Lord-Belial-Gitarrist Pepa erklärt die Songs von „Rapture“

Nach dem Split der Band 2009 und mehreren erfolglosen Reunion-Versuchen dürften die meisten Fans die Black Metaller LORD BELIAL abgeschrieben haben. Doch die Band belehrt uns alle eines Besseren: In Kürze erscheint „Rapture“, das neu(nt)e Album der Schweden. Gitarrist Niclas „Pepa“ Green erklärt im Track-by-Track, worauf sich Fans freuen dürfen.

01. Legion (3:30 min)

In diesem Lied geht es um die Frustration, in Ketten gelegt zu sein, sei es mental oder physisch – das Gefühl ist immer dasselbe. Nicht tun zu können, was man will, weil jemand anderes es sagt – sei es ein Dogma der Religion oder der Politik. Es geht auch um „Legion“ aus der Geschichte … wenn ein Dämon, der von einer Vielzahl von Dämonen besessen ist, den kollektiven Namen „Legion“ erhält. Es ist ein sehr schneller und aggressiver Song, er ist auch ziemlich intensiv, du wirst wahrscheinlich das Gefühl haben, dass du danach Luft holen musst, weil du beim Hören den Atem angehalten hast. Einige kurze, intensive Gitarrenleads treiben den Song voran, und am Ende wird er schneller und schneller, endet mit einem Break und etwas Feedback von einer Gitarre und dann die Rhythmusgitarren und Bassdrums unisono, das Ende.

02. On A Throne Of Souls (5:21 min)

Es geht um die Zerstörung der Welt, wie wir sie kennen, eine Art „Kill the King“-Thema (Rainbow) – schließe dich der dunklen Seite an, stürze dich ins ewige Feuer, schließe dich den Horden der Dunkelheit gegen das Licht an. Dieser Song hat einen Refrain, der zweimal auftaucht, das erste Mal mit dem Refrain-Riff und Thomas‘ Gesang, das zweite Mal mit einem Chor von mir und Mickes Schreien. Es gibt einen Mittelteil, in dem ein zweiter Refrain gespielt wird, der wie folgt lautet: „They shall cover the world in flames, The higher the flames, the greater the shadows, They shall bring me the heads of fallen kings, The higher the flames, the greater the shadows“, in dem wir alle drei im Hintergrund schreien. Wir nennen ihn „the choir of mental illness“!

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03. Rapture Of Belial (6:23 min)

Eine Hymne an Belial! Endlich ist die Zeit gekommen, dass der Antichrist entfesselt wird, die Entität ist in Ekstase darüber („Ecstasy and morbid lust, feel the Rapture of Belial“). Der Song beginnt mit doomigen Trommeln und schweren, langsamen Gitarren, die dann an Intensität zunehmen, zusammen mit Double-Bass-Trommeln, und dann intensiviert er sich weiter mit einem harmonischen Lead und Blastbeats plus einem disharmonischen Solo und noch mehr doomigem Schlagzeug. Dann folgen die Trommeln und Rhythmusgitarren, die in eine Art Death-Metal-Riff mit dunkleren Vocals und dann einigen verdrehten disharmonischen Akkorden übergehen, die in ein langsameres Tempo wechseln, und dann geht es zurück zu den Blastbeats.

04. Destruction (3:49 min)

Dies ist ein Black-Metal-Song der alten Schule. Das Schlagzeug folgt den Gitarren, es ist ein ziemlich schneller und aggressiver Song, aber nicht Blast-Beat-schnell. Der Refrain lautet: „Life is torment, Death is liberation, Destruction is all“. Dieser Song war ursprünglich über sieben Minuten lang! Wir haben ihn im Mix auf 3:48 gekürzt. Er endet mit einem Chaos-Solo.

05. Belie All Gods (5:05 min)

Eine cleane Gitarre spielt die Harmonie, unterstützt von massiven Rhythmusgitarren und rasantem Schlagzeug, ein georgischer Chor singt im Hintergrund. Dies ist der „progressivste“ Song des Albums, im Refrain singen Micke und ich im Hintergrund beim zweiten und dritten Mal „The unholy trinity, slayer of gods, Faceless, fearless, dark shapes of perdition, Dressed in cloaks of burnt angel wings, We come to cleanse the earth“. Gegen Ende gibt es einen Break und ein neues Riff mit einer harmonischen Führung erscheint. Das Lied endet mit der Aufforderung von Micke: „Belie all gods“.

06. Evil Incarnate (4:45 min)

„In the deep murky chasm only darkness dwells“! Wenn du dir bei diesem Song nicht headbangst, brauchst du mehr Bier. Das ist purer Black Metal, mittelschnell und doch nach vorne gehend. Gegen Ende gibt es einen langsameren Teil mit einem verlängerten Solo, dann geht es zurück zum Refrain und raus.

07. Lux Luciferi (5:27 min)

Explodiert vor Energie und Thomas‘ fantastische Stimme erzählt uns von einem Gruß an Luzifer – den gefallenen Engel der Erleuchtung. Dies ist ein sehr dynamischer Song, eine Minute später kommt der Refrain. Super heavy, mit Thomas‘ glühendem Gesang „Let shine thine luminous light from within the realm of the dead, The radiant light of the son of the dawn, Hail to, the fallen one, hail to the flame, The radiant light of the son of the dawn“, unterstützt von Micke und mir bei „Hail to the Flame“. Dazu Hintergrundchöre und Klavier. Dann explodiert der Song wieder nach vorne, gefolgt von einem superheftigen Riff, das deine Lautsprecher auf die Probe stellt. Dann ein zweiter Refrain, „Tu verus mundi lucifer“. Der Song endet mit schweren Drums, einer harmonischen Leadgitarre, massiven Gitarren, Thomas‘ Gesang und Chören im Hintergrund Das ist ein wirklich wuchtiger Song!

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08. Infinite Darkness And Death (6:40 min)

Der Song beginnt mit cleanen Gitarren, gefolgt von gewaltigen Rhythmusgitarren und schwerem Schlagzeug, bald darauf explodiert er in Blastbeats, schnell gefolgt vom Refrain „The one we call our dark lord drains your temple of breath, Legions of war burning those of the light“, der einem die Haare auf den Armen aufstellt. Es folgt eine Predigt von Thomas, in der er uns auffordert, alle zu vernichten und alle zu töten. Der Song endet mit massiven Rhythmusgitarren, gekrönt von cleanen Gitarren und Blastbeats!

09. Alpha And Omega (4:27 min)

Dies ist eine Art umgedrehter Gruß an die gängigsten Religionen unserer Zeit, „I deny your beliefs I deny your gods and prophets“. Es explodiert mit Double-Bass-Drums, massiven Rhythmusgitarren, gekrönt von einer cleanen Gitarre, in eine wirklich coole abwärts gehende Melodie, in einen Pre-Chorus mit Mid-Tempo-Drums, und dann, bei den Melodien mit den cleanen Gitarren, hat Mr. Andy La Roque einen Gastauftritt. Den Schluss wollten wir eigentlich erst ausfaden, aber dann haben es einfach abgeschnitten und das hat super funktioniert.

10. Lamentations (4:26 min)

Dieser Song beginnt mit Streichern und einer cleanen Gitarre, dann kommen die Rhythmusgitarren und das Schlagzeug, im weiteren Verlauf kommen immer mehr Gitarren hinzu. Es ist ein sehr schönes Lied, mit vielen Emotionen, ein perfekter Weg, um das Album zu beenden. In der Mitte sagt Thomas: “I called upon thy name, O Dark Lord, out of the lowest of dungeons, Thou have heard my voice; hide not thine ears at my breathing, my lamentations”. Im weiteren Verlauf erklingt ein georgischer Chor und dann ein wunderschönes Solo.

LORD BELIAL 2022; © unbekannt (Pressefoto)
Gut zu wissen:

Die Songtitel zusammen ergeben „Lord Belial“:

  1. L(egion)
  2. O(n A Throne Of Souls)
  3. R(apture Of Belial)
  4. D(estruction)
  5. B(elie all gods)
  6. E(vil Incarnate)
  7. L(ux Luciferi)
  8. I(nfinite Darkness And Death)
  9. A(lpha and Omega)
  10. L(amentations)

„Rapture“ erscheint am 27. Mai 2022 über Hammerheart Records.

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4 Kommentare zu “Lord-Belial-Gitarrist Pepa erklärt die Songs von „Rapture“

  1. danke für diesen Artikel.
    Es is noch so lange hin bis ende Mai aber ich hab das Gefühl, dass es sich lohnen wird.

    grüssle
    Paddy

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