CD-Review: Phantom Winter - Cvlt

Besetzung

Christian Krank – Gesang
Andreas Schmittfull – Gitarre, Gesang
David - Gitarre
Martin Achter – Bass
Christof Rath – Schlagzeug

Tracklist

01. Corpses Collide
02. Finsterwald
03. Svffer
04. Avalanche Cities
05. Wintercvlt


So unerwartet wie für Fans enttäuschend verkündeten die Würzburger Omega Massif im Mai 2014 ihre Auflösung – unmittelbar gefolgt von der guten Nachricht, dass zumindest Gitarrist Andreas Schmittfull und Schlagzeuger Christof Rath unter neuem Namen weitermachen würden. PHANTOM WINTER heißt das Projekt, dessen Debüt nicht lange auf sich warten ließ: Nicht einmal ein Jahr später dürfen sich die Fans bereits über „Cvlt“ freuen.

Mit ihrem Debüt gelingt PHANTOM WINTER jedoch mehr als bloß eine Reminiszenz an Omega Massif: Zwar geben diese durchaus eine geeignete Vergleichsband ab, wenn es um die gewaltigen, kraftvollen Riffs geht. Doch PHANTOM WINTER wissen diese Elemente durch zwei markante Neuerungen geschickt zu erweitern und gekonnt zu verfremden: Ganz im Gegensatz zu Omega Massif gehen PHANTOM WINTER nämlich nicht mehr instrumental zu Werke. Mit Christian Krank hat man einen talentierten Sänger für tiefe Growls gefunden, zudem sorgt Gitarrist und Songwriter Andreas Schmittfull mit seinen Screams für Abwechslung im Gesang. Doch Stimme ist auf „Cvlt“ auch anderweitig als Element genutzt: Durch verschiedene Samples, die in die Songs eingebunden sind, bereichern PHANTOM WINTER ihre Musik um eine weitere Ebene. Wie so oft sind die Samples allerdings auch hier Geschmackssache – wirklich notwendig für die Atmosphäre des Albums wären diese allerdings nicht gewesen. Diesbezüglich stellen eher das Piano am Ende von „Corpses Collide“ oder die düsteren Cleangitarren wie im Albumhit „Avatanche Cities“ oder im titelgebenden und ironisch-kritisch zu verstehenden Kult-Kritik-Song „Wintercvlt“ einen gelungenen Kniff dar.

Nach rund 40 Minuten lässt sich eines festhalten: So schade es ist, dass es Omega Massif nicht mehr gibt – in PHANTOM WINTER hat die Band definitiv einen würdigen Nachfolger gefunden. Zwar ist die musikalische Ausrichtung nicht zuletzt durch den Gesang klar verschieden, Fans von Alben wie „Karpatia“ sollten sich jedoch auch in den Kosmos von PHANTOM WINTER problemlos einfinden können.

Bewertung: 8.5 / 10

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