Monster Magnet

  • München, Backstage Werk
  • 19. Juni 2014

Seit 25 Jahren sind MONSTER MAGNET eine feste Größe im Rock-Bereich – und mit ihrem aktuellen Album „Last Patrol“ bewies die Truppe aus New Jersy erst unlängst wieder, dass sie es immer noch drauf haben. Nach ihrer erfolgreichen Tour im Februar legen die Rocker nun eine Mini-Tour nach und statten dabei ihren Fans in Erfurt und München einen Besuch ab.

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Statt wie angekündigt um 20:30 gehen die Lichter im Werk des Münchner Backstage zwar erst eine gute Stunde später aus, dafür fallen MONSTER MAGNET dann aber ohne Vorband direkt mit der Tür ins Haus.

monster magnet - last patrolDie nächste Überraschung folgt auf den Fuß: Während die Rocker im Frühjahr noch voll auf ihr aktuelles Werk gesetzt hatten, legen sie heute stattdessen mit „Superjudge“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1993 los. Auch mit den darauf folgenden Nummern, „Medicine“, „Nod Scene“ und „Dopes To Infinity“, bleiben MONSTER MAGNET dieser Linie treu und beglücken so vor allem die dem Durchschnittsalter des Publikums nach zu urteilen zahlreich erschienenen Fans der ersten Stunde.

Fronter Dave Wyndorf, seines Zeichens einziges verbliebenes Gründungsmitglied, präsentiert sich allen Drogeneskapaden der monster-magnetvergangenen zweieinhalb Dekaden zum Trotz in Bestform: Nicht nur gesanglich weiß der Exzentriker zu überzeugen, auch seine Bühnenpräsenz ist beeindruckend. Dass er die psychedelischen Soundeffekte selbst an einem Effekteboard erzeugt und diese nicht einfach über das heutzutage fast schon obligatorische Macbook eingespielt werden, ist nur eines von vielen Details, die die Show so überzeugend wirken lassen.

Weniger überzeugend ist hingegen die Lichtshow, für die heute ein eigens mitgereister Licht-Techniker verantwortlich zeichnet: Während auf der Videoleinwand eine monotone Visualisierung im Stile einer 70er-Jahre-Tapete ihre Kreise dreht, taucht dieser die Bühne fast durchgehend in schummrig rotes Licht. Mag das vom Konzept her auch noch so gut zur Musik von MONSTER MAGNET passen – im Zusammenspiel mit dem tropischen Hallenklima und den psychedelischen, bisweilen leider etwas dumpfen Klängen lässt es (zumindest abseits der heiß umkämpften Hallenmitte) leider eine gewisse Lethargie einkehren.

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Dass „Last Patrol“ am Ende im Gegensatz zur fast ausschließlich daraus bestehenden Setlist im Frühjahr am Ende unterrepräsentiert bleibt, ist etwas überraschend und für die mit dem Album dazugewonnenen Fans etwas schade – ansonsten bietet der Auftritt wenig Raum für Kritik: Knapp 90 Minuten Show für gut 30€ sind zwar nicht ganz preiswert, Fans der Band dürfte das jedoch egal sein: Ihre Erwartungen sollte der Abend vollends erfüllt haben.

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