CD-Review: Testament - Dark Roots Of Earth

Besetzung

Chuck Billy – Gesang
Alex Skolnick – Gitarre
Eric Peterson – Gitarre
Greg Christian – Bass
Gene Hoglan – Schlagzeug

Tracklist

01. Rise Up
02. Native Blood
03. Dark Roots Of Earth
04. True American Hate
05. A Day In The Death
06. Cold Embrace
07. Man Kills Mankind
08. Throne Of Thorns
09. Last Stand For Independence
10. Dragon Attack (Queen-Cover)
11. Animal Magnetism (Scorpions-Cover)
12. Powerslave (Iron Maiden-Cover)
13. Throne Of Thorns (Extended-Version)


Gut Ding braucht Weil. Das gilt auch für das neue TESTAMENT-Album.
Vier Jahre nach der letzten CD „The Formation Of Damnation“ erscheint 2012 das neue Album der Thrash-Veteranen namens „Dark Roots Of Earth“. Insgesamt neun neue Songs tummeln sich der neuen Platte, dazu gibt’s noch drei Coverversionen. Damit bekommt der geneigte Hörer knapp 80 Minuten Thrash um die Ohren.

Aggressiv geht’s los mit „Rise Up“, welches gleich Dampf ablässt und Lust auf mehr macht. Laute Gitarren, Billys markante Stimme und wutgeladene Texte. Und so machen die Jungs aus der Bay-Area auch weiter: „Native Blood“ ist einer der ersten Höhepunkte der Platte, Billy setzt sich hier thematisch mit seiner Herkunft und den Umgang mit Native Americans auseinander. Bis jetzt waren die Herren Metaller recht schnell unterwegs, werden mit dem Titellied des Albums erstmals langsamere Tempi angeschlagen, was sich mit dem besten Song auf dem Album – „True American Hate“ – wieder ändert. Wie im ersten Lied wird auch hier die Sinnlosigkeit von Kriegen angeprangert, allein der Titel spricht schon Bände: Eine bitterböse Abrechnung mit der amerikanischen Außenpolitik. Nach dem äußerst gelungenen Einstieg in das Album fällt das Niveau leider etwas ab. Zwei langsamere Lieder schließen sich an, darunter auch die Halbballade „Cold Embrace“. Nach diesem Zwischentief endet die Scheibe mit zwei wieder gelungenen Songs „Throne Of Thrones“ und „Last Stand For Independence“. Hier gefallen vor allem die Riffs, welche schnell, eingängig und abwechslungsreich daherkommen. Danach wagen sich TESTAMENT noch an drei Lieder von Queen, den Scorpions und von Iron Maiden. „Dragon Attack“ und „Animal Magnetism“ sind gut anzuhören, der beste dieser drei Songs ist jedoch die Version von „Powerslave“, welches eine kraftvolle und intensive Version des Klassikers ist.

Das zweite Album von TESTAMENT unter den Fittichen von Nuclear Blast: Eine solide Arbeit, welche auf jeden Fall zu den besseren Erscheinungen diesen Jahres und zu den wirklich guten TESTAMENT-Alben gehört. Nach einem wirklich starken Einsteig treiben sie die Platte mit den ersten vier Liedern schnell und sehr gut voran. Danach kommt leider ein Einbruch, bevor am Ende nochmals alles rausgehauen wird, was TESTAMENT drauf haben … und das ist sehr viel.
Als kleinen Bonus gibt es zu der oben beschriebenen CD außerdem noch eine DVD mit Livemitschnitten und einer Dokumentation über die Entstehung des Albums oben drauf.
Eine Frage bleibt dennoch: Warum bedarf eine so routinierte und erfahrene Band fremder Hilfe beim Verfassen ihrer Texte?

Bewertung: 8 / 10

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