Der Jahresrückblick 2018 von Moritz Gruetz 2018

Meine Top-5 der Metal-Alben 2018

  1. Anaal Nathrakh – A New Kind Of Horror
  2. The Ocean Collective – Phanerozoic I: Palaeozoic
  3. Urfaust – The Constellatory Practice
  4. Manes – Slow Motion Death Sequence
  5. Voodus – Into The Wild

Schlechtestes Metal-Album des Jahres

Dimmu Borgir – Eonian: Sorry, aber die Songs würde ich höchstens Within Temptation oder Nightwish durchgehen lassen.

Bestes Entmetallisiert-Album des Jahres

Stray Colors – Atomic Bombs & Pirouettes: Ein wunderbar gemachtes Sommeralbum, das auch im Winter gute Laune macht. Was will man mehr?

Mein bestes Festival des Jahres

Open Air: Brutal Assault Open Air – zum neunten Mal in Folge wurde ich nicht enttäuscht. Wenngleich das Billing diesmal etwas schwächer war als in den Jahren zuvor.
Indoor: Dark Easter Metal Meeting – das wohl größte Indoor-Festival für extremen Metal des Landes in der eigenen Stadt. Was will man mehr?

Mein bestes Konzert des Jahres

37 Einzelshows, drei Open Airs und zwei Indoor-Festival – wie soll man sich da auf eine Show festlegen?! Die Perfektion gestreift haben aber ohne Zweifel die Einzelshows von Kellermensch (Nürnberg), Slayer, Ministry und Metallica (alle München) sowie die Festival-Auftritte von Laibach, Celeste und Wardruna auf dem Brutal Assault.

Mein schlechtestes Konzert des Jahres

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Obscure Sphinx mit ihrem „Ambient-Set“ und „Maaathaaaa“-(up)fucker DANZIG (beide Brutal Assault Open Air).

Bestes Coverartwork des Jahres

Ministry – AmeriKKKant: Besser hätte man kaum in einem (zwei) Bildern einfangen können, was einem durch den Kopf geht, hört man dieser Tage wieder neues von jenseits des Atlantik.

Schlechtestes Coverartwork des Jahres

The Dark Red Seed – Becomes Awake: Was in Herrgotts Namen passiert denn hier?!

Mein Newcomer des Jahres

Die schwedischen Black-Metaller Voodus mit ihrem Dissection-Watain-Oldschool-Melo-Black-Metal auf „Into The Wild“, die Leipziger Black-Metaller Laudate mit „d.é.o.m.é.“ und die Münchner Stoner-Rocker Sundog mit ihrer EP „Where My Bones Lie“ haben mich ziemlich gepackt.

Meine Entdeckung des Jahres

– musikalisch: Unzählige neue Bands und Alben – wie zum Glück jedes Jahr.
– persönlich: Alle Vorzüge des Nicht-mehr-Pendler-Daseins.

Meine Enttäuschung des Jahres

– musikalisch: Live Behemoth auf dem Brutal Assault und auf Platte Ihsahn mit „Àmr“
– persönlich: erfreulich wenig.

Überraschung des Jahres

Shining (Nor) machen auf „Animal“ jetzt 90’s Pop – das aber überraschend gut. Und bei Within Temptation klingt mittlerweile jeder zweite Song nach Eurovision Songcontest, live macht das Ganze trotzdem erstaunlich viel Spaß.

Mein Song des Jahres

Slipknot – All Out Life. Wenn das ganze Album so klingt, könnte das echt wieder was werden. Ich bin gespannt!

Mein bestes gelesenes Buch

„Hool“ von Philipp Winkler: Sprachlich schön, spannend und inhaltlich eine „ganz andere Welt“. Auf den letzten Metern des Jahres noch FAST von „Mittagsstunde“ (Dörte Hansen) eingeholt: Grandiose Sprache, spannendes Thema, coole Erzählweise und sehr berührend.

Mein bester gesehener Film

„Der Vorname“: Streckenweise etwas erwartbar, aber viel Schönes dabei. Vielleicht kein tiefsinniges Kinoerlebnis, ein unterhaltsames allemal.

Mein Wunsch / Hoffnung für das kommende Jahr

Vielleicht einfach nicht noch mehr Chaos auf der weltpolitischen Bühne? Weil, genau: We’re tired of it!