Helloween w/ Primal Fear

  • Festhalle Durlach, Karlsruhe
  • 14. Januar 2006

Am diesem Samstag hatte ich das recht seltene Vergnügen ein Metalkonzert in meiner Gegend zu besuchen. Helloween machten während ihrer „Keeper Of The Seven Keys – The Legacy World Tour” Halt in Baden Württemberg. Mit im Gepäck waren die Power Metaller von Primal Fear, die ebenfalls mit einem neuen Album („Seven Seals“) aufwarten konnten. Die Halle war schon gut gefüllt als ich mit meinem Kollegen das innere betrat. Die vorderen Plätze waren schon alle weg, doch wir stellten uns einfach dahinter in die sechste oder siebte Reihe.

Die Truppe um Ralf Scheepers enterte nach dem Intro die Bühne und legte mit „Demons & Angels“, von ihrer neuen Platte „Seven Seals“, brachial los. Nach „Rollercoaster“ merkte man dass die Stimmung schon nahezu perfekt war. Mit einem sehr gelungenen Mix aus alten und neuen Songs füllten die Jungs eine Stunde Spielzeit perfekt aus. Mein persönlicher Höhepunkt war dabei der Titelsong der neuen CD „Seven Seals“. Die Ballade wurde gebührend vom Publikum abgefeiert. Den Schluss bildete schließlich die Hymne „Metal Is Forever“. Abschließend kann ich überzeugend sagen dass PRIMAL FEAR eine wunderbare Liveband sind, die bei dieser Stimmung auch als Headliner eine Halle füllen könnten.

Nach der Pause wurde es wieder laut, denn dann standen HELLOWEEN im grellen Licht der Bühne und begannen mit „King For A 1000 Years“ ihre Setlist. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache dass ein Longtrack gleich zu Beginn gespielt wurde, aber es wurde feiernd von der Meute angenommen. Wer dem neuen Album nicht so viel abgewinnen kann wurde danach sofort mit „Eagle Fly Free“ vertröstet. Ein nahezu perfektes Bühnenbild machte sich in meinen Augen breit. Auch Michael Weikath ließ es sich nicht nehmen seine obligatorische Zigarette zu rauchen. Sänger Andi Deris hatte an diesem Abend dazu noch das Vergnügen in seiner Geburtsstadt ein Konzert zu geben und hatte somit die Halle auch auf seiner Seite. Nach „Keeper Of The Seven Keys“, welcher in voller Länge gespielt wurde, gab es dann eine humorvolle Darbietung von Drummer Dani Loeble und Bassist Markus Grosskopf. Während sich Loeble an seiner Schießbude vergnügte, versuchte sich Grosskopf an einem Minidrumset direkt daneben. Nach einer Abwechslung zerlegte der Bassist sein Gerät und der elitäre Schlagzeuger zeigte ein tolles Solo von erfreulicher Länge. Mit einer bunten Mischung aus „Mr. Torture“, „If I Could Fly“ und „Invisible Man“ endete schließlich die offizielle Setlist. Dazwischen zeigte jedoch Sascha Gerstner noch seine Künste an der Gitarre. Dani Loeble gesellte sich mit einer Minigitarre dazu und brachte einige schräge Töne heraus. Mir hat es, wie wohl auch der Mehrheit, gefallen, obwohl mir reine Soli etwas lieber sind als ein wenig Comedy zwischendurch. Als Zugabe gab es noch die Single der aktuellen Platte, „Mrs. God“ und den Oberklassiker „I Want Out“. Doch noch nicht genug. Nachdem HELLOWEEN ein weiteres Mal die Bühne verließen, wurde lautstark „Dr. Stein“ gefordert. Mir war es davor schon klar dass dieser Song nicht fehlen darf und ich wurde dann auch nicht enttäuscht.

Damit hatte ich ein wunderbares Konzert hinter mich gebracht. Besonders Primal Fear waren für mich die eindeutigen Gewinner an diesem Abend. Aber natürlich zeigten auch die Kürbisköpfe eine Leistung par exellance, die ich nicht so schnell vergessen werde. Persönlich war es mir ein wenig zu voll, was mich aber mit der Zeit nicht mehr großartig störte. Bitte mehr von Großartigen Bands in der Festhalle!

Setlist Helloween:
1. King For A 1000 Years
2. Eagle Fly Free
3. Hell Was Made In Heaven
4. Keeper Of The Seven Keys
5. A Tale That Wasn’t Right
6. Occasion Avenue
7. Mr. Torture
8. If I Could Fly
9. Power
10. Future World
11. The Invisible Man
12. Mrs. God
13. I Want Out
14. Dr. Stein


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