CD-Review: Overkill - Immortalis

Besetzung

Bobby „Blitz“ Ellsworth – Gesang
Dave Linsk – Gitarre
Derek „Skull“ Tailer – Gitarre
Carlos „D.D.“ Verni – Bass
Ron Lipnicki – Drums

Tracklist

01. Devils In The Mist
02. What It Takes
03. Skull And Bones
04. Shadow Of A Doubt
05. Hellish Pride
06. Walk Through Fire
07. Head On
08. Chalie Get Your Gun
09. Hell Is
10. Overkill V… The Brand


Das Cover von "Immortalis" von Overkill

Die Thrash Metaller OVERKILL, ansässig in New Jersey, blicken inzwischen auf eine 27jährige Karriere zurück. Doch dabei wandeln die fünf Musiker keineswegs auf ausgetretenen Pfaden sondern gehen mit der Zeit und sind sich auch nicht zu fein, moderne Einflüsse zuzulassen, wie das neue Album „Immortalis“ unter Beweis stellt.

Als erstes muss gesagt werden, dass „Immortalis“ eine nahezu perfekt produzierte Platte ist. Der Gitarrensound ist grandios und das Schlagzeug donnert so massiv aus den Boxen, dass man das Gefühl bekommt, direkt neben Lipnickis Schiessbude zu sitzen. Dabei wirk die Abmischung keineswegs zu aufgeblasen sondern lediglich extrem direkt, fast wie ein Livekonzert mit glasklarem Sound, was das Hörerlebnis zum Hochgenuss macht. Thrasht der Opener „Devils In The Mist“ noch eher traditionell mit knallharten Uptempo-Riffs, wird gleich im zweiten Song, „What It Takes“ eine deutlich modernere Richtung eingeschlagen.

Hier geben wahnsinnig groovende Mid-Tempo-Riffs die Richtung vor, was sofort zum Headbangen animiert. Diese ersten beiden Tracks von insgesamt 10 sind schon mal ein echt guter Einstieg. Der dritte Track, „Skull And Bones“ zeigt schließlich, was „Immortalis“ so gut macht: Hier grooven die Jungs aus New Jersey so modern, dass auch der Gastauftritt von Lamb-Of-God-Sänger Randall Blythe nicht fehl am Platz wirkt. Im Klartext heißt das, dass es OVERKILL auf ihrem neuen Album eindrucksvoll gelingt, Heavy Metal und Thrash-Riffs der alten Schule mit moderner Härte zu verbinden, ohne dabei ihre Wurzeln zu verleugnen.

Das sieht oder viel mehr hört man so gelungen andernorts nur selten. Highlight des Albums ist jedoch in jedem Fall Song Nummer sechs, „Walk Through Fire“, der zwar eher nach „old school“ klingt, das aber mit ziemlich coolem Riff und tollem Gesang von Mr. „Blitz“. Als einziger Kritikpunkt sind auf „Immortalis“ die gelegentlich zu findenden Füller anzuführen. Songs wie das konfuse „Hell Is“ oder „Chalie Get Your Gun“ sind nicht wirklich schlecht, wirken aber im Vergleich mit dem übrigen Songmaterial unausgegoren. Auch der Rausschmeißer „Overkill V…The Brand“ ist hier zu nennen.

Zwar ist auf „Immortalis“ nicht mehr viel Thrash Metal zu finden sondern moderner Heavy Metal, das macht aber absolut überhaupt nichts, denn die Killer-Riffs und die fast nicht zu übertreffende Produktion machen aus der neuen OVERKILL einen absoluten Kauftipp. Das können auch die drei Füller nicht ändern. Punkt. Anspieltipps: Die ganze Platte, aber insbesondere „Devils In The Mist“, „What It Takes“, „Skull And Bones“ und „Walk Through Fire“.

Bewertung: 8.5 / 10

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