CD-Review: Trivium - In Waves

Besetzung

Matt Heafy – Gesang, Gitarre
Corey Beaulieu – Gitarre
Paolo Gregoletto – Bass
Nick Augusto - Schlagzeug

Tracklist

01. Capsizing The Sea
02. In Waves
03. Inception Of The End
04. Dusk Dismantled
05. Watch The World Burn
06. Black
07. A Skyline’s Severance
08. Built To Fall
09. Caustic Are The Ties That Bind
10. Forsake Not The Dream
11. Chaos Reigns
12. Of All These Yesterdays
13. Leaving This World Behind


Seit ihrem richtungsweisenden Stilwechsel vor etwa fünf Jahren haben TRIVIUM stets Überraschungen parat: Wo „The Crusade“ noch eine recht klassische, Heavy Metal-lastige Angelegenheit war, war „Shogun“ hochkomplex und technisch. „In Waves“ dagegen ist nichts davon. „In Waves“ poltert 50 Minuten lang direkt in Richtung Gehörgang.

Das geht mit dem stimmungsvollen “Capsizing The Sea” los: Während man am Anfang ob der schrillen Piano-Töne nur schwer eine Melodie ausmachen kann, merkt, wer die Single „In Waves“ bereits kennt, dass das Thema letzteren Songs im Intro in einem unaufhaltsamen Crescendo immer lauter wird, bevor der Titeltrack mit der ihm gleichen Urgewalt loslegt. Der Refrain wird von melodischen Strophen konterkariert – ein Rezept, das auf „In Waves“ häufig so oder umgekehrt angewandt wird und immer aufgeht: So gibt es auf dem neuesten Werk von TRIVIUM eine Handvoll Songs, die mit eingängigen Mitsing-Refrains glänzen (Beispielsweise „Watch The World Burn“, „Black“, oder das Highspeed-Geschoss „Inception Of The End“).

Dass der Härtegrad dabei deutlich zurückgegangen ist, kann man bei dieser Hitdichte durchaus hinnehmen, zumal Sänger Matt Heafy in den cleanen Passagen eine hervorragende Figur macht – „Built To Fall“ ist hierfür ein gutes Beispiel. TRIVIUM lassen im Niveau zu keiner Zeit nach: So gehört der brettharte Song „Chaos Reigns“ zu den stärksten des Albums, und mit „Of All These Yesterdays“ gibt es kurz vor Ende noch eine Hommage an die Vorbilder von Metallica.

Wem „The Crusade“ und „Shogun“ wegen ihrer technischen und experimentellen Schlagseite mochte, und „Ascendancy“ wegen seiner Geradlinigkeit, kann mit „In Waves“ nichts falsch machen, denn TRIVIUM vereinen die Stärken der Vorgänger hier zu einem mächtigen Ganzen.

Bewertung: 8.5 / 10

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