CD-Review: Iron Maiden - Iron Maiden

Besetzung

Paul Di’Anno - Gesang
Dave Murray - Gitarre
Dennis Stratton - Gitarre
Steve Harris - Bass
Clive Burr - Schlagzeug

Tracklist

01. Prowler
02. Sanctuary
03. Remember Tomorrow
04. Running Free
05. Phantom Of The Opera
06. Transylvania
07. Strange World
08. Charlotte The Harlot
09. Iron Maiden


Am 14. April 1980 kommt der Stein ins Rollen. Es ist die Geburtsstunde von IRON MAIDEN und der „New Wave Of British Heavy Metal“. Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum zeigen die fünf jungen Engländer eine nahezu perfekte Darbietung von harter Gitarrenmusik. Ihr eigenwilliger Stil entwickelte sich aus der Rockmusik der 70er und prägte die Entwicklung des Heavy Metal entschieden mit. Obwohl IRON MAIDEN bereits 1975 gegründet wurden, erschien das Debüt erst fünf Jahre danach, was am spärlichen Interesse an Rockmusik lag. Bands wie Deep Purple oder Black Sabbath waren zu diesem Zeitpunkt nicht gefragt und heutige Größen wie Motörhead noch zu unbekannt. Lediglich der Punk war im Kommen, und so waren die Anfangstage von IRON MAIDEN auch von jener Stilart etwas beeinflusst.

Alleine schon der erste Song „Prowler“ weist ein traumhaftes Riffing auf und ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Flotter Rock n’ Roll, gespielt von zwei Gitarren, welche hervorragend miteinander harmonieren. Über die kompletten 40 Minuten von „Iron Maiden“ zieht dieses Bild den Hörer in seinen Bann. Sei es nur bei „Sanctuary“, „Running Free“, „Iron Maiden“ oder der göttlichen instrumentalen Darbietung „Transylvania“. Dies sind alles Bandklassiker, die auch mehr als 25 Jahre später noch live zum Besten gegeben werden.
Auf „Iron Maiden“ findet man neben all den schnellen Songs auch noch zwei ruhigere Nummern. „Remember Tomorrow“ steigert sich in seinen fünfeinhalb Minuten von einem balladesken Anfang in eines der vielen, schlicht genialen Gitarrensoli, unterstützt vom markanten galoppierenden Riffing. „Strange World“ hingegen ist eine einzige Ballade, bei der Paul Di’Anno, so rotzig er klingen mag, auch wunderbar gefühlvoll singen kann.

Das Debüt von IRON MAIDEN hat einfach alles, was sich der Anhänger des klassischen Heavy Metals wünscht. Jeder Song weiß auf seine eigene Art zu überzeugen und kann nur so von Eingängigkeit strotzen. Und das beste: „Iron Maiden“ kann auch nach so langer Zeit noch auf ganzer Linie überzeugen. Neben der kompletten musikalischen Darbietung gibt es dann noch den Kultkopf „Eddie“ auf dem Frontcover zu bewundern, der es in irgendeiner Form immer auf die Albumcovers geschafft hat. Ebenso ist Eddie auch bei jedem Konzert dabei. Egal, ob es nun bei der Tournee mit Judas Priest oder beim damaligen Reading Festival war. „Iron Maiden“ wird jedenfalls immer ein zeitloser Klassiker bleiben.

Bewertung: 9.5 / 10

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