BLOODRED HOURGLASS waren mit ihrem neuen Album „We Should Be Buried Like This“ gerade auf großer Europatournee. Das siebte Album der 2005 im finnischen Mikkeli gegründeten Melodic Death Metal Combo führt den zuletzt bekannten Sound der Band fort und baut diesen noch weiter aus. Neben den gewohnten Death-Metal-Einflüssen lassen sich auch klare Strukturen aus dem Metalcore erkennen. Die für BLOODRED HOURGLASS bekannten Synthesizerelemente flechten sich unaufdringlich, aber bestimmt, in das Album ein.
Der Opener „The Crown is Permanent“ zieht den Hörer mit seinen markanten Drumming und treibenden Riffs direkt in das Album herein. „We Should Be Buried Like This“ legt hier direkt mit einem Double-Bass-Gewitter nach und entfaltet sich zu einem emotional aufgeladenen Song, der sich sofort im Gehör festsetzt.
Danach wird es härter, direkter und stampfende Riffs dominieren oft den Einstieg in die Songs („Chasing Shadows“, „Dance Of The Dandelions“). Hier merkt man deutlich, wie die Schrauben noch mal ordentlich angezogen werden. Dabei ziehen nun auch Klargesang für zusätzliche Tiefe und Kontrast in die Songs ein. Dieser geht im Verlauf in ergreifenden, gefühlvollen Passage über („Royally Done“).
Die atmosphärischen Ruhepole der Platte kündigt sich durch eine Ballade („God Has Favourites“) an, die durch vordergründigen Klargesang besticht. Im Anschluss wird es noch mal getragen und nachdenklich mit „Frail“. Eine willkommene Verschnaufpause im ansonsten druckvollen Albumfluss.
„Mirage“ ist eine Kooperation mit BALANCE BREACHE und Lotta Ruutiainen von LUNA KILLS. Der Song weckt Erinnerungen an PARKWAY DRIVE und führt das emotionale und zum Teil hymnische Songwriting fort.
Um den Druck aufrechtzuerhalten, wird das Tempo wieder deutlich angezogen („Shun The Limelight“): schnell, hart, mit einer Mischung aus Trauer und Wut, die zum Mitsingen animiert. Zum Abschluss ihres siebten Studioalbums zeigen BLOODRED HOURGLASS noch einmal ihr gesamtes Können. Hier vereinen sie alle Facetten – rohe Aggression, emotionale Tiefe und melancholische Schönheit – zu einem fulminanten Finale („Vividus“).
Mit diesem Werk beweisen BLOODRED HOURGLASS eindrucksvoll, dass sie zu den derzeit spannendsten modernen Bands zählen. Sie vereinen dabei mehrere Genres gekonnt, was in einem kraftvollen Album mündet. Dabei brilliert Jaredi Koukonen mit seinen Growls, Screams und Klargesang. Es wird nie langweilig und emotionale Höhepunkte kommen immer wieder durch, die dem Album eine gute Dynamik mitgeben.
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Wertung: 8.5 / 10


