Interview mit Inferno von Behemoth

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Mit „I Loved You At Your Darkest“ haben BEHEMOTH ihr vielleicht bis Dato eingängigstes Werk erschaffen. Kurz und etwas austauschbar fallen leider nicht nur die Songs, sondern auch die Antworten aus, die uns Schlagzeuger Inferno von der US-Tour übermittelt.

Hallo Inferno! Wie geht es dir?
Hey. Alles in Ordnung bei mir. Im Moment befinden wir uns mitten in unserer Headliner-US-Tournee. Alles läuft reibungslos und die Shows sind unglaublich. Zum ersten Mal konnten wir diese große Produktion mitbringen.

Euer neues Album heißt „I Loved You At Your Darkest“ – warum war das der perfekte Titel für das Album?
Ich denke, er passt sehr gut und er ist sehr vieldeutig. Auf der einen Seite ist es sehr poetisch und auf der anderen Seite steht es im Kontrast zu dem Genre, in dem wir uns bewegen.

Was war das Konzept hinter dem Cover, was verbindest du mit diesem Bild?
Jeder Mensch kann darin verschiedene Dinge sehen, und das ist eine gute Sache. Man kann Gott auf seinem Sockel sehen und gleichzeitig sagen, dass dies Gotts Sturz ist. Und natürlich kann man darin auch viele Verbindungen zur Bibel sehen.

Das letzte Album, das ich gehört habe, auf dem so viele Kinder im Chor sangen, war „The Wall“ von Pink Floyd. Was hat euch inspiriert, dieses Element auf „I Loved You At Your Darkest“ zu verwenden?
Ich bin ein wirklich ein großer Fan von Pink Floyd, also ist das ein Kompliment. Aber wir machen extremen Metal und ich finde, so etwas in diesem Genre zu tun ist großartig.

Wer sind die Kinder, die wir hier hören können? War es schwer, Kinder zu finden, die auf einem BEHEMOTH-Album singen wollen?
Es sind die Kinder von Freuden von uns. Insofern war es keine große Sache, das so umzusetzen.

Hast du ihnen auch das fertige Album zum Anhören gegeben und wenn ja, wie fanden sie es?
Ich hoffe, sie kennen das Album ziemlich gut und sind stolz darauf. Ihre Eltern sind auch Metalheads.

Die Songs sind kürzer ausgefallen: Diesmal sind es zwölf Songs in 46 Minuten – letztes Mal waren es nur neun. War das Absicht oder hat sich das so entwickelt?
Auf diesem Album kam alles ganz natürlich, genau so, wie wir es fühlen und hören wollten. Keine Berechnung, nur reine Energie während der Proben. Das Endergebnis gefällt mir sehr gut und ich kann mir keine andere Arbeitsweise vorstellen.

Die Arrangements sind vielfältiger, und an manchen Stellen lockerer als bei der letzten CD – zum Beispiel gibt es viele Gitarrensoli ohne ein begleitendes Riff auf der zweiten Gitarre. Was hat euch dazu inspiriert?
Ich betrachte das immer im Ganzen: Wenn etwas zu den Songs passt, dann sind wir zufrieden. Ich bin froh, dass wir so verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten nutzen können.

Neben der Musik ist BEHEMOTH bekannt dafür, fast jede Art von Merchandise zu verkaufen – zuletzt sogar Hundefutter zur Promotion der Single „God = Dog“. Siehst du kein Risiko, damit das Image der Band zu schädigen?
Das war kein Merch, sondern eher eine Art Performance. Und es ist ganz einfach so: Es wird immer jemanden geben, der es nicht mag. Ich kaufe selbst viel Band-Merchandise – das ist für mich als Fan und Musiker ganz natürlich.

Was würdest du zu Fans sagen, die Merchandising-Produkte wie euren Kaffee oder dergleichen als Kommerzprodukte kritisieren?
Kauft es nicht.

Vielen Dank für das Gespräch! Zum Abschluss ein Brainstorming:
Auf Tour sein:
Teil des Lebens.
The Voice: Intellektuell.
Satan: Freedom.
Gesundheit:
Bewegung.
Urlaub:
Eines Tages.
BEHEMOTH in zehn Jahren: BEHEMOTH .

Nochmals Dank für deine Zeit und Antworten. Die letzten Worte gehören dir:
Hail Satan.

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Dieses Interview wurde per E-Mail geführt.
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3 Kommentare zu “Behemoth”

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