CD-Review: August Burns Red - Thrill Seeker

Besetzung

Josh McManness – Gesang
JB Brubaker – Gitarre
Brent Rambler – Gitarre
Dustin Davidson – Bass, Gesang
Matt Greiner - Schlagzeug

Tracklist

01. Your Little Suburbia Is In Ruins
02. Speech Impediment
03. Endorphins
04. Too Late For Roses
05. Barbarian
06. The Reflective Property
07. Wish Full Of Dreams
08. Consumer
09. A Shot Below The Belt
10. Eve Of The End
11. The Seventh Trumpet


Trotz der inzwischen unendlich großen Masse an Metalcore-Bands wie As I Lay Dying, Killswitch Engage, Parkway Drive etc. gibt es doch immer wieder neue Bands, die es schaffen, durch einen sehr eigenen Sound neue Markenzeichen in der Szene zu setzen. Mit ihrem Debüt-Werk „Thrill Seeker“ schaffen AUGUST BURNS RED diesen Schritt.Schon das Artwork, dessen Aussage ich bis heute nicht verstehe, lässt erahnen, dass es sich beim Inhalt um technisches Geknüppel aus der Core-Ecke handelt.

Immer hart an der Grenze zum Mathcore, den chaotischen und extrem abwechslungsreichen Songstrukturen zum Dank, macht vor allem das ausgefeilte Songwriting der Jungs mächtig Laune: So verzichten AUGUST BURNS RED auf Cleangesang und simple „Strophe-Refrain-Strophe-Refrain“-Aufbauten und setzen stattdem auf etliche versierte Gitarrenläufe, Breakdowns und Moshparts im 5- bzw. 7/4-Takt und Breaks, bei dem sich dem Hörer die Ohren verknoten.
Sehr positiv ist anzumerken, dass AUGUST BURNS RED sich trotz Allem nicht zu schade sind, auch mal für kurze Zeit das Tempo rauszunehmen und ein ruhiges Interlude einzubauen, wie man sehr schön in Songs wie „A Shot Below the Belt“ und „Too Late For Roses“ hören kann. Dadurch gewinnt ihre Musik einiges an Atmosphäre, nicht zuletzt durch die teilweise etwas pseudo-philosophisch wirkenden gesprochenen Lyrics, und dem Hörer wird eine kurze Auszeit gegönnt, was ab und an auch nötig wird, da fast die vollen 45 Minuten immer straight auf die Zwölf geprügelt wird, mit Ausnahme des instrumentalischen Outros „Eve of the End“, welches das brachiale, nichtsdestotrotz aber sehr stimmige Ende in Form von „The Seventh Trumpet“ einläutet.

Durch die angesprochenen musikalischen Merkmale ergibt sich, dass die Musik des Quintetts aus Lancaster um einiges anspruchsvoller zu hören ist als beispielsweise Caliban‘-sche Mosh-Attacken und sich auch in Sachen Härte so ziemlich von allen Alben ihrer Kollegen deutlich distanziert, sieht man mal von den Australiern Parkway Drive ab.
Manche Menschen mögen sich an der christliche Einstellung der fünf Mannen ein wenig stören, die in den Songs auch ab und an durchkommt. In meinen Augen allerdings sollte das Hauptaugenmerkmal auf der Musik liegen – denn die ist 1A.

Für das nächste Album bleibt lediglich zu wünschen, dass man ein paar raffinierte Solos zu hören bekommt und dass auf Albumlänge noch ein wenig mehr Abwechslung geboten wird.

Bewertung: 8 / 10

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