CD-Review: Mantar - The Modern Art Of Setting Ablaze

August 2018

Besetzung

Hanno Klänhardt - Gesang
Erinc Sakarya - Schlagzeug

Tracklist

01. The Knowing
02. Age Of The Absurd
03. Seek + Forget
04. Taurus
05. Midgard Serpent (Seasons Of Failure)
06. Dynasty Of Nails
07. Eternal Return
08. Obey The Obscene
09. Anti Eternia
10. The Formation Of Night
11. Teeth Of The Sea
12. The Funeral


Das Duo Infernale des Extreme Metal meldet sich nach schier endlosen Tourneen quer über den Globus und einer kleinen Auszeit mit einem neuen Hassbrocken namens „The Modern Art Of Setting Ablaze“ zurück. Etwas mehr als zwei Jahre hat es gedauert, bis MANTAR den Nachfolger des eindrucksvollen „Ode To The Flame“ im Kasten hatten. In diesen zwei Jahren waren Hanno und Erinc aber keinesfalls untätig, vielmehr gingen die Jungs live bis an ihre Belastungsgrenzen und manchmal auch darüber hinaus. Wer aber nun fürchtet, dass MANTAR ausgebrannt sind, kann beruhigt aufatmen: MANTAR strotzen immer noch vor Hass und Energie.

Prinzipiell machen die zwei auch auf „The Modern Art Of Setting Ablaze“ nichts anders als auf den beiden Vorgängern. Noch immer regieren wüste Raserei, Aggression und ein gewisser Anteil Rock ’n‘ Roll den Sound des Duos. Und doch erscheint die neue Scheibe wie eine Art Quintessenz des bisherigen Schaffens. Dies liegt vor allem daran, dass MANTAR das für sie typische Chaos diesmal kanalisierter und zielgerichteter an den Hörer bringen. Dadurch geht zwar der Jam-Charakter einiger früherer Stücke etwas verloren, aber dafür überzeugen perfekt ausbalancierte Nummern wie „Age Of The Absurd“ oder „Seek + Forget“ auf ganzer Linie.

Ängsten vor Abnutzungserscheinungen im lediglich auf Gitarre und Schlagzeug beschränkten Songwriting zeigen Hanno und Erinc den Mittelfinger. Gewohnt brachial und rifflastig kommen die neuen Stücke daher und es wird einmal mehr deutlich, mit was für einem genialen Schlagzeuger MANTAR gesegnet sind. Erinc bearbeitet die Felle wie ein wahnsinniger und verleiht den Songs sowohl Wucht als auch ein gewisses verspieltes Element. MANTAR schaffen es sogar, ihrem Sound, zumindest in Nuancen, etwas Neues zu verleihen: „Midgard Serpent (Seasons Of Failure)“ kann fast schon als härtere Stoner-Nummer durchgehen und „Taurus“ lässt an eine gewisse eklektische Band aus Atlanta denken. Aber auch ihre Fähigkeiten im Bezug auf Eingängigkeit haben die Jungs nochmal verfeinert. Sowohl „Obey The Obscene“ als auch „Teeth Of The Sea“ fressen sich sofort ins Hirn und gehen von dort auch erstmal nicht mehr weg.

„The Modern Art Of Setting Ablaze“ ist eine Machtdemonstration. MANTAR sind und bleiben die Könige des Extreme Metal und liefern mit ihrem dritten Album eine Scheibe ab, an dem sich alle anderen Veröffentlichungen aus diesem Bereich fürs erste messen lassen müssen.

Bewertung: 9 / 10

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