CD-Review: Queen - A Night At The Odeon - Hammersmith 1975

  • Veröffentlichung: 2015
  • Label: Universal
  • Spielart: Rock
Besetzung

Freddie Mercury – Gesang, Piano
Brian May – Gitarre
John Deacon – Bass
Roger Taylor – Schlagzeug

Tracklist

CD & DVD:
01. Now I'm Here
02. Ogre Battle
03. White Queen (As It Began)
04. Bohemian Rhapsody
05. Killer Queen
06. The March Of The Black Queen
07. Bohemian Rhapsody (Reprise)
08. Bring Back That Leroy Brown
09. Brighton Rock
10. Guitar Solo
11. Son And Daughter
12. Keep Yourself Alive
13. Liar
14. In The Lap Of The Gods... Revisited
15. Big Spender
16. Jailhouse Rock Medley
17. Seven Seas Of Rhye (nur CD)
18. See What A Fool I've Been (nur CD)
19. God Save The Queen

DVD:
Live In Japan 1975
01. Now I’m Here
02. Killer Queen
03. In The Lap Of The Gods… Revisited
Looking Back At Odeon (Documentary)


24. Dezember 1975: Es ist Weihnachten, Lemmy feiert seinen 30. Geburtstag und QUEEN spielen im Hammersmith Odeon in London eine Show, die live in der BBC übertragen wird – sowohl im Fernsehen als auch im Radio. Dies unterstreicht die herausragende Bedeutung der Band ebenso wie der Umstand, dass nun, 70 Jahre nach diesem Konzert, dieses unter dem Titel „A Night At The Odeon – Hammersmith 1975” auf Bild- und Tonträgern veröffentlicht wird, da die enthaltene Musik nichts von ihrer Bedeutung und Genialität eingebüßt hat.

Der Abend bildete den Abschluss der Tour zum „A Night At The Opera“-Album, dessen Vorabsingle „Bohemian Rhapsoy“ nach wie vor einer der bekanntesten QUEEN-Songs ist. Mit diesem Song, der sich vier Wochen an der Spitze der englischen Charts halten konnte, und diesem Album wurde aus den hochgelobten Newcomern jene Megastars, als die Man sie heute kennt. Zudem konnte man 1975 auch die USA und Japan erobern, ein Grund mehr das Jahr mit einem Paukenschlag zu beenden. Zu diesem Zwecke fuhren QUEEN für ihr Jahresabschlusskonzert eine Lichtshow auf, für die weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Zudem ließ sich Freddie Mercury extra für diesen Abend zwei nagelneue Catsuits schneidern.
Was dem Hörer als erstes an „A Night At The Odeon – Hammersmith 1975” auffällt ist der phänomenale Sound, der der Scheibe verpasst wurde. Brian Mays Gitarre kommt derart druckvoll aus den Boxen, dass es eine helle Freude ist, John Deacons Bass pulsiert und Roger Taylors Drums akzentuieren die Songs, über denen Mercurys Stimme thront. Die Bildqualität entspricht der damaligen Aufnahmetechnik, wie man sie auch von anderen Mitschnitten aus dieser Zeit kennt, was dem Ganzen aber trotz des sehr modernen Soundgewandes Authentizität verleiht.
Die Setlist enthält die größten Hits dieser Bandphase und hat nach wie vor das Potential Fans der Band (ebenso wie Fans von Rockmusik im Allgemeinen) zu begeistern. „Now I’m Here“ eröffnet den Reigen, ehe mit dem hochdramatischen „White Queen (As It Began)“, „Bohemian Rhaposody“ und „Killer Queen“ drei Übersongs ohne Unterbrechung geboten werden, was für einen Medley-Charakter sorgt und zugleich den Hörer gefangen nimmt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Songs, die einfach und schnörkellos rocken, wie „Brighton Rock“, das mit seinem satten Riffing all jene anspricht, denen QUEEN bisweilen zu soft sind.
Wem die grandiose Show noch nicht reicht, der erhält auf der DVD zusätzlich drei Songs, die im May 1975 in Tokyo mitgeschnitten wurden und die sehr unterhaltsame Mini-Doku „Looking Back At The Odeon“, die den interessierten Zuschauer mit Hintergrundinfos rund um die Show versorgt.

„A Night At The Odeon – Hammersmith 1975” ist ein tolles Livealbum, dass QUEEN in Hochform zeigt und klar macht, warum diese Band nach wie vor zu den größten der Rockgeschichte gehört. Wer einen QUEEN-Fan kennt, sollte in Betracht ziehen, ihm diese Veröffentlichung unter den Weihnachtsbaum zu legen. Und da man somit zugleich das Geschenk zeitig besorgen kann, bleibt am heiligen Abend mehr Zeit auch mal an Lemmy zu denken, denn der wird 70 und steht immer noch auf der Bühne.

Bewertung: 8.5 / 10

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