CD-Review: Kosmokrator - First Steps To Supremacy

Besetzung

J. – Gesang
M. – Gitarre, Gesang
C.M. – Gitarre
T. – Bass
E. – Schlagzeug

Tracklist

01. Initiate Decimation
02. Death Worship
03. Kosmokratoras III - Mother Whore
04. Myriad


Erst Ende letzten Jahres veröffentlichte Ván das ursprünglich 2014 auf Kassette erschienene Demo der Belgier KOSMOKRATOR auf CD und machte das erste Lebenszeichen der Band somit einem größeren Publikum zugänglich. Nun legt die Drone-Death-Band nach – jedoch nicht etwa mit einem Album, sondern vorerst nur mit einer EP: „First Steps To Supremacy“.

Ein fröhliches Ping wie von einem alten Fahrstuhl eröffnet, was sich bereits Sekunden später so düster anhört, als hätte ebenjener Fahrstuhl seine Türen eben im untersten aller Geschosse geöffnet: Räudig, jedoch nicht stumpf schlägt dem Hörer nach kurzem, mystischem Summen das erste Riff von „Initiate Decimation“ entgegen. Gerade der Gesang, zwischen tiefen Growls und eruptiven Schreien verortet, verleiht dem Mix aus schnittigen Riffs und dröhnenden Akkorden einen starken Ausdruck. Doch auch musikalisch werden KOSMOKRATOR nicht so schnell langweilig: Mal kraftvoll und treibend, mal schleppend ist die Gitarrenarbeit alles andere als Einheitsbrei. Zumal KOSMOKRATOR sich gut darauf verstehen, das Material durch kleine Spielereien vielschichtiger zu gestalten: Ein Choral im Hintergrund („Ksmkrtrs III – Mother Whore“) mag vielleicht nicht das musikalische Äquivalent zur Erfindung des Rads sein – zumindest als Ei des Kolumbus funktioniert eine so simple wie bewährte Lösung zum Kreieren von Atmosphäre jedoch allemal. Erst „Myriad“, der letzte und längste Song der EP, wird mit seinen stolzen 13:27 Spielzeit und entschieden zu wenig Riffs dann doch etwas langatmig.

Im Lichte dieses letzten Songs ist es vielleicht ganz gut, dass KOSMOKRATOR sich gegen ein Album entschieden haben – auf mehr als 30 Minuten zeigen sich im extremen Soundgerüst der Truppe dann doch erste Ermüdungserscheinungen. Bis dahin jedoch können die fünf Belgier mit düsterem Drone-Death überzeugen, der merklich mit Liebe zum Detail arrangiert wurde.

Keine Wertung

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