5.5 / 10

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2 Kommentare zu “Korn – The Paradigm Shift”

  1. Dready

    Dieses Review ist ein netter Versuch.
    Also mal ehrlich, der einzige Kritikpunkt meinserseits ist die kurze Spielzeit; gerne hätt ich mehr davon gehört. Das Album klingt wie eine Mischung aus Untouchables und The Path Of Totality, super produziert und macht einfach Laune. Ich kann dieses Review in keinster Weise nachvollziehen.

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