CD-Review: Monster Magnet - Milking The Stars: A Re-Imagining Of Last Patrol

Besetzung

Dave Wyndorf – Gesang
Garrett Sweeny – Gitarre
Phil Caivano – Gitarre
Chris Kosnik – Bass
Bob Pantella – Schlagzeug

Tracklist

01. Let the Circus Burn
02. Mindless Ones ’68
03. No Paradise For Me
04. End of Time (B-3)
05. Milking the Stars
06. Hellelujah (Fuzz And Swamp)
07. I Live Behind The Clouds (Roughed Up And Slightly Spaced)
08. Goliath Returns
09. Stay Tuned (Even Sadder)
10. The Duke (Full On Drums ‘N Wah)
11. Last Patrol (Live)
12. Three Kingfishers (Live)


2013 veröffentlichten die Psychedelic/Stoner-Pioniere MONSTER MAGNET mit „Last Patrol“ ihr stärkstes Album seit „God Says No“. Knapp ein Jahr später wagt die Band nun einen eher ungewöhnlichen Schritt: Mit „Milking The Stars: A Re-Imagining Of Last Patrol“ erscheint eine Neuinterpretation von „Last Patrol“. Jawohl, richtig gelesen – „Neuinterpretation“. Völlig neues Material sollte man von „Milking The Stars“ also nicht erwarten. Stattdessen hat sich Dave Wyndorf hingesetzt und, so sagt er zumindest, alternative Versionen geschrieben, die musikalisch in der Zeit um das Jahr 1968 klingen sollen.

So präsentiert „Milking The Stars“ eine veränderte Fassung von „Mindless Ones“, die eben nicht mehr wuchtig nach vorne geht, sondern mit einem retro anmutend reduzierten Sound überrascht. Weiterhin gibt es mit „No Paradise For Me“ eine deutlich verlangsamte Fassung von „Paradise“, während sich die Änderungen bei „End Of Time“ vs. „End Of Time (B-3)“ eher im Detail verstecken. Auch bei „I Live Behind The Clouds“ sollte man das Original schon besser kennen, um an der „Roughed Up And Slightly Spaced“-Version seine Freude zu haben. „The Duke“ ist in der neuen Form „Full On Drums’N Wah“ schließlich nur noch um, genau, mehr Drums und Wah-Effekte angereichert. Und ob „Stay Tuned“ in der neuen Variante wirklich „Even Sadder“ geraten ist, würde ich gerne einmal in einer Doppelblindstudie untersucht wissen. Gemein ist allen Neueinspielungen jedenfalls, dass sie in der Produktion ganz bewusst sparsamer geraten sind. Ob man das nun schätzt oder vielleicht doch eher für überflüssig hält, hängt sicher am individuellen Musikgeschmack.

Es gibt aber auch ein wenig neues Material auf „Milking The Stars“: Mit „Let The Circus Burn“ steht ein gelungenes, siebenminütiges Instrumental am Anfang der Scheibe, das schön in die kommenden Klangwelten einleitet. Später auf der CD folgt mit „Goliath Returns“ ein weiteres Instrumental, das sich sehen lassen kann. Zusätzlich gibt es noch zwei Live-Versionen von „Three Kingfishers“ und „Last Patrol“ als Bonus dazu, die 2014 in Belgien aufgezeichnet wurden.

Wer jetzt skeptisch eine Augenbraue hochzieht, hat nicht ganz unrecht. Man muss einfach fragen: Für wen ist „Milking The Stars“ gedacht? Ich würde nach intensivem Hören immer noch das Original der Neuinterpretation vorziehen und kann kein so wertiges Bonusmaterial erkennen, dass sich alleine dafür der Kauf lohnen würde. „Milking The Stars“ bleibt damit ein interessantes Gedankenspiel und vielleicht so etwas wie ein Lehrstück darüber, wie man ein Alben gezielt auf retro trimmen kann. Mehr ist es aber leider nicht.

Keine Wertung

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1 Kommentar zu “Monster Magnet – Milking The Stars: A Re-Imagining Of Last Patrol”

  1. Hallelujah

    Also ich finde Milking the stars besser als last patrol. Ich fand last patrol, mastermind sowie 4 way diabolo eher enttäuschend. Milking the stars hat mich nach dem ersten hören richtig gehyped und ich freu mich nur noch das meine Liebligsband endlich wieder ein Klasse Album rausgebracht hat.

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