Batushka: Die andere Perspektive

Nachdem bei den polnischen Black-Metallern BATUSHKA im Dezember ein Disput zwischen dem geschassten Gitarristen Krzysztof „Христофор“ Drabikowski und Sänger Bartłomiej „Варфоломей“ Krysiuk entbrannt war, wer über die Band entscheiden kann, hatte sich zuletzt Drabikowski in einem Videostatement geäußert (Metal1.info berichtete) und seinem ehemaligen Kollegen vorgeworfen, ihm die Band entrissen zu haben.

Nun hat Krysiuk sich in einem Interview mit dem polnischen Magazin Soundrive.pl zu der Sache geäußert und seine Sicht der Dinge dargestellt. Das Interview in voller Länge ist bei den Kollegen in polnischer Sprache verfügbar.

Gemäß seinen Aussagen im Interview widerspricht Bartłomiej „Варфоломей“ Krysiuk zwar nicht, dass Drabikowski für die Gitarrenspuren auf dem ersten Album verantwortlich sei – gibt aber zu Protokoll, dass er das gesamte optische Konzept entworfen, die Kostüme aus eigener Tasche bezahlt und auch das Gesangsarrangement gemacht hätte. Zudem habe er die Produktion des Albums finanziert und die Konzerte der Band organisiert. Drabikowski hingegen habe kein Geld investieren wollen und keine Verträge unterzeichnen und keine Verantwortung übernehmen wollen.

„Ich war es, der alle Kosten für die Bezahlung der Musiker, die Organisation der Proben, alles, was mit dem Namen Batushka zu tun hatte, tragen musste. Es war eine Marke und ein Unternehmen, das vollständig von mir gegründet wurde, Krzysztof profitierte von Anfang an von ihr, ohne einen Cent zu investieren. Habe ich also kein Recht darauf?“

Das Problem sieht er dabei vor allem bei Krzysiek selbst:

„Krzysiek hat große psychologische Probleme, die jeder um ihn herum kannte und über die er sprach. Alle, die lange Zeit bei ihm blieben, sagten, dass etwas nicht stimmte.“

Was die Namensrechte angeht, erklärt Krysiuk die Situation wie folgt:

„BATUSHKA galt als anonymes Projekt, sodass die erstbeste Person von der Straße das Büro betreten und den Namen reservieren konnte. Ich habe beschlossen, dies zu tun, um eine solche Situation zu vermeiden, auch wegen der Zahl der Fälschungen, die aus der ganzen Welt kommen. Krzysiek kann dies auch bestätigen, da er persönlich der Polizei einen Fall eines der gefälschten Hersteller gemeldet hat.“

Für die Zukunft der Band wünscht sich Krysiuk folgendes:

„Zuerst möchte ich ein gutes Album veröffentlichen und möchte, dass die Musik für sich selbst spricht. […] Außerdem zähle ich auf die Umsetzung aller Konzertpläne und vor allem auf ein wenig Frieden, denn das Ende 2018 war sicherlich kein friedliches. Ich grüße diejenigen, die sich so schön dazu äußern und nur die Perspektive einer Seite der gesamten Situation kennen. Heute ist es sehr einfach, jemanden auszusprechen, anzuspucken, zu verleumden und nur eine Seite der Medaille zu sehen.“

Der Streit war entbrannt, nachdem beide Musiker auf verschiedenen Social-Media-Kanälen die Rechte an der Band für sich in Anspruch genommen und den Rauswurf des jeweils anderen verkündet hatten (Metal1.info berichtete).

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