DVD-Review: Twisted Sister - A Twisted Xmas – Live In Las Vegas (DVD)

  • Veröffentlichung: 2012
  • Label: Eagle Vision
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Dee Snider - Gesang
Jay Jay French - Gitarre
Eddie Ojeda - Gitarre
Mark Mendoza - Bass
A.J. Pero - Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Have Yourself A Merry Christmas
03. White Christmas
04. Shoot ‘Em Down05. I Saw Mommy Kissing Santa Claus
06. You Can’t Stop Rock N’ Roll
07. Deck The Halls
08. The Price
09. Come All Ye Faithful
10. Burn In Hell
11. Drum's solo
12. Silver Bells
13. I’ll Be Home For Christmas
14. Satan Claus!
15. I Wanna Rock
16. 12 Days Of Christmas
17. We’re Not Gonna Take It


2006 spielten TWISTED SISTER ihr recht umstrittenes Werk „A Twisted Christmas“ ein – das ganz persönliche Weihnachtsalbum der Band. Mit einer Mischung des darauf befindlichen Materials und TS-Klassikern wurden danach wohl auch einige Konzerte gegeben. Hierbei enstand 2007 bereits die DVD „A Twisted Christmas Live“.
Wie ein Deja Vu mutet deswegen die diesjährige Veröffentlichung „A Twisted Xmas – Live In Las Vegas“ an. Das zugrunde liegende Konzert wurde bereits 2006 im amerikanischen Glücksspiel-Paradies mitgeschnitten. Es scheint, als würde – während es eifrig auf die Weihnachtszeit zugeht – hier nochmal bereits bekanntes Material aufgewärmt. Da mir die 2007er-DVD aber nicht bekannt ist, enthalte ich mich da mal einer Ansicht. „A Twisted Xmas – Live In Las Vegas“ erscheint jedenfalls als 2-Disc-Bundle, denn eine CD mit dem Auftritt in reiner Audio-Form liegt auch noch bei.

Was die Show angeht, gibt es wie bei TWISTED-SISTER-Auftritten eigentlich nie etwas zu meckern. Es gibt zu Beginn einige nette Gimmicks wie Elfen, die erstmal aus bekannten Zutaten die Band „herstellen“ müssen, oder „Weihnachtsmann“ Dee Snider, dessen Schlitten von leichtbekleideten Damen auf die Bühne gezogen wird. Die darauf folgende Darbietung der Songs ist routiniert und die Band hat sichtlichen Spaß an diesem besonderen Konzert mit seiner ungewöhnlichen Setlist.
Die verarbeiteten Weihnachtssongs wie „Have Yourself A Merry Christmas“, „Deck The Halls“, „Come All Ye Faithfull“, „Silver Bells“, „I’ll Be Home For Christmas“ oder „12 Days Of Christmas“ werden freilich nach TWISTED-SISTER-Art umgestaltet und zumeist in rockige Nummern verwandelt. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber zumindest in dieser Live-Interpretation nicht schlecht anzuhören. Als Fan der härteren Klänge kann man sich so durchaus auch auf das alljährlich wiederkehrende Fest einstimmen, ohne gleich ein Trauma zu bekommen. Trotzdem sind die großen Augenblicke des Konzerts, wenn die SISTERs ihre bekannten Hits wie „Shoot ‚Em Down“, „You Can’t Stop Rock ’n‘ Roll“, „The Price“, „Burn In Hell“ oder „I Wanna Rock“ auspacken.
Aus technischer Sicht gibt es an der DVD nichts zu bemängeln. Die Bildqualität ist gut, der Ton kommt schön deutlich rüber und auch die Regie macht einen ordentlichen Job. Die Schnitte und Perspektivwechsel sind immer klug gewählt, ohne Hektik ins Bild zu bringen. Dennoch wird jeder der Musiker von den vorhandenen Kameras ausreichend berücksichtigt. Die begeisterte Stimmung in der Halle, die sich von den Künstlern auf die Menge überträgt, wird gut eingefangen, da regelmäßig auch auf das Publikum geblendet wird. TWISTED SISTER wissen einfach, wie man die Zuschauer motiviert. Von diesem Standpunkt her gesehen, kann ein Konzert kaum besser und mitreißender sein.
Zusatzmaterial gibt es auf der DVD leider nicht, so dass der Video-Zauber nach rund 104 Minuten endet. Auf der beiliegenden CD fehlt mir persönlich der visuelle Aspekt. Diese ist nur als nette Zugabe zu sehen, wenn gerade mal kein DVD-Player und Fernseher vorhanden sind. Denn die DVD ist in jedem Fall vorzuziehen.

„A Twisted Xmas – Live In Las Vegas“ ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack. Wer sich Weihnachtslieder auch in rockiger Form nicht vorstellen mag, macht am besten einen großen Bogen darum. Aber dennoch liefern TWISTED SISTER bei diesem Gig eine coole Vorstellung ab und beweisen einmal mehr, dass sie eine wahre Show-Band sind und ihr Ding auch mit einer ungewöhnlichen Setlist durchziehen.

Keine Wertung

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