CD-Review: Behemoth - At The Arena Ov Aion - Live Apostasy (Live)

Besetzung

Adam "Nergal" Darski – Gesang, Gitarre
Tomasz "Orion" Wroblewski – Bass
Zbigniew Robert "Inferno" Prominski – Schlagzeug, Percussions

Tracklist

01. Rome 64 C.E.
02. Slaying The Prophets Ov Isa
03. Antichristian Phenomenon
04. Demigod
05. From the Pagan Vastlands
06. Conquer All
07. Prometherion
08. Drum Solo
09. Slaves Shall Serve
10. As Above So Below
11. At The Left Hand Ov God
12. Summoning ov The Ancient Gods
13. Christgrinding Avenue
14. Christians To The Lions
15. Sculpting the Throne ov Seth
16. Decade Of Therion
17. Chant for Eschaton 2000
18. I Got Erection (Turbonegro-Cover; Bonus-Track)
19. Pure Evil & Hate (Bonus-Track)


Polen und Death Metal. Die meisten werden in erster Linie sicherlich an Vader denken. Und als zweites? Richtig, an deren Kollegen von BEHEMOTH. Seit mittlerweile 15 Jahren liefern die Osteuropäer zuerst Black Metal, dann hauptsächlich Death Metal auf konstant hohem Niveau. Insgesamt können sie auf acht Studioalben, eine DVD, eine Best of und etliche EPs und Demos zurückblicken – was bis dato noch in ihrer Sammlung fehlte, war eine Live-CD, die nun in Form von „At The Arena Ov Aion – Live Apostasy“ erschienen ist.

Auf über einer knackigen Stunde bekommt der Fan das Beste geboten, das BEHEMOTH live je zum Besten gegeben haben – das kann man ruhig so sagen. Seinen Anfang nimmt das „Übel“ mit dem obligatorischen, deswegen aber nicht minder eindrucksvollen „Rome 64 E.V.“, welches schon mal einen guten ersten Eindruck von der Live-Atmosphäre der Aufnahmen geben soll und einen praktisch lückenlosen Übergang zum „The Apostasy“-Killer „Slaying The Prophets Ov Isa“ bietet, ehe man mit den vertraut klingenden Posaunen von „Demigod“ und dem – schon fast zum Kult avanciertem – „Conquer All“ zurück ins Jahr 2004 geblasen wird.

Freunde, dreht die Boxen bis zum Anschlag auf: auch das heißgeliebte „Drum Solo“, auf dem Zbigniew Robert „Inferno“ Prominski seine Genialität an den Stöcken zum Besten gibt, hat es mit auf die „Live Apostasy“ geschafft. BEHEMOTH dürfen mit Fug und Recht behaupten, einen der weltweit besten Drummer des Genres in der Rhythmus-Abteilung sitzen zu haben. „This song is a middlefinger to our enemys“, brüllt Nergal dann verheißungsvoll ins Mikrofon, ehe „Slaves Shall Serve“ intoniert und von der Menge widerstandslos abgefeiert wird.

Bemerkenswert atmosphärisch kommen „At The Left Hand Ov God“, der Pflichtsong „Christgrinding Avenue“ und „Decade Ov Therion“ (eben dieser ist übrigens auch der zweitälteste Song auf der regulären Version von „Live Apostasy“ [„Summoning Ov The Ancient Ones“ erschien 1992], die ansonsten hauptsächlich die letzten vier Alben behandelt) daher – wer sich hier für die Nachbearbeitung an den Mischpulten verantwortlich zeigt, sei hoch gelobt, denn: ein derart klarer und gleichzeitig erdiger, druckvoller und energiegeladener Sound ist mir auf einem Live-Album nur selten untergekommen. Als Rausschmeißer darf „Chant For Ezkaton 2000 e.v“ fungieren, welches auf der am 20. November erscheinenden EP „Ezkaton“ zu finden sein wird und diese dadurch zum Kauf empfiehlt.

Getreu dem Motto „Zeit ist Metal!“ plappert Frontmann Nergal gar nicht erst lange um den heißen Brei herum und langweilt die Fans mit hohlen Phrasen, sondern leitet kurz und knackig in die Stücke ein und aus und schafft es trotzdem ohne weiteres, die Live-Atmosphäre und Stimmung auf diesen 65-minütigen Rohling zu pressen.

Der, wie schon erwähnt, überdurchschnittlich gute Sound und die Songauswahl, die wohl jeden Geschmack treffen dürfte, lassen „At The Arena Of Aion – Live Apostasy“ nicht nur zu einem unbedingten Pflichtkauf für jeden Fan, sondern auch zu einer absolut uneingeschränkten Empfehlung für alle andere werden. Nächstes Jahr soll dann auch die passende DVD mit Bildmaterial dazu erscheinen. Zu kaufen gibt es das Ganze übrigens in zwei verschiedenen Versionen: einem Digibook mit den regulären 17 Tracks und als Metallbox, die außerdem einen Patch, ein Plektrum und zwei Bonussongs beinhaltet. Wer also ein paar Euro mehr drauflegen mag, wird mit dem Turbonegro-Cover „I Got Erection“ und „Pure Evil & Hate“ belohnt.

Keine Wertung

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