CD-Review: Black Stone Cherry - Kentucky

Besetzung

Chris Robertson – Gesang, Gitarre
Ben Wells – Gitarre
Jon Lawton – Bass
John Fred Young – Schlagzeug

Tracklist

01. The Way Of The Future
02. In Our Dreams
03. Shakin‘ My Cage
04. Soul Machine
05. Long Ride
06. War
07. Hangman
08. Cheaper To Drink Alone
09. Rescue Me
10. Feelin‘ Fuzzy
11. Darkest Secret
12. Born To Die
13. The Rambler


Das Cover von "Kentucky" von Black Stone Cherry

Einst galten sie als die heißesten der heißen Newcomer, aber inzwischen sind Southern Rocker BLACK STONE CHERRY längst alte Hasen der Szene. Auf ihr erfolgreiches Album „Magic Mountain“ folgte mit „Thank You: Livin‘ Live“ eine bei einer derart umtriebigen Kapelle lange überfällige Live-CD nebst entsprechender DVD und nun haben BLACK STONE CHERRY mit dem schlicht „Kentucky“ betitelten Langspieler ihr nächstes Album am Start.

Zwar klingen BLACK STONE CHERRY im eröffnenden Doppel aus „The Way Of The Future“ und „In Our Dreams“ trotz ultrafettem Breitwand-Sound dank gefälliger Radio-Gradlinigkeit stark nach Chartbreakern wie Nickelback, jedoch sind diese beiden Nummern in keinster Weise repräsentativ für „Kentucky“ und damit als Opener höchstens etwas unglücklich gewählt. Wie sein Vorgänger ist nämlich auch dieses Album randvoll mit ur-amerikanischem, Whisky getränktem Breitwand-Rock, der hier stilsicher zwischen hart und zart oszilliert.

Absolutes Paradebeispiel für gutes Songwriting nach BLACK-STONE-CHERRY-Art ist dabei das bereits im Vorfeld als Lyric-Video ausgekoppelte „Soul Machine“: Neben dem erdigen Riffing der Herren gibt es hier dezente Bläser und weiblichen Background-Gesang, was dank des – eben – souligen Organs von Frontmann Chris Robertson für eine derart coole Nummer sorgt, dass der Bourbon beim Anhören auch ohne Eiswürfel auf Trinktemperatur bleibt. Überhaupt wandeln die Burschen aus Edmonton auf ihrer neuesten Platte gerne mal auf beseelten Abwegen und haben mit „War“ u.a. ein ziemlich energiegeladenes Edwin-Starr-Cover inklusive Saxofon im Angebot.

So haben BLACK STONE CHERRY es geschafft, sich auf „Kentucky“ von einer etwas anderen Seite zu zeigen, ohne dabei ihren klassischen Sound aufzugeben und das ist wohl so ziemlich der beste Weg, um als Band seine Anhängerschaft bei Laune zu halten. Das funktioniert neben dem erwähnten Liedgut am besten über Nummern wie das reichlich metallische „Rescue Me“, Stampfer wie „Shakin‘ My Cage“ oder „Cheaper To Drink Alone“ sowie dem milden, melancholischen und doch packenden Abschluss durch die Ballade „The Rambler“.

Die Überraschungen, die der Hörer auf „Kentucky“ erlebt, halten sich selbstverständlich in Grenzen, aber dennoch bieten BLACK STONE CHERRY hier alles, was man von ihnen kennt und liebt, ohne sich selbst zu kopieren. Getreu dem bisherigen Sound der Truppe haben die Herren ihr Schaffen auch diesmal wieder in kaum zu überbietenden Breitwand-Sound verpackt, der in erster Linie mit einer mehr als opulenten Gitarrenwand punkten kann und der ansonsten recht traditionsbewussten Musik der Mannschaft ihre Daseinsberechtigung im 21. Jahrhundert ausstellt.

Wo BLACK STONE CHERRY drauf steht, ist auch unüberhörbar BLACK STONE CHERRY drin. Das Quartett aus Edmonton liefert mit „Kentucky“ ein weiteres Mal ein ebenso eingängiges wie authentisches sowie modernes Southern Rock-Album ab, das Fans der Band direkt in ihrer Wohlfühlzone abholt. Überraschen können BLACK STONE CHERRY mit dieser Platte zwar nur selten, aber dafür gibt es hier Feelgood-Rock direkt aus dem amerikanischen Herzland und das überzeugt von der ersten Note an.

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Bewertung: 7.5 / 10

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