CD-Review: Flying Colors - Second Flight: Live At The Z7

Besetzung

Casey McPherson – Gesang, Gitarre
Steve Morse – Gitarre
Dave LaRue – Bass
Mike Portnoy – Schlagzeug, Gesang
Neal Morse – Keyboard,Gesang

Tracklist

CD 1:
01. Overture
02. Open Up Your Eyes
03. Bombs Away
04. Kayla
05. Shoulda Coulda Woulda
06. The Fury Of My Love
07. A Place In Your World
08. Forever In A Daze

CD 2:
01. One Love Forever
02. Colder Months
03. Peaceful Harbor
04. The Storm
05. Cosmic Symphony
06. Mask Machine
07. Infinite Fire

DVD:
01. Overture / Open Up Your Eyes
02. Bombs Away
03. Kayla
04. Shoulda Coulda Woulda
05. The Fury Of My Love
06. A Place In Your World
07. Forever In A Daze
08. One Love Forever
09. Colder Months
10. Peaceful Harbor
11. The Storm
12. Cosmic Symphony
13. Mask Machine
14. Infinite Fire


Steve Morse, Mike Portnoy, Dave LaRue und Neal Morse, allein die Liste der involvierten Musiker drüfte den moisten Prog-Fans feuchte Hände bescheren. Komplettiert durch Sänger und Gitarrist Casey McPherson bilden diese Ausnametalente FLYING COLORS, die dieser Tage ihr zweites Livealbum „Second Flight: Live At The Z7“ veröffentlichen.

Aufgenommen wurde die Scheibe 2014 im schweizerischen Pratteln, während der Tour zu „Second Nature“, dem zweiten Album von FLYING COLORS. War dieses noch recht verkopft, trifft dies auf „Second Flight: Live At The Z7“ keinesfalls zu. Hier präsentiert sich eine Band, die offensichtlich eine Einheit bildet und großen Spaß am gemeinsamen Musizieren hat – das Ergebnis ist eineutig mehr als die Summe der Einzelteile.
So klingen die gelegentlich auf Platte etwas sperrigen Songs live um einiges imposanter, wie etwa „Open Your Eyes“, was an diesem Abend einen starken Opener abgibt. Zugleich hat der Track eine unerwartete Leichtigkeit inne, die den Zuschauer von der ersten Minute an in seinen Bann schlägt. Dies gilt ebenso für „A Place In Your World“ und das geniale „Cosmic World“. Allein das unfassbar starke Basssolo würde zu spontanem Szenenapplaus verleiten, könnte man seine Augen vom Bildschirm lösen. Doch FLYING COLORS können nicht nur verzaubern, sie können auch kräftig rocken („Forever In A Daze“) oder auch mal mit viel Pathos agieren („Bombs Away“). Dabei gelingt es FLYING COLORS zudem ebenfalls den bereits bekannten Songs einen neuen Spin zu verleihen, was diesen ein frisches, neues Gewand erhalten („Shoulda Coulda Woulda“).
Verpackt ist das alles in einen Sound, der zu den Besten gehört, die man auf Liveveröffentlichungen findet und an den sonst wohl nur Steven Wilsons „Get All You Deserve“ heranreicht. Denn natürlich braucht eine solche Prog-Band einen extrem klaren Sound, damit all die Feinheiten in der Musik zur Geltung kommen. Denn an Feinheiten mangelt es bei FLYING COLORS nicht, bringt doch jeder der beteiligten Musiker sein gesamtes Können und seinen enormen Erfahrungsschatz mit ein. Gleichzeitig hat der Sound auf „Second Flight: Live At The Z7“ aber auch den nötigen Punch, um die satten Riffs druckvoll aus den Boxen zu feuern und Portnoys akzentuiertes Drumming gut rüberzubringen.

Klare Sache, die Anschaffung von „Second Flight: Live At The Z7“ lohnt sich für Alle, die FLYING COLORS mögen oder mit warmem und sanftem Prog Rock etwas anfangen können. Unaufgeregt abgefilmt, bekommt man hier einen Livemitschnitt, der eine harmonische agierende Band zeigt und den Zuhörer zum Träumen und sich in der Musik verlieren einläd. Zu haben ist das Ganze mit zwei CDs und einer DVD oder Blu-Ray, alternativ auch auf drei LPs.

Bewertung: 8.5 / 10

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