Burning Witches: Ex-Gitarristin Sonia Anubis erhebt schwere Vorwürfe

Sonia Anubis (COBRA SPELL, ex-CRYPTA) hat in einer Reihe von Social-Media-Storys ausführlich über ihre frühere Zeit in der Schweizer Band BURNING WITCHES gesprochen. In ihren Schilderungen zeichnet sie das Bild eines Umfelds, das aus ihrer Sicht von finanzieller Ausbeutung und massivem psychischen Druck geprägt gewesen sei. Sie geht so weit zu sagen, die Situation sei schlimmer gewesen als der jüngste Skandal um die Band DOGMA.

Nach ihren Angaben sei sie trotz ihrer Rolle in der Band nie offiziell als Mitglied bezahlt worden. Weder für Studioaufnahmen noch für Live-Auftritte – darunter auch Shows auf großen Festivals wie dem WACKEN OPEN AIR – habe sie Gagen erhalten. Sie betont, sie sei „nie als offizielles Mitglied bezahlt“ und „nie für [ihre] Aufnahmen auf den Alben bezahlt“ worden.

Darüber hinaus berichtet Anubis von strikten Vorgaben zu ihrem äußerlichen Auftreten. Sie habe nicht ohne Make-up auftreten dürfen; der Manager habe ihr demnach gesagt, sie sähe ohne Schminke „hässlich“ aus und würde sich „lächerlich machen“. Zudem sei sie gezwungen worden, konsequent im Stehen zu spielen – selbst in privaten Videoaufnahmen. Interviews habe sie nicht geben dürfen, weil ihre musikalischen Einflüsse nicht mit dem Image der Band harmoniert hätten. Der Umgangston sei grob und beleidigend gewesen, was dazu geführt habe, dass sie nach eigener Aussage viele Momente weinend hinter der Bühne verbracht habe.

In ihren Statements spricht die Gitarristin auch über die langfristigen emotionalen Folgen. Die Zeit bei BURNING WITCHES habe ihre Begeisterung nachhaltig beschädigt: „Sie haben meine jugendliche Begeisterung zerstört. Sie haben mein Glück verspottet. Jeder Teil von mir, der mich zum Strahlen brachte, war für sie eine Bedrohung“, fasst sie ihre Eindrücke zusammen.

Auf die Frage eines Fans, ob ihre Erfahrungen mit den jüngsten Berichten über die Band DOGMA vergleichbar seien, fällt ihre Einschätzung noch drastischer aus. Aus ihrer Sicht sei „BURNING WITCHES schlimmer“. Die Mitglieder von DOGMA seien immerhin bezahlt worden und hätten Verträge gehabt, erklärt sie. Sie selbst hingegen habe „nichts“ gehabt – außer einer Jackson-Gitarre, die sie sich mit ihrem eigenen Geld aus ihrer Arbeit als Webentwicklerin finanziert habe. Die Band bezeichnet sie in diesem Zusammenhang nicht als „Newcomer“, sondern als eine „korrupte Band, die sensible Musiker wie Müll behandelt“.

Bislang liegt von Seiten BURNING WITCHES nach aktuellem Stand keine öffentliche Stellungnahme zu den von Sonia Anubis erhobenen Vorwürfen vor. Anubis selbst hat in den Storys angekündigt, das Thema mit „Beweisen“ bald wieder aufgreifen zu wollen.


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Ein Kommentar zu “Burning Witches: Ex-Gitarristin Sonia Anubis erhebt schwere Vorwürfe

  1. Naja, hier regiert halt Destruction, da Schmier die Band protegiert und sein Gitarrist Damir Eskić, der Manager der Witches ist. Gleichzeitig auch der Lebensgefährte von Romana Kalkul, die oftmals als Bandchefin dargestellt wird. Das hier insgesamt mit recht konservativen Methoden gearbeitet wird, habe ich selber erfahren müssen. Ich vermute mal fast, das auch Seraina Telli ähnliche Erfahrungen machen musste. Aber so ist es eben in diesem Business.

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