Interview mit Matthias Trautes von The Spirit

Mit „Of Clarity And Galactic Structures“ bewegen sich THE SPIRIT, mittlerweile zum Duo geschrumpft, ein Stück weit weg von ihrem klassischen Black/ Death-Sound. Vermehrt halten progressivere Passagen Einzug. Auch klanglich hat sich auf dem dritten Werk der Saarländer einiges getan. Wir sprachen mit Hauptsongwriter und Gitarrist Matthias Trautes.

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Mit was eröffnet das Album? Ist das ein Amboss oder schlagt ihr irgendwo drauf? Was ist das für ein Sound?
Das ist ein Sound, der eigentlich was komplett anderes hätte sein sollen. Es ist kein richtiges Instrument, das wir selbst eingespielt haben, sondern ein Geräusch aus einer Sound-Library. Das haben wir dann durch zig Filter gejagt, sodass es am Ende diesen etwas unnatürlichen Sound hat. Ich hatte ein Röhren-Xylophon im Kopf gehabt und wollte einen bestimmten Ton haben. Es ist aber schwer, an so ein Teil ranzukommen, geschweige denn, eines zu kaufen. Die sind abartig teuer. So haben wir dann nach einer Zeit etwas anderes gesucht. Wir haben nun einen brutaleren Einstieg in das Album als den, den ich eigentlich vorgesehen hatte.

Wie entsteht so eine Idee? Baut man darauf auf, so eine Idee mit einem Röhren-Xylophon anzufangen oder kommt so etwas zwischendrin mit rein?
Nein die Idee kam wirklich am Ende, als der Song quasi fertig war und ich wusste, dass als Allererstes die Lyrics anfangen. Der erste Schrei fängt an, kurz bevor die Gitarren und das Schlagzeug einsetzen. Keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin, ich hatte einfach das Gefühl, das würde sich gut anhören, wenn man vorher noch diese drei Schläge hat. Zudem habe ich immer im Hinterkopf, wie es dann live funktioniert.

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THE SPIRIT; © Anne C. Swallow

Überlegt ihr, wie etwas live funktioniert, z. B. ob man vielleicht noch einen langsameren oder einen schnelleren Song für die Setlist benötigt?
Was Konzerte angeht, ist das unerheblich, glaube ich. Wir haben jetzt drei Alben. Da hat man genug, auf das man zurückgreifen kann. Etwas Langsames oder Schnelles auf ein Album zu packen hat damit eher nichts zu tun. Aber was für mich beim Schreiben der Musik immer das A und O ist, ist, dass die Songs live umsetzbar sind, ohne dass wir auf Backing-Tracks beziehungsweise Playback zurückgreifen müssen. Das ist ja mittlerweile im Metal gang und gäbe. Das ist für mich dann aber nicht live. Es geht dann so weit, dass ganze Instrumente, Keyboards, Passagen oder Vocals zum Teil vom Band ablaufen. Das machen mittlerweile viele, aber für mich hat das nichts mit Live-Musik zu tun. Dementsprechend achten wir immer drauf, dass alles, was wir im Studio machen, auch dementsprechend live umsetzbar ist.

Das bedeutet aber, dass ihr den letzten Track des Albums nicht spielen könnt, oder?
Doch, doch. Das ist ein Sequenzer. Ich fange damit an, er nimmt mit dem Sound langsam Fahrt auf und kurz bevor die ersten Gitarren einsetzen oder wenn ich auf der Bühne in die Gitarre reinhauen würde, nehme ich die Finger von dem Teil weg und dann läuft die Sequenz einfach durch und weiter. Sobald ich die Idee für die Passage hatte, habe ich ich mich gefragt: Wie kann man das irgendwie machen? Also wie gesagt, ich kann schlechter mit den Fingern auf den Tasten herumhauen, während ich eigentlich Gitarre spielen soll.

Hattest du die Melodie erst auf einem anderen Instrument geschrieben oder war es von Anfang an klar, dass das auf einem Sequenzer gespielt wird? 
Die Melodie an sich hatte ich nicht. Bei der Musik, die der Sequenzer abspielt, wusste ich, in welche Richtung es gehen soll. Es sollte eine spacige Atmosphäre bekommen. Ich liebe solche Sachen wie Klaus Schulze oder Tangerine Dream. Ich habe dann an den Sounds herumexperimentiert, welche Melodie-Abfolge am besten passt, sodass man nachher schön mit den Gitarren drübergehen kann. Eine Grundidee war also da.

Aus meiner Sicht hebt sich das neue Album stark von den ersten beiden ab, was den Klang betrifft. Wenn ich es einfach beschreiben wollte, so klangen diese beiden noch stark nach Dissection, das neue aber weitaus eigener.
Das ist jetzt so ein typisches Ding, das ich immer schlecht beurteilen kann. Gerade die Vergleiche mit Dissection habe ich auch nie so krass gesehen, wie manche Leute sie darstellen.

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THE SPIRIT; © Anne C. Swallow

Mir geht es hier auch nur um den Klang, also nicht musikalisch. 
Was den Sound angeht, haben wir in der gleichen Konstellation aufgenommen wie auch schon “Cosmic Terror”: Schlagzeug bei Christoph Brandes im One Studio in Freiburg und dann den ganzen Rest plus Mix und Master bei Victor Santura. Warum das trotz der gleichen Konstellation hier so ausgefallen ist, kann ich nicht sagen. Wir hatten viel mehr Zeit, was das Schlagzeug angeht. Wir haben den kompletten ersten Tag damit verbracht, Sounds dafür auszuprobieren. Das sind ein Haufen Kleinigkeiten, die da eingeflossen sind. Sie haben unglaublich lange an den Becken herumgemacht, die wir genommen haben, Felle gewechselt, dann das Schlagzeug mit den Fellen noch mal ausprobiert. Die Becken kommen meiner Meinung nach auf dem Album sehr gut rüber, sind super klar. Es sind die Kleinigkeiten.

Der Bass ist vielleicht der größte Unterschied. Gegenüber den Vorgänger-Alben kann man ihn viel besser heraushören. Ich habe ihn auch dieses Mal selbst eingespielt, da wir ja quasi nur noch zu zweit sind, also nur noch zu zweit ins Studio gegangen sind. Ich bin kein Bassist und dadurch, dass ich das Ding selbst einspielen muss, habe ich mich Wochen und Monate vor den Aufnahmen ganz anders mit dem Bass beschäftigt. Da passiert jetzt viel mehr. Dadurch, dass ich viel mehr Zeit investiert habe, sind viel mehr Basslinien drin und er ist jetzt definitiv mehr ein Teil des Gesamten. Der Sound des Basses war schon erstaunlich fett, als wir ihn aufgenommen haben. Als wir an den Mix rangegangen sind, saßen Victor und ich im Studio und ich habe zu ihm gesagt: „Also der Bass klingt halt mega geil!“ Und er hat auch gesagt: “Ja, der ist fett, lass ihn mal weiter nach vorne schieben.” Eigentlich ist es normal so, dass die E-Gitarren betont werden. Bei uns ist aber der Bass da gut eingefügt.

Ansonsten haben wir genau den gleichen Sound benutzt wie auf dem Vorgänger-Album. Es liegt einfach daran, dass ich halt ein bisschen anders spiele. Ich habe einen anderen Bass und das hat wohl extrem viel ausgemacht. Und wie gesagt, es sind so ein paar Kleinigkeiten, die vielleicht am Gesamtsound was ausgemacht haben.

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THE SPIRIT; © Eliran Kantor

Du warst auch der Hauptsongwriter auf den ersten beiden Alben. Hast du da die Bassspuren geschrieben oder war das die Aufgabe eures damaligen Bassisten?
Das sind Sachen, die würde ich heute natürlich anders machen, aber das ist ja das Schöne beziehungsweise so, wie es sein sollte – dass man lernt, wenn man irgendwas macht. Und so habe ich jetzt hier auch daraus gelernt, dass ich mit dem Bass nicht bis zur letzten Minute warte, um ihn auszuarbeiten. Vorher war das ein gemeinschaftliches Ding. Ich habe die Grundzüge geschrieben, sie ihm gezeigt und dann sind wir die Sachen durchgegangen. Er hat sich das dann draufgeschafft und versucht, die Spuren dementsprechend noch ein bisschen weiter auszuarbeiten, ein paar mehr Läufe reinzubringen und das Ganze ein bisschen zu verfeinern.

Ich finde, das neue Album ist im Vergleich mit den beiden Vorgängen etwas progressiver geworden. Es hat meiner Meinung nach wesentlich mehr Wendungen und klingt verspielter. War das Absicht?
Ja, das war meine volle Absicht, als ich in das Songwriting gegangen bin.

Wie weit kann man bei so einer Entwicklung gehen, ohne seinen Kernsound komplett hinter sich zu lassen?
Das ist ja jedem selbst überlassen. Da gibt es keine Regeln, außer man macht sich zu sehr einen Kopf, was andere Leute beziehungsweise die Fanbase eventuell denken. Das ist eine ganz toxische Herangehensweise, Musik zu schreiben, da dreht man nur durch. Am Ende ergibt das überhaupt keinen Sinn. Für mich war das Problem wichtig, dass du sehr schnell in deiner Bubble bist, in der du dich wohlfühlst. Das gibt es ja nicht nur bei Musik, sondern auch beim Songwriting, dass du schnell in Verhaltensmustern bist. Daher war es für mich einfach wichtig, daraus auszubrechen, etwas Neues auszuprobieren und das Ganze als Herausforderung anzusehen.

Ich glaube, jeder von uns hat direkt Bands oder Alben im Hinterkopf, die das auch gemacht haben, aber bei denen es nach hinten losgegangen ist, weil es einfach schlechte Alben sind. Und Jahre später hieß es dann: „Ja, da haben wir einfach was Neues probiert, das war scheiße.“ Es kann nach hinten losgehen. Es gibt aber auch einen Haufen Bands, die dadurch zu ihrem Sound gefunden haben und die besten Alben ever herausgebracht haben.

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THE SPIRIT; © Anne C. Swallow

Ich bin kein Fan davon, den Sound komplett umzuschmeißen. Ich meine, wenn ich jetzt irgendwie auf Prog Rock umsteigen würde, würde ich wahrscheinlich eine neue Band gründen. Das hätte dann nichts mehr mit THE SPIRIT zu tun. Für mich war es einfach wichtig, neue Elemente in unseren Sound zu integrieren und weiter THE SPIRIT zu sein, aber der Musik ein bisschen mehr Tiefe ein bisschen mehr Farbe zu verleihen – und mich selbst als Musiker herauszufordern. Ich wollte Musik schreiben, die ich auch gerne konsumiere. Und da kommt eben Prog Rock mit rein, da meine Lieblingsbands aus dem Genre kommen. Das war vor 15 Jahren noch anders, da musste alles nur laut und schnell sein. Aber Musikgeschmack ändert sich ja oftmals mit der Zeit und das war bei mir auch so. Trotzdem haben wir die Black-Death-Metal-Wurzeln, die die Band ausmachen.

Ich habe mir zum Beispiel gesagt: “Lass einen Song in 7/4 bzw. 7/8 schreiben!” Wir hatten schon auf “Cosmic Terror” ein paar ungerade Takte eingebaut, was spannend war und Spaß gemacht hat. Ich wollte aber mal einen ganzen Song so schreiben. Das war für mich sehr ungewohnt, weil ich mich damit nicht auskenne. 99 % aller Musik ist ja in 4/4 und 3/4 geschrieben. Wenn sie anders ist, dann hat sie gleich einen ganz anderen Klang und Charakter, eine ganz andere Farbe. Das war für mich super schwierig an diesem Song. Es handelt sich dabei übrigens um “Arcane Wanderer” auf dem neuen Album. An dem habe ich echt wochenlang gesessen, um reinzukommen. Jetzt, anderthalb Jahre später, wenn ich daran zurückdenke, denke ich mir: “Okay, so schwer so schwer ist da doch nicht. Lass mal einen 11/8 probieren.” Das andere habe ich jetzt drauf. Es ist schön zu sehen, wie mich das Songwriting zu einem besseren Musiker gemacht hat. Als das Ding fertig war, habe ich es unserem Drummer Manuel zugeschickt. Wir haben uns dann im Proberaum getroffen. Wir hatten so viel Spaß, die Drums für den Song auszuarbeiten, dass ich gemeint hab: “Hey, da will ich mehr in dieser Richtung machen!” … und von da an haben wir viele von diesen ungeraden Takten in die Songs mit eingebaut.

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THE SPIRIT; © Anne C. Swallow

Schlagzeuger sind meiner Erfahrung nach meistens die verrücktesten Menschen in der Band, die sich aus meiner Erfahrung heraus immer freuen, wenn man mit verrückten Ideen kommt oder wenn sie sich weiter selbst herausfordern können, indem sie ausgefallene Sachen spielen dürfen. War das in diesem Fall auch so?
Ja, auf jeden Fall, gerade weil Manuel ein sehr guter Schlagzeuger ist. Vor allem auch außerhalb der typischen Blastbeats und Double Bass, was man halt so bei uns in der Musik normalerweise braucht. Manuel kann alles Mögliche spielen.  Er ist auch Schlagzeuglehrer, hat also einen ganz anderen Background. Er ist damals für ein Jahr nach Los Angeles gezogen und hat dort am Musicians Institute Schlagzeug studiert. Dementsprechend hat er hat einen ganz anderen Hintergrund.

Meine Lieblingsstelle bei einem Konzert war seit “Cosmic Terror” immer, wenn wir den Titeltrack spielen und Manuel am Schluss so einen ungeraden Takt hat. Der wiederholt sich ewig lange und Manuel spielt hinten im Anschlag durch, das klingt jedes Mal anders gespielt, er jammt dann einfach immer und haut raus. Das macht richtig Laune. So was wollte ich einfach noch stärker im neuen Album einbauen, weil ich weiß, dass er damit super arbeiten kann.

Wie du schon gesagt hast, kann man sich bei so was auch verzetteln. Stichwort zum Beispiel Celtic Frosts “Cold Lake”. Gibt es gar kein Regulatorium?
Bisher war es noch nie so. Ich denke, wenn ich wirklich komplett den Stil wechseln und z. B. Richtung Babymetal gehen würde, da würde Manu wahrscheinlich irgendwann sagen: “Hey, was machen wir hier überhaupt?” Aber bisher war es einfach nicht so, dass wir mit dem Material, mit dem ich angekommen bin, ein Problem hatten oder dass Manuel nichts damit anfangen konnte. Wir harmonieren da sehr gut.

Wenn ich mit einem Song ankomme, hat Manu schon oft im Kopf, wie das Schlagzeug klingen soll. Ich arbeite zuhause an Material, schicke ihm dann aber nicht irgendwelche programmierten Drums zu, sondern ich schicke es ihm ohne. Er soll sich Gedanken machen, und wenn er dann etwas vorbereitet hat, treffen wir uns im Proberaum und schauen uns an, was er sich vorgestellt hat und sprechen darüber, welche Ideen ich hatte. Manchmal kommen komplett unterschiedliche Sachen dabei heraus, da er als Drummer oftmals einen Riff komplett anders sieht als ich – zumal ich oft noch die Gesangsspuren im Hinterkopf habe, die er noch nicht kennt. Da kommen ganz spannende Sachen dabei heraus.

Ein Beispiel, bei dem es richtig krass war – das jetzt auch eine ältere Geschichte ist -, ist “Illuminate The Night Sky” vom ersten Album. Der Song hat, so wie ich ihn im Kopf hatte, sehr anders geklungen. Wir waren damit im Proberaum, Manuel kam an und dann musste ich mich erstmal darauf einstellen, denn klar, wenn du schon was im Kopf hast, und dann was Neues hörst, klingt das immer erst mal ungewohnt – beziehungsweise schlecht. Manuel hat mit seinem Schlagzeug einen komplett anderen Charakter in den Song reingebracht. Daraus ist der Song geworden, der jetzt immer noch zum Live-Repertoire gehört. Es ist wohl auch einer der Songs, den die Leute am meisten abfeiern, wenn wir ihn live spielen.

Lass uns noch mal auf die Produktion zurückkommen. Ihr wart wieder bei Victor in den Woodshed Studios. Wie weit geht sein Einfluss? Ist er nur für die Aufnahmen zuständig oder hat er auch inhaltlich Einfluss auf das Material?
Nee nee, das nicht. Was den Bass angeht, hat er hier und da mal etwas eingeworfen. Das sind Sachen, die er einbringt, bei denen ich  super happy bin, das da noch jemand nebendran sitzt und unterstützt. Aber ansonsten nicht. Er ist nicht als Produzent in dem Sinne tätig, dass er in das Songwriting eingreift. Es sind höchstens Kleinigkeiten, bei denen er denkt, dass man sie besser machen könnte. Bei den Gesangsaufnahmen hat er gesagt: “Mach doch die Betonung eher so und so.” Das passt dann. Das sind Sachen, bei denen er sich ein bisschen mit einbringt und auch so einen kleinen Fußabdruck auf dem Album hinterlassen kann.

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THE SPIRIT; © Anne C. Swallow

Wie schon beim letzten Album “Cosmic Terror” habt ihr auch dieses Mal das Album in zwei Studios aufgenommen. Welchen Vorteil hat es, wenn man das Schlagzeug woanders aufnimmt? Oder ist das Schlagzeug von Christoph Brandes besser als das Schlagzeug von Victor?
Christoph ist selbst Schlagzeuger und das Iguana Studio hat auch einen Ruf für gute Schlagzeug-Aufnahmen. Wir haben das erste Album damals auch komplett mit ihm aufgenommen und gibt es mehrere Gründe. Wir kennen ihn echt gut, sprich wenn wir da hinkommen, fühlt sich Manuel direkt wohl und es ist auch gut. Auch das Vermitteln, wenn ich Änderungen vorschlage, kann Christoph als Schlagzeuger noch mal ein bisschen anders machen. Dann sagt er einfach zu mir: “Pass mal auf, das geht nicht, weil so und so!” Dann ist das Thema dann direkt beendet. Oder er sagt eben zu Manu: “Du, Matthias hat recht. Probier’s mal so.” Das kommt dann nochmal anders an, wenn Schlagzeuger untereinander sprechen, als wenn der Gitarrist mit dem Schlagzeuger spricht. Von daher ist das ganz gut. Ein anderer Vorteil von Christoph ist, dass er eine unglaubliche Ahnung hat, wie was klingt. Er hat schon, bevor wir ins Studio gekommen sind, Sachen ausprobiert und er hat super viel Equipment in dem Studio. Wir haben einen kompletten Tag lang einen sehr teuren Soundcheck gemacht, aber dann wirklich bis ins kleinste Detail alles Mögliche ausprobiert. Victor bekommt dann die editierten Drumspuren von ihm und kann damit gut arbeiten. Ich hatte mir in dem Fall einfach gedacht: “Never change a running system”. Wir haben  einfach alles noch mal so gemacht wie beim Vorgängeralbum.

Ergibt am Ende so auch Sinn. Ihr habt es ja trotzdem geschafft, ein leicht anderes Soundbild zu generieren – eine Weiterentwicklung trotz gefestigter Strukturen.
Wenn du in einem neuen Studio etwas komplett Neues ausprobierst, kann das auch richtig gut sein. Es kann sich in allen möglichen Belangen nachher positiv, aber auch negativ auswirken und dementsprechend muss man schauen, wie man was macht, aber in dem Fall sage ich: „Alles richtig gemacht!”

Zum einen mag ich diesen proggigen Anstrich und zum anderen gefällt mir auch der Klang des Albums wesentlich besser als auf den Vorgängern. Das Soundbild ist differenzierter, alles ist ein bisschen besser hörbar.
Da gebe ich dir voll recht. Es ist differenzierter und offener, man hört alles viel besser. Der Klang jedes einzelnen Instruments ist besser da. Es gibt mit Sicherheit Leute, die stehen eher auf den “Sounds-From-The-Vortex”-Sound, der etwas mehr rumpelt – was es jetzt nicht wirklich so ist, aber du weißt, was ich meine – für dieses Album hat sich dieser etwas klarere Sound aber positiv auf das Gesamtergebnis ausgewirkt.

Finde ich auch! Dann bedanke ich mich für deine Zeit und wünsche euch viel Erfolg mit dem Album! 

 

Dieses Interview wurde per Telefon geführt.

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