CD-Review: Omnium Gatherum - New World Shadows

Besetzung

Jukka Pelkonen – Gesang
Markus Vanhala – Gitarre
Joonas Koto – Gitarre
Toni Mäki – Bass
Jarmo Pikka – Schlagzeug
Aapo Koivisto - Keyboard

Tracklist

01. Everfields
02. Ego
03. New World Shadows
04. Soul Journeys
05. Nova Flame
06. An Infinite Mind
07. Watcher Of The Skies
08. The Distance
09. Deep Cold


2011 ist für den finnischen Melo-Death definitiv ein gutes Jahr. Nicht nur haben Insomnium kürzlich mit ihrem neuesten Werk „One For Sorrow“ überzeugen können, auch die bei Lifeforce unter Vertrag stehenden Landsmänner von OMNIUM GATHERUM haben ein neues Werk auf der Pfanne, ihr fünftes, das auf den Namen „New World Shadows“ hört – zusammen mit dem in dunklen Farben gehaltenen Cover lässt er schon erahnen, dass auf den Hörer eine gehörige Portion Melancholie zukommt.

Der gemächliche neun-minütige Opener „Everfields“ ist gleich das erste Highlight: Die schweren Gitarrenriffs, die mit im Hintergrund agierenden Keyboards und den kraftvollen Growls von Sänger Jukka Pelkonen zusammentreffen, erzeugen vom ersten Moment an eine dichte Atmosphäre – klasse auch die Art und Weise, in der OMNIUM GATHERUM in einen Akustikteil überleiten, welcher sobald zu einem von epischen Gitarren geprägten und schwungvolleren Part gefolgt wird – und wie der Song mit Blast Beats zum Ende kommt, ist gigantisch.
Abwechslung wird auf „New World Shadows“ groß geschrieben: Wunderbare Keyboard-Melodien, wie im Titeltrack, harmonische Lead-Gitarren, und die Tatsache, dass es in jedem Track ein anderes Element ist, das hervorsticht. Der letzte Track „Deep Cold“ beispielsweise geht stark in Richtung Swallow The Sun und hat auch ein paar Clean-Passagen drin, „Ego“ ist dagegen ein recht konventioneller Melodic Death-Song. Akustik-Passagen wissen die Finnen ebenfalls zu integrieren, meist um, wie in „Soul Journeys“, die Stimmung mit einem intensiven Finish auf die Spitze zu treiben – das klappt grandios.

Auf Grund der angesprochenen Tatsachen hat „New World Shadows“ in meinen Augen im Vergleich zu „One For Sorrow“ die Nase vorn, wenn auch nur ganz leicht. Letztendlich ist es sowieso Geschmackssache – eine Klasse für sich sind definitiv beide Alben, OMNIUM GATHERUM haben aber einen anderen Stil als ihre Landsmänner, der, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass es hier im Vergleich zum letzten Album zumindest kleine Entwicklungen gegeben hat, mich etwas mehr überzeugt, weswegen „New World Shadows“ auch insgesamt minimal besser abschneidet.

Bewertung: 9 / 10

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