Spiel nicht mit den Schmuddelkindern … auf dem Steelfest

SODOM spielen 2022 in Finnland. Schön für die (wie alle Bands) pandemiegebeutelten Thrasher, schön für die Finnen. Win-win quasi, sollte man meinen. Die Sache hat allerdings einen Haken – oder sollte man besser sagen: vier? Das „Steelfest“, für das SODOM seit einigen Tagen fleißig Werbung machen und ein Oldschool-Set vorbereiten wollen, wirbt mit einem kruden Mix aus ehrenwerten Metal-Bands und offen rassistischen, antisemitischen und homophoben Truppen, die jenseits jeder „Grauzone“ im National Socialist Black Metal (NSBM) verhaftet sind.

Schlimm genug, dass es diese Szene nach wie vor gibt – das ließe sich aber über das Corona-Virus genauso sagen. Wie das Virus wird auch NSBM nicht einfach verschwinden. Anders als die Menschheit bei der Pandemie unternimmt die Metal-Szene jedoch nichts, um „ihre“ Seuche in den Griff zu bekommen. Das zeigt das Beispiel „Steelfest“ eindrucksvoll.

In einem Topf voll brauner Brühe

Nun sollte keiner Band per se vorgeworfen werden, dem Event einen Auftritt zugesagt zu haben – oft verhandeln nicht die Musiker, sondern Booker solche Shows, oft stehen die anderen Bands im Billing zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fest. Wer jedoch seinen Bandnamen auf einem Plakat mit Graveland, Infernal War, Horna, Satanic Warmaster oder den ebenfalls umstrittenen Inquisition und Deströyer666 wiederfindet, sollte sich kurz die Augen reiben, und dann schnell – sehr schnell – handeln. Oder er darf sich nicht wundern, künftig mit diesen Bands in einen Topf geworfen zu werden, in dem eine ziemlich braune Brühe vor sich hin gärt.

Wie offen die rechte Flanke der Metal-Szene tatsächlich ist, zeigt sich an Fällen wie dem aktuellen erschreckend deutlich – und mehr noch an den Reaktionen im Netz. Denn neben dem Shitstorm aus der linken Mitte findet sich dort eine beachtliche Menge an hassdurchsetztem Zuspruch. In oft aggressiven Tönen wird gegen das verhasste Klischee der linksgrünversifften Gendersoja-PC-Snowflakes gegeifert, die im Metal nichts zu suchen haben, weil es sei schließlich: Metal!!! Nur für harte Kerle also, denen Politik entweder wumpe ist oder die so ein bisschen Rassismus eigentlich gar nicht so verkehrt finden. Falsch gedacht, Brüder – ihr seid hier falsch.

steelfest 2022Dass es aber überhaupt so weit gekommen ist, dass Rassisten und Antisemiten von selbsterklärt unpolitischen Metal-Fans verteidigt werden, sollte allen Protagonisten zu denken geben. Und das in einer ehedem vielleicht unpolitischen, dabei aber stets offenen und auf Gemeinschaftssinn und Freundschaft basierenden Community wie der Metal-Szene. Doch so mancher Band scheint es heute oder zumindest in der aktuellen Situation egal zu sein, aus welcher Ecke der Applaus kommt. Wer da mit dem Bandshirt rumläuft, solange er nur eines kauft. Wem man durch seinen Auftritt Einnahmen bereitet. Denn das eigentliche Problem an Events wie dem „Steelfest“ sind nicht die einzelnen Bands im Billing. Das Problem ist das Gesamtkonstrukt: Eine Veranstaltung, die NSBM bucht, ist offensichtlich von und für Nazis oder hat Rassismus und Homophobie gegenüber zumindest keine Vorbehalte. Wer dort spielt, akzeptiert das – und macht sich so mit diesen Leuten gemein.

Ironischerweise sind hinterher Unverständnis und Gejammer immer groß, wenn linke Gruppen oder Clubs darauf drängen, bestimmte Bands nicht zu buchen oder gar zu „canceln“ – oder die US-Tour abgesagt wird. Gerade weil Verallgemeinerungen und (unberechtigte) Vorwürfe von Szenefremden so ärgerlich sind, sollte jede Band schon aus reinem Eigeninteresse besonderes Augenmerk darauf legen, nicht mit Nazis und Rassisten aufzutreten. Mögen Flyer, auf denen die eigene Band neben unbestreitbar rechten Truppen steht, auch kein Beweis für irgendwas sein, sind sie am Ende eben Munition für jene ach so „willkürliche Kampagnen“. Frei Haus geliefert.

Mit schlechtem Beispiel voran

SODOM, um bei dieser Band zu bleiben, haben sich beispielhaft schlecht verhalten: Auf einen massiven Shitstorm in den sozialen Medien reagierte die Band erst gar nicht, dann mit einem befremdlichen „Nach dem ganzen Wirbel hier etwas zur Beruhigung: ein SODOM-Kalender“-Posting und schließlich mit einem Statement, das vor Plattitüden überquillt: Statt ein echtes Zeichen gegen Rassismus zu setzen, spricht (mutmaßlich) Tom Angelripper davon, dass sie sich von Politik in der Musik distanzieren (egal „ob rechts oder links“) – dass man es nicht „jedem recht machen“ könne und sich vor allem nicht sagen lasse, „was man zu tun oder zu lassen“ habe. Davon abgesehen stehe SODOM aber „für Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie.“ Nur eben nicht immer, beziehungsweise nicht, wenn es drauf ankommt, oder der Standpunkt eventuell auch mal unbequeme Folgen haben könnte, wie es scheint. Wobei es schwer zu glauben ist, dass sich in ganz Finnland kein anderer Veranstalter finden würde, der SODOM ins Land der tausend Seen holt …

Doch so schlecht das Statement auch ist: Immerhin haben sich SODOM zu Wort gemeldet. Andere der bestätigten Bands haben den Flyer zwar nicht geteilt (und sich einen Shitstorm somit erspart) – aber auch nicht reagiert. Abgesagt haben bislang nur Melechesh – und das aus wenig heroischen Gründen: Man sei im Studio, heißt es in einem Kommentar der Band auf Facebook. Ansonsten hätte man die Show natürlich gespielt – nach der langen konzertfreien Zeit brauche man das Geld. So wenig sind Prinzipien wert.

Apropos Prinzipien: Auf dem 1989 als EP veröffentlichten SODOM-Hit „Ausgebombt“ ist Bela B. von Die Ärzte als Gastsänger zu hören. Aber vielleicht war ja auch das damals schon ganz unpolitisch gemeint.

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Update (02.09.21): SODOM haben ihre Teilnahme am Steelfest 2022 mittlerweile abgesagt. Zudem gibt es nun ein Statement der Veranstalter. Mehr dazu in unseren News.

41 Kommentare zu “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern … auf dem Steelfest”

  1. Fenrir

    Danke Steelfest. Dankt dem Steelfest!
    Der große Irrtum, vor allem der Cancelculture, ist: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
    Es geht nicht darum, den Festsitzenden einer Katharsis zuzuführen, sondern es geht darum, den noch Wankelmütigen zu festigen. Und Schweigen wird ihn nicht festigen. Etwas aus dem Blick zu nehmen, zu verbannen, führt nur dazu, dass es an Reiz gewinnt, dafür sind wir Menschen doch alle viel zu sehr „Forscher“. Im grellen Licht des Redens, da werden Menschen geschmiedet. Das wahre Problem ist also die Ruhe, sind die Ruhe-haben-Woller! Insofern: toller Anstoß, Moritz! Danke allen, die hier eine Meinung haben. Das Steelfest hat uns hier zusammengebracht!

    Ein paar Gedanken zum Thema:
    – Der Zweite Weltkrieg konnte beginnen, weil man Ruhe haben wollte (Appeasement-Politik), is ja nicht mein Land, is ja nicht mein Problem…
    – 12 Jahre Drittes Reich: eine einzige Kunstart, die ständig darum kreist, wie geil man selbst ist. Wieso weiterentwickeln, wenn man das eine göttliche Rezept hat (und alles andere würde ja dem eigenen Divinitätsanspruch rückwirkend widersprechen)?? Langweilig? – Ja, aber abhängig vom Anspruch… Technisch gesehen, darf es aus Trueness-Gründen also genau genommen eine Art von rechtem Black-Metal-Song geben. Alle anderen: Sorry, ihr seid regenbogenfarbener Abschaum. Falscher Takt: Abschaum. Falsche Solostelle: Abschaum. Falsche Gesangslage: Abschaum… Improvisiert? – Wohl wieder im Jazz geplündert, wah? Is leider so. Mistet mal eure Szene aus!
    – Kreativität wächst aus Offenheit und Austausch. Ich halte den Metal für die kreativste Musikrichtung, denn wenn Pop oder Klassik Metalstrukturen integrieren, dann ist es eben ein Metalsong, nicht mehr ein Pop/Klassik-Song. Metal ist die Musikrichtung, die alles integrieren kann, und das ist auch unsere Verantwortung. Menschen, die das nicht zulassen können, sind für mich nicht metal.

    … und ja, es gilt, diese Offenheit zu verteidigen und Statements zu setzen. Das sind wir moralisch uns, unserer Geschichte und Welt schuldig.

    @Moritz: Mich würde an dieser Stelle mal ein zweiter Teil interessieren, der das Problem Kunst-Künstler beleuchtet. Darf ich As I Lay Dying noch gut finden, wenn der Sänger seine Frau töten lassen will?? Darf mir Burzum musikalisch gefallen, wenn ich die politische Attitüde reflektiert wahrnehme und nicht zu meiner mache usw.?

    1. Moritz Grütz Beitragsautor

      Tatsächlich hat mein Kollege Stephan Rajchl einen Beitrag in dieser Richtung in Arbeit, wenngleich wir natürlich weit davon Abstand nehmen, jemandem zu sagen, was er darf oder nicht. Ein paar spannende Denkanstöße sollte er aber geben ;)

  2. mj

    Aha. Das Propagieren einer absoluten Gleichschaltung der Gesellschaft ist also extrem und Indivudualismus (der Grund aus dem der Typ mit den Hörnern zu Hause rausgeflogen ist) ist gemäßigt und nicht Black Metal. Danke für die Info.

    1. AMP

      C&A (ich kann es mir nicht verkneifen :D ) sollten sich lieber vor der Volkshochschule treffen und einen Deutsch- bzw. Orthografiekurs belegen…Nachhilfe in Geschichte gleich dazu.
      Wobei mir da noch diverse weitere Kurse einfallen, die sie gebrauchen könnten… Aber vermutlich ist da nichts mehr zu retten.

      Die Kurse sind ja leider nicht gratis und bei den Beiden offenbar auch umsonst.

      Bussi!

  3. Chris

    Da hat jemand keine Ahnung von Black Metal. Jeder dem NSBM aufstößt, sollte seine Haltung zu BM grundlegend überdenken und möglichweise auch zu der Erkenntnis kommen, das er in der Szene falsch ist. Diese permanente Beschneidung der Freiheit durch Linke Ideologie, treibt letztlich nur noch mehr Menschen in diesen Dunstkreis. Dieses Festival und insbesondere das Line-Up wird als ein Jahrtausendereignis gefeiert, diese Tatsache spricht für sich, wenn es euch stört, besucht doch lieber ein Punk-Festival.

    1. mj

      Also… wenn es Deine Freiheit zu sehr einschränkt, dass ich es verachtenswert finde, dass Du mir mein Existenzrecht absprichst (Suche nach „Aktion T4“) oder es unproblematisch findest, dass dies durch Dritte getan wird und dies als linke Ideologie bezeichnest, dann sind wir tatsächlich falsch in der gleichen Szene.

      Die Frage ist nur, wer falsch in einer Szene ist, die im Dritten Reich als entartete Kunst gegolten hätte.

    2. Your Disposal

      Selten so einen Bullshit gelesen. Jahrtausendereignis. :D

      Black Metal ist enstanden aus der Unterdrückung und dem Freikämpfen heraus. Satanismus ist die Basis hierfür. Im modernen Satanismus redet man weitestgehend von einer art „gelebtem kategorischem Imperativ“. Rechtsradikalismus unterdrückt wiederum Volksgruppen und Menschen und steht damit konträr zur satanischen/Black Metal Bewegung.

      Einfach mal die Fascho Luke dicht machen und eine emotionale Musikrichtung nicht für die eigene politische Agenda misbrauchen.

      Fuck NSBM. Die meisten Bands klingen eh kacke.

  4. Alex

    Wollt ihr euch nicht eine Subkuktur suchen wo das jemanden interessiert. Vielleicht seid ihr in der Grünen Jugend, aufm Weltjugendtag oder bei den Pfadfindern besser aufgehoben als auf Black Metal Veranstaltungen. Menschen- und Lebensbehandelt Motive oder gemäßigt-konvetionelle weltanschauliche Einstellungen findet man da leichter.

    Muss keiner hingehen, muss keiner mitbezahlen, findet nicht in deiner Nachbarschaft, nicht mal im gleichen Land statt… Muss dich also nicht kümmern.

  5. mj

    Ich bin bei der Diskussion hier fasziniert davon, wie Nationalsozialismus von Einigen als valide politische Meinung bezeichnet wird.
    Moritz Grütz schrieb oben schon:
    „Hier geht es schließlich nicht um Renteneintrittsalter, Tempolimit oder Steuersenkungen, sondern um Menschen.“
    Ich frage mich, wie man das überlesen kann.
    Die sogenannte Meinung von Nationalsozialisten ist das Bestreben, Menschen erst auszugrenzen und schließlich zu töten.

    Leute heulen hier, dass das Ausgrenzen nationalsozialistischer Ideologien nicht Metal, weil zu politisch sei, haben aber anscheinend keine Probleme damit, dass Nationalsozialisten Leute wie mich oder meine Freundin (behindert), meinen Nachbarn (schwarz), den Menschen, der mir Musizieren beibrachte (Jude), etc. ausgrenzen wollen.

    Das geht hier nicht um „Das Imperium hat aber die cooleren Raumschiffe, also mach mir das nicht madig…“, sondern um’s echte Leben mit echten Menschen.

  6. Roger

    Unabhängig der aktuellen Entwicklung mit der Sodom Absage: Insgesamt ein Artikel der 100% Zustimmung verdient was die Konstellation Musik/Politik angeht.
    NICHTS was man tut ist unpolitisch. Selbst das „nicht-äußern“ zu bestimmten Themen ist ein Statement.

    Das heisst nicht das Bands permanent politische Statements rausblasen müssen, oder diese zum Mittelpunkt ihrer Aktivitäten machen sollen. Aber im Falle von eindeutigen Grenzüberschreitungen sollte man einfach mal Position beziehen, das kann auch ganz unaufgeregt sein. Absagen. fertig.

  7. Good night white pride

    Was ich ätzend finde das die großen Labels wie Roadrunner, Century Media, Nuclear Blast, etc… das Ganze eher unter den Tisch kehren und auch kein Problem damit haben ,Grauzonen‘ und offen rassistische, homophobe und xenophobe Bands in ihrem roster zu haben. Bestes Beispiel ist hier NB die kein Problem damit hatten ein Album von Malevolent Creation in Europa rauszubringen.

      1. Good night white pride

        Bzgl Malevolent Creation:
        „Der Song They Breed von diesem Album brachte der Band Vorwürfe ein, rassistisch zu sein, weil der Text von einer sich ausbreitenden Spezies handelt und Bassist Jason Blachowicz am Ende des Songs „you fucking niggers“ schreit, was laut Phil Fasciana in einem Interview gar nicht geplant und auch nicht rassistisch gemeint war, sondern ein Ausrutscher von Jason Blachowicz, der aber nicht korrigiert wurde, weil man dachte, das würde sich gut anhören.“

        Die Ausrede ist schonmal sowas von dämlich!

        Dann gabs noch die Situation als Blachowicz mit nem KKK Shirt aufgetreten ist und halt noch der bereits oben erwähnte Verschwörungsscheiß!

        Ich hab MC auch immer gefeiert und schon live gesehen, das war mir allerdings damals alles nicht bewusst, bzw hab mich zu der Zeit nicht wirklich über (Metal)Bands informiert…..

  8. Der Erleuchtete

    Jeder hat seine eigene Meinung. Andere Meinungen zu WERTEN ist falsch, übergriffig, anmaßend, sinnlos, nichtig. Objektive Berichterstattung sollte journalistischer Standard sein. Das Thema an sich polarisiert schon genug und die meisten wissen schon was moralisch „falsch“ und „richtig“ ist. Wenn man nicht durch den Themeninhalt von selber drauf kommt, ist man wahrscheinlich anderer Meinung. Und die lässt sich auch durch die unterschwellige Empfehlung, eine Andere haben zu müssen, um es mal sachte auszudrücken, damit erst recht nicht ändern, sondern bewirkt meistens nur den Trotz der anonym Adressierten. Man kennt die Menschen alle nicht persönlich. Und auch bei den gefährlichen Bands gibt es oft noch einen Unterschied zwischen reiner Provokation und ernstgemeinten Inhalten in Wort und Schrift. Den meisten Steelfestbesuchern ist die Brisanz der Lage wahrscheinlich egal, jeder hat da unterschiedliche Empfindlichkeitsgrade. In den Kommentaren sind die kindischsten die mit …Ihr Nazis und Eure scheiß Meinung, die ja so falsch ist… Jeder weiß, dass Nazi-Ideologie objektiv falsch ist. Absolutes funktioniert nicht auf diesem Planeten. Genauso wenig wie die absolut korrekte Meinung als Gegenentwurf. Um sich richtig zu verhalten, müsste man jeden Menschen individuell unter die Lupe nehmen, was unmöglich ist. Ihr könnt nun also protestieren so lange ihr wollt, die Menschen lassen sich leider nicht von ihrer Meinung abbringen. Und im Falle von Sodom: man kann’s auch übertreiben. Wer der Band eine mangelnde Distanzierungsmotivation zur Last legt, hat die Band, und vor allem Tom A. nicht verstanden. Und meines Erachtens auch den Metal nicht. Metal ist Freiheit und kein Stellungsnahme-Forum. Es ist eine Kunstform. Die einzige Enklave, wo man von dem ganzen Scheiß mal seine Ruhe hat. Stellungnahme gegen Rechts oder Links ? Bitte nicht im Metal. Gerne überall sonst. Lasst die Leute beim Steelfest in Ruhe, lasst sie sich dort austoben und abreagieren, es wird keiner sterben. Meine Meinung.

  9. Ikram Sazedeh

    Das klingt aber alles sehr weit hergeholt.

    Was mich an diesem Artikel stört ist, dass dieser so unglaublich einseitig politisch ist.

    Die Linke okay und die Afd ist Müll, dabei zählen beide ins extreme Spektrum.

    1. Moritz Grütz Beitragsautor

      Was genau findest du „weit hergeholt“? Ansonsten ist es ein Meinungsbeitrag, deswegen ist es vollkommen OK, dass er einseitig ist ;) Von Parteien steht darin ürbigens nichts, und von der Hufeisentheorie (googlen, wenn unbekannt) halte ich wenig. :)

  10. Hans Maulwurf

    Immerhin haben Samael sich inzwischen distanziert von gewissen Bands und politischen Ansichten. Ohne Namen zu nennen und ohne direkte Absage (wer weiß was da im Vertrag steht und noch verhandelt wird), aber das ist bisher das deutlichste Statement einer Band gegen das lineup. Und unter dem Facebook post kommen schon die Nazis aus ihren Löchern und heulen rum :D

  11. Brüllheulen

    Geil. Wenn das einzige verfügbare Argument einer in einer Diskussion ist: „Ällabätsch, Ihr müsst mich halt ertragen,“ dann schießt man sich ja selbst ganz gut ins Aus. Deutlicher kann man „ich liege falsch“ ja gar nicht sagen, als anderen seine eigene Unmöglichkeit vor die Nase zu setzen.

    Aber keine Angst, Jessi , egal wie sehr Du Dir einredest, dass Ihr so ’ne Art Mehrheit oder „Institution“ in der Szene wärt. Ihr seid Euch weder einig, noch seid Ihr geeint. Alles, was Euch verbindet, ist, dass Ihr mit Eurem eigenen Leben derart unzufrieden seid, dass Ihr Euch nicht anders zu helfen wisst, als überholten Ideologien hinterherzulaufen.

    Wobei wir ja inzwischen gelernt haben, dass es nicht mal um die Ideologie, sondern nur ums „dagegen“ geht. Ihr könntet euch auch Punks schimpfen und gegen „die Kapitalisten“ motzen oder Euch als Nihilisten bezeichnen und einfach gegen alles sein. Oder halt Satanisten. Wäre alles genauso oberflächlich und genauso daneben. Die komplette Argumentation von Spezialisten wie Jessi unter Posts zu diesem Thema zeigt, dass es um überhaupt nix außer eben „dagegen“ geht.

    Das ist ziemlich traurig, weil es doch ein gähnende Leere offenbart. Und nö: Ihr seid nicht teil der Szene, darum muss man Euch auch nicht wegdenken. Ihr gehört ja nicht dazu.

  12. Grauzoni

    Ich finde es ja lustig, wie auf der Facebook-Seite vom Steelfest Brasilianer und andere Nicht-Weiße eine Lanze für das Steelfest brechen und erstmal von privilegierten Weißen „AnTiRaSsIsTen“ angegiftet werden, wie sie es wagen können, eine eigene Meinung zu haben. Offenbar ist der ganze Aktionismus gegen das Steelfest nichts weiter als das Ausleben des deutschen Schuldkomplexes. Damals hat man mit deutscher Gründlichkeit missliebige Minderheiten auszulöschen versucht, heute versucht man mit deutscher Gründlichkeit, die berufliche Existenz von ideologischen Ausreißern auszulöschen. Rob Darken hat sich von seiner extremistischen Vergangenheit distanziert und wird von NSBM-Hardlinern als „Verräter“ beschimpft – aber für den „guten Deutschen“ gilt nach wie vor: „Wer Nazi ist, bestimme ich!“.

  13. Jessi

    Das Schöne ist ja: Egal, wie viele derartige Artikel geschrieben, egal wie viele Sittenwächter mit der patentierten moralischen Überlegenheit ihre Tränchen vergießen, es ist und bleibt: rechte Strukturen/Bands sind aus der Szene nicht wegzudenken und werden auch in Zukunft immer ein Teil dessen sein. Ob ihr wollt oder nicht. :-)

  14. NSBMraus

    Das Steelfest ist ja nicht erst seit neuerem ein NSBM-Dreh(haken)kreuz, s.:

    – dieser Bericht über 2018 http://oireszene.blogsport.de/2018/05/17/metal-festival-mit-umstrittenen-bands/
    – und 2019 https://varisverkosto.com/2019/05/steelfest-2019-nazi-bands-in-hyvinkaa-city-facilites/ (inklusive Bild „Crowd doing nazi salutes during Steelfest 2013.“)

    Die Behauptung seitens Sodom, dass man das 2019 zum Buchungszeitraum nichts davon hätte ahnen können, zeugt also entweder von erstaunlicher Unachtsamkeit, oder eben vorsätzlichem Ignorieren.

    Ob man nun die Gage dringend will (oder braucht), oder Haltung zeigen will – keine Antwort davon ist gut (nicht mal aus Sicht der NSBMler, da sich ja nur aktiv weggeduckt wird).

    Wie man das findet – Meinungssache. Ich find’s komplett scheisse und habe keinen Respekt (mehr) vor Sodom und allen involvierten Personen.

    Aber an alle, die hier rumheulen mit „verweichlicht in BRD sogar die „Extrem-Metal Szene“.“, „lasst die „harten Jungs“ in ruhe“ und „Wollt ihr die totale politische Korrektheit? Das ist weder Rock’N Roll noch Metall!“ und Callouts von menschenverachtenden Ideologien mit Zensur und Meinungsunterdrückung gleich setzen: ihr dürft eure dumme Meinung äußern, aber andere dürfen auch ihre Meinung, dass eure Meinung scheisse ist, sie deswegen wenig von euch halten, und sie nichts mit euch zu tun haben wollen, äußern. :)

  15. Bull

    Sehr richtig, Brüllheulen!
    Wir werden niemals weichen!

    und dir, lieber Himbeereis,
    wie kommst du darauf zu behaupten, dass
    „Diese ganze „Haltung zeigen“ Einstellung inzwischen groteske Züge angenommen [habe], und den meisten innerhalb der Metalszene nur noch auf die Nerven geht.“

    Seit Jahrzehnten kämpfen wir Metalheads (98%) zurecht mit allen Argumenten dafür, mit dieser ewiggestrigen braunen Brut nicht in einen Topf geschmissen zu werden! Immerwieder torpediert, immerwieder schwer („die meinen das nicht so“, „der meint das ganz anders!“) aber immer weiter kämpfend!

    Sobald dieser Kampf aufgegeben wird, bin ich weg! (Zumindest nach aussen)

  16. Linksgrünversiffter Gutmensch

    Vielen Dank für deinen starken Kommentar, Brüllheulen!
    Ich hab schon seit mehreren Jahren das Gefühl, dass durchaus eine nicht mal so kleine Anzahl von Metalfans keinerlei Probleme mit Rechtsextremismus, Rassismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben. Insbesondere unter männlichen Fans scheinen diese Strömungen Anklang oder zumindest Gleichgültigkeit hervorzurufen, meiner Wahrnehmung nach. Ist halt auch unglaublich übermännlich sich total hasserfüllt zu geben!
    Was für ein Kindergarten, der aber leider ernstzunehmen ist, falls solches Gedankengut über den Weg der harten Musik in der Gesellschaft nicht weiter salonfähig gemacht werden soll.
    Natürlich kann es als langjähriger Fan schmerzhaft sein, wenn plötzlich die ein oder andere Lieblingsband solche Tendenzen zeigt. Und zu gern werden dann Augen verschlossen, weil „Die Musik ist ja immer noch geil! Ist mir doch egal was die privat denken!“.
    Im Falle Sodom beschleicht mich dazu noch das Gefühl, dass sie bei einer eindeutigen Positionierung die Angst haben, konservative Fans zu verlieren, was eigentlich auch ziemlich traurig wäre.

  17. Brüllheulen

    Was ist eigentlich mit der Metal-Szene los? Seit wann ist „Kein Bock auf Nazis“ übertriebene politische Korrektheit und nicht Konsens? Es mach mich fassungslos, dass es offenbar eine gar nicht so geringe Anzahl an Metallern gibt, die sich lieber mit Nazis aufs gleiche Festival begeben (und konsequenterweise auch mit ihnen vor der Bühne stehen), als sich vom ach so bösen „Establishment“ irgendwas vorschreiben zu lassen. Wie darf man das verstehen? Nazis sind schon OK, wenigstens sind sie „dagegen“?

    Und nur mal so: Wenn wir’s tatsächlich so machen würden, wie sich’s die Faschos wünschen, dann is‘ nix mehr mit Meinungsfreiheit, dann wird schön auf Linie marschiert. Das begreifen die nur leider selbst nicht, dass ihr schöner Individualismus in ihrem herbeigesehnten Paradies zum Fenster raus wäre …

    Aber zurück zum Thema: Wenn jemand – Metalfan oder nicht – kein Problem damit hat, dass Künstler sich in der rechten Szene betätigen oder mit entsprechender Symbolik um sich werfen, dann ist er mindestens Mitläufer. Das hat mit Metal oder „Rock ’n‘ Roll Lifestyle“ absolut nichts zu tun. „Is doch alles scheißegal, hauptsache revoltieren“ ist missverstandene Individualität auf vorpubertärem Niveau und spielt genau der Bauernfängerei rechter Gruppen in die Hände. Und nein, wir fangen jetzt nicht mit dem comichaft überzogenen Kindergarten der Slaytanic Wehrmacht an, ich singe „Angel Of Death“ auch aus voller Kehle mit. Wobei es auch da nicht schadet, sich den Inhalt zumindest mal bewusst zu machen.

    Und falls es nur darum geht, dass da ein paar doofe Spießer „eure Sodom“ angehen: Lieb, dass ihr ihnen beispringt, aber ich denke, die kommen klar. Und ehrlicherweise kann ich mir nicht vorstellen, dass Tom und Co. trotz schwacher Statements Bock auf Nazis haben. Also vielleicht finden die ihre „Fans“ bei solchen Aussagen auch nicht mehr so hot.

  18. Dagobert

    Man Man Man . Scheinbar verweichlicht in BRD sogar die „Extrem-Metal Szene“.
    Ihr könnt euch aber auch anstellen, schlimm !!!
    Keiner muss zum Steelfest fahren. Zieht euer Hasenkostüm an und fahrt zum Wacken, SummerBreeze oder zum Hellfest und lasst die „harten Jungs“ in ruhe. Und vor allem, werdet mal entspannter…

  19. Schmuddelkind

    Schwierige Zeiten.
    Noch schwieriger finde ich den Trend alles zu überpolitisieren.
    Es ist heutzutage leicht einen Shitstorm loszutreten, aber viel schwieriger sich dagegen zu wehren.
    Es gleicht mehr einer Hexenjagd statt Aufklärung.
    Wenn Schwarz & Weiß nicht eindeutig zu trennen sind, dann muss man scheinbar nachhelfen & Meinung machen anstatt Meinung zu vertreten.
    Das sorgt zwar für Wirbel in den Sozialen Medien, bewirkt aber das Gegenteil.
    Soll sich denn in Zukunft jeder Veranstalter, jede Band, jeder Besucher von allen Beteiligten einen Lebenslauf schicken lassen, um sicherzugehen das man auf keinen Fall mit einem ‚Staatsfeind‘ oder ‚Feind der Demokratie‘ gemeinsame Sache macht?
    Ein Fehltritt, auf einem falschen Festival gespielt & schon wird die ganze Lebensgeschichte hinterfragt?
    Ernsthaft?
    Wollt ihr die totale politische Korrektheit?
    Das ist weder Rock’N Roll noch Metall!
    Selbst Punkrock ist zu einem verspießsten Konklomerat mutiert, welcher mittlerweile mehr mit dem Establishment als mit Antikultur gemeinsam hat.
    Kauft nicht bei Nazis, kauft nicht bei Juden, unterstützt keine linken Bazillen.. das hatten wir alles schon.
    Lasst die Leute doch selber denken. Die kommen schon irgendwann drauf.. & wenn nicht, muss man sich mal fragen ob der Fehler nicht doch im System liegt.
    Ich verabscheue Faschismus in jeder Form, aber noch schlimmer finde ich selbsternannte Moralapostel, die der Meinung sind für andere Menschen sprechen zu müssen.

    [von der Redaktion gekürzt]

    1. Moritz Grütz Beitragsautor

      Danke für deinen Kommentar. Vorneweg: Das Gedicht von Degenhardt haben wir herausgenommen, da es hier den Rahmen sprengen würde – und ja, bekanntermaßen richtet sich dessen Text gegen das deutsche Spießertum. Er hätte mir aber sicher verziehen, seinen Texttitel, der hier (zugegebenermaßen besser als der Text) gepasst hat, für einen antifaschistischen Aufruf zu nutzen. ;)

      Zum Kommentar: Ich bin ganz bei dir, dass es immer ein schwieriges Abwägen ist, dass man sicher nie alles richtig machen kann, und dass wir sicher auch alle keine „durchkontrollierte“ Szene haben wollen. Es macht aber einen Unterschied, ob ich auf einem Festival spiele, auf dem dann blöderweise – außerhalb meiner Macht als Band – eine NSBM-Band auftritt … oder ob ich cool damit bin, auf einem von Nazis organisierten, als NSBM-Festival bekannten Event zu spielen. Beim Steelfest hätte man es sogar auf Basis von Erfahrungen anderer Bands aus den letzten Jahren wissen können – zumindest aber, wenn dann dieses Programm veröffentlicht wird, muss ich als Band ganz genau überlegen, ob ich dies Form von Schulterschluss nach rechts mittragen will. Und genau das passiert hier.

      1. Hauke Jans

        Sodom haben in ihrem Statement doch aber auch klar gesagt, das derzeit die rechtliche Lage abgeklärt wird. Was für mich bedeutet, daß Tom und Konsorten schon wirklich überlegen, aus ihrem Vertrag mit dem Steelfest auszusteigen. Und das zählt für mich als Fan auf jedenfall. Tom hat immer zu dem gestanden was er gesagt und angekündigt hat. Wo ist also das Problem. Sollte es keine Möglichkeit geben „heil“ aus dieser Sache rauszuholen, werdn sie leider spielen (müssen). Keine Bband kann es sich nach der letzten Zeit leisten ne saftige Vertragsstrafe zu zahlen. Das Steelfest wahr für mich im übrigen auch bis dato nur ein Titel eines Festivals und kannte den ganzen Zenober nicht weiter. Nachdem ich den Flyer sah, war ich tatsächlich etwas erschrocken, welche Bands da zusammen gepresst werden. Für mich kein Cent wert, trotzdem werde ich jetzt nicht die Platten meiner Lieblinge verbrennen. Apropos: was wirft man Deströyer666 eigentlich vor, das die hier auf der „NoGo-Liste“ mit erwähnt werden? Mich hat die Band nie wirklich interessiert aber das da auch was sein soll ist mir auch neu.

        1. Moritz Grütz Beitragsautor

          Mitglieder von Destöyer666 haben in (lange zurückliegender) Vergangenheit mehrfach mit RAC/NSBM-Bands kooperiert und diese in Booklets gegrüßt – zuletzt ist Sänger KK Warslut mehrfach durch extrem frauenverachtende Statements in die Kritik geraten.

          1. Hauke Jans

            Danke. Ist irgendwie an mir vorbei gegangenegt aber auch daran, daß ich mit denen eh nie was anfangen konnte. Nun weiß ich mehr.

  20. Dieter

    Ich finde es auch mehr als zum Kotzen, dass sich keines der großen Printmedien einmal zu diesem Thema äußert. Musikjournalismus sollte darin bestehen, auch dort nachzuhaken, wo es vielleicht nicht so spaßig ist. Ich finde außer eurem Beitrag nichts aktuelles in BIG G zu dem Thema. Naglfar haben letztes Jahr in einem Interview erzählt, wie krass es auf diesem Festival war. Sie wussten einfach vorher nicht, wo sie da hinfahren und waren echt geschockt. Mittlerweile sollte es sich somit wohl echt rumgesprochen haben, was das Steelfest für ne Nummer ist. Es muss etliche Nazimerchständen geben und offen zur Schau getragen NS Symbolik ist Normalität und juckt da keinen. Es sind also nicht nur die paar NS Bands, sondern das ganze Drumherum was mehr als bedenklich ist. Und keine Sau interessiert es. Kaum zu fassen.

  21. Himbeereis

    Sodom reagieren völlig richtig auf den Shitstorm, und machen ihr Ding. Wem es nicht passt, der kann gerne gehen.
    Niemand ist gezwungen das Steelfest zu besuchen. Diese ganze „Haltung zeigen“ Einstellung hat inzwischen groteske Züge angenommen, und geht den meisten innerhalb der Metalszene nur noch auf die Nerven. Und das gilt für jede Form der Politik.

    Man sollte generell über all dem stehen, und einfach Spaß haben. Davon mal abgesehen ist Nergal zum Beispiel gut mit Rob Darken von Graveland befreundet, nur mal so am Rande.

    Übrigens: Der Gastbeitrag von Bela B erfolgte weil er die Band damals im Studio kennengelernt hat, und man sich sofort verstanden hat. Es ging nie darum ein Statement in Richtung „linker“ Politik zu setzen, sondern weil man die Idee einfach gut fand.

    1. Moritz Grütz Beitragsautor

      Mit dem einen, feinen Unterschied, dass Rassismus, Antisemitismus und Homophobie nichts mit „Politik“ zu tun hat. Hier geht es schließlich nicht um Renteneintrittsalter, Tempolimit oder Steuersenkungen, sondern um Menschen. Und woher hier auf einmal (beziehungsweise über die letzten Jahre) diese furchtbare Scheißegal-Mentalität in der Szene kommt, wüsste ich schon gern … früher hieß es mal united we stand … aber damit war NICHT gemeint, dass man sich mit menschenverachtenden Idioten verbrüdert, am besten noch im Hass gegen liberale und humanistisch geprägte Menschen. Was man da teilweise unter dem Statement von Sodom (oder auch als Feedback per Mail/PM/nicht freizuschaltenden Kommentaren) zu lesen bekommt, könnte genauso aus ner AFD-Telegram-Gruppe kommen. Das ist nicht „metal“ – und sowas zu tolerieren auch nicht tolerant, sondern ignorant. Und gefährlich.

    2. Sick and Tired

      Wie kann man bitte ungehemmt einfach über Rassismus stehen? Ich sehe da nichts politisches, eher menschliches. Insgesamt würde das der Metal-Szene mal gut tun ihre „Trve“ Identifikation nicht auf Kosten anderer hochzuspielen. Spaßfaktor soll da sein ja, aber doch nicht wenn Kackbands dabei sind, die in ihren Ansichten am liebsten den nächsten Holocaust heraufbeschwören möchten.

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