CD-Review: Torment Of Souls - Beneath A Dark Mind

  • Veröffentlichung: 2007
  • Label: Eigenproduktion
Besetzung

Jochen Hamper – Gesang
Markus Reger – Gitarre
Thomas Hotz – Gitarre
Georg Sander – Gitarre
David Lochen – Bass
Joachim Hotz – Schlagzeug

Tracklist

01. Mutterliebe
02. Fist Forming Teeth
03. Tod in der Sonne
04. Meine Gier dein Tod
05. Beneath A Dark Mind
06. Satan Calls
07. The Urge
08. Redemption Of Pathetic Souls
09. Ein bisschen Kunst


TORMENT OF SOULS aus der schönen Eifel dürften für einige Leser bei weitem keine Unbekannten mehr sein. So wuselt diese Band bereits seit über einer Dekade im lokalen Underground rum und hat auch schon mit Größen wie Tankard die Bühne geteilt. Angesichts dieser Tatsachen verwundert es kaum, dass mir mit „Beneath A Dark Mind“ bereits der dritte Longplayer vorliegt, selbstverständlich wieder mal in Eigenregie aufgenommen und veröffentlicht. Alle weiteren Informationen zu TORMENT OF SOULS kann man im Interview nachlesen, konzentrieren wir uns also auf das Album.

„Beneath A Dark Mind“ ist ein nicht sonderlich brutales, dafür aber umso abwechslungsreicheres Death Metal-Album, welches fast alle Facetten bietet die das Genre ausmacht. Seien es thrashige Riffs, melodisches Todesmetalgeshredder oder einfach nur geniale Metalriffs die keinerlei Genreklassifierung benötigen. Ein kurzer Blick auf das Line-Up verrät, dass hier drei Gitarristen am Werk sind und man stellt sich zwangsläufig die Frage ob das bei einer Death Metalband überhaupt von Nutzen ist. Doch das ist es definitiv. Im Gitarrenbereich passiert mächtig viel, was definitiv keine Selbstverständlichkeit ist, zumindest nicht in dem Genre. Das Schlagzeug dürfte für meinen Geschmack zwar etwas mehr holzen, doch das Drumming ist ansonsten tight und sehr songdienlich. Sänger Jochen Hamper growlt und kreischt sich die Seele aus dem Leib, abwechselnd in deutsch und in englisch und an seiner Performance gibt überhaupt nichts zu meckern. Wer ihn bereits gesehen hat weiß das er auch live enorme Bühnenpräsenz hat.

Der Sound ist für eine Eigenproduktion sehr gut, aber natürlich weit entfernt vom Sound einer Andy Sneap-Produktion. Trotzdem, das Klangbild ist sehr differenziert und vor allem die 3 Gitarren hört man sehr gut heraus. Etwas mehr Bass hätte aber sicherlich nicht geschadet, so ist der Gesamtsound recht höhenlastig. Nichtsdestotrotz kann man die Musik vollends genießen ohne irgendwelche Abstriche zu machen. Erscheint das Material nach dem ersten und zweiten Hören noch etwas zusammengewürfelt und wirr, so ändert sich nach mehrmaligem Hören dieser Eindruck. Es handelt sich einfach nur um ein Album mit recht komplexem Soundmaterial und „Beneath A Dark Mind“ wird zum einem homogenen Ganzen. Vergleiche zu anderen Bands fallen mir keine ein, ein Zeichen dass TORMENT OF SOULS etwas recht Eigenständiges produziert haben. Der so genannte Hit des Albums dürfte wohl „Tod in der Sonne“ sein, so kam man hier auf die geniale Idee ein Banjo in das Stück einzubauen, was super funktioniert und einfach nur verdammt cool klingt.

Noch einige Worte zum Artwork. Das Cover kommt sehr subtil daher und zeigt keine Splatterorgien, was angesichts der Musik von TORMENT OF SOULS eh unpassend gewesen wäre. Stattdessen setzt man auf ein edles Coverdesign im Digipak-Format, detailreich und doch schlicht inklusive blutverschmierter Poserfotos der Bandmitglieder. Schlussfolgernd kann man zu „Beneath A Dark Mind“ nur gratulieren, denn das Gesamtpackage überzeugt in allen Belangen. Scheiß die Wand an, ist das ein gutes Album!

Bewertung: 8 / 10

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